Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart »The Seven Sins« und »Swan Lakes«

The Seven Sins ~ Shori Yamamoto, Louiza Avraam ~ Foto Jeanette Bak

Premiere „The Seven Sins“ am 26. März 2022 | „Swan Lakes“ beim Holland Dance Festival 2022
Das Laster rückt ins Rampenlicht. Erste Proben starteten bereits im vergangenen Herbst. Seit Jahresbeginn dreht sich nun (fast) alles um die bislang wohl spektakulärste Produktion der Theaterhaus-Company: The Seven Sins mit Uraufführungen von Aszure Barton, Sidi Larbi Cherkaoui, Sharon Eyal, Marcos Morau, Sasha Waltz sowie den beiden Artists in Residence Marco Goecke und Hofesh Shechter.

Ein Gesamtkunstwerk war der ambitionierte siebenteilige Konzeptabend übrigens schon vor der Premiere am 26. März 2022, nämlich in organisatorischer Hinsicht. Ein ganzes Vierteljahr hält sich die Company für die Kreation frei – lediglich unterbrochen von mehreren Swan Lakes-Aufführungen beim Holland Dance Festival im Februar 2022.

Entsprechend geben sich in den Gauthier Dance-Studios in den kommenden Wochen choreographische Weltstars die Klinke in die Hand.

Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart im Februar und März 2022

Künstlerische Leitung Gauthier Dance: Eric Gauthier
Company Coach: Egon Madsen
Ballettmeister: Cesar Locsin, Luis Eduardo Sayago
Produktionsleitung / Künstlerisches Betriebsbüro Tanz: Inga Kunz, Maria Strom
Technische Produktionsleitung: Holger Reuker
Künstlerische Koordination Bühne und Kostüme: Gudrun Schretzmeier
Tanz: Bruna Andrade, Joaquin Angelucci, Louiza Avraam, Nora Brown, Andrew Cummings, Anneleen Dedroog, Barbara Melo Freire, Luca Pannacci, Garazi Perez Oloriz, Jonathan Reimann, Mark Sampson, Gaetano Signorelli, Izabela Szylinska, Sidney Elizabeth Turtschi, Shawn Wu, Shori Yamamoto
Tourmanagement: ecotopia dance productions, ecotopiadance.com


The Seven Sins

Eine Produktion von Theaterhaus Stuttgart
Premiere am Samstag, 26. März 2022 um 20:00 Uhr
weitere Vorstellungen: Sonntag, 27. März 2022 / Mittwoch, 30. März 2022 / Freitag, 1. April 2022 / Samstag, 2. April 2022 – jeweils um 20:00 Uhr / Sonntag, 3. April 2022 um 14:00 Uhr
Theaterhaus, T1
In Zusammenarbeit mit ARTE. Termin der TV-Ausstrahlung wird noch bekannt gegeben.

Produktion der Superlative: Dieser Tanzabend vereint die absolute Crème de la crème internationaler Choreograph*innen. Jede und jeder von ihnen wird für Gauthier Dance eine Todsünde in ein Tanzstück verwandeln. Das Ergebnis: ein Tableau der Ruchlosigkeit, bestehend aus sieben Uraufführungen von Aszure Barton, Sidi Larbi Cherkaoui, Sharon Eyal, Marcos Morau, Sasha Waltz sowie den beiden Artists in Residence von Gauthier Dance, Marco Goecke und Hofesh Shechter. Mit im Boot als Sendepartner ist ARTE, der The Seven Sins aufzeichnen und in seinem TV-Programm ausstrahlen wird. Der Vorverkauf startet am 28. Januar 2022.

The Seven Sins. Die Choreograph*innen

Aszure Barton (Faulheit)
Sie kann klassisch, aber sie liebt die Freiheit der Bewegung: Die Stücke der Kanadierin changieren immer ein wenig zwischen Traum und Realität, sie spielt oft mit dem Surrealen. Durch Assoziationen und aufblitzende Bilder lädt Aszure Barton die Sprache ihrer Tänzer mit Bedeutung auf, wendet sie in geheimnisvolles Dunkel oder in helle Ironie. 2005 wurde sie zur ersten Artist in Residence des Baryshnikov Arts Center in New York, kreierte unter anderem fürs American Ballet Theatre, die Martha Graham Dance Company, für fast alle Kompanien ihres Heimatlandes, das NDT oder das Bayerische Staatsballett. Seit 2002 leitet sie ihre eigene Kompanie Aszure Barton and Artists.

Sidi Larbi Cherkaoui (Habgier)
Er tanzt mit den Mönchen, mit den Steinen, mit Spiegeln oder Akrobaten. In seinem extrem weichen, fließenden Bewegungsstil kommuniziert er mit HipHop, Tango, indischem oder spanischem Tanz. Sidi Larbi Cherkaoui kontrastiert Mythen, Nationen, Epochen und Musikstile, er gleitet mit Leichtigkeit von Genre zu Genre, sucht überall das Wesentliche, die Essenz. Der Belgier marokkanischer Herkunft leitet seine Kompanie Eastman und das Royal Ballet of Flanders, als ein Magier des bildermächtigen Gesamtkunstwerks choreographiert er heute für Beyoncé, fürs Ballett, die Oper und den Broadway. Mitte 2022 übernimmt er die künstlerische Leitung des Grand Théâtre de Genève.

Sharon Eyal (Neid)
Die Künstlerin aus Israel zeigt die hypnotische Kraft des Synchronen, die unglaubliche Dynamik eines Organismus aus Mensch-Maschine-Körpern. Minimale Veränderungen oder serielle Variationen verstören die Ordnung ihrer Gruppen, Individuen brechen aus den repetitiven Mustern einer scheinbar posthumanen Gesellschaft aus. 2013 gründeten Eyal und ihr Partner Gai Behar ihre eigene Kompanie L-E-V in Tel Aviv. Zum Theaterhaus pflegt das Künstlerpaar enge Beziehungen. Nicht nur sind sie mit dem Kultstück Killer Pig im Repertoire von Gauthier Dance vertreten. L-E-V war auch Koproduktionspartner beim COLOURS-Festival 2015 und wird im kommenden Sommer bei COLOURS 2022 gastieren.

Marco Goecke (Völlerei)
Es flattert, zuckt und zittert: Ein völlig neues Universum an Bewegungen hat Marco Goecke für Arme und Oberkörper der Tänzer erfunden, unzählige Assoziationen durchziehen seine nachtschwarzen Stücke. Minimalistisch in Ausstattung und Kostümen, zwischen nervöser Dynamik und plötzlicher Lyrik erforschen seine hochmusikalischen Werke immer wieder das Innere des Menschen. Goecke war Hauschoreograph beim Stuttgarter Ballett und leitet heute das Staatsballett Hannover. Seit 2013 ist er Associate Artist beim Nederlands Dans Theater, seit 2019 Artist in Residence bei Gauthier Dance.

Marcos Morau (Hochmut)
Marcos Morau komponiert Bilder. Seine katalanisches Künstlerkollektiv La Veronal macht Tanz zur theatralischen Performance und setzt dabei genauso stark auf Texte, Szenerie, Medien und Licht. So entstehen betörende Tableaux, ein synästhetisches, multimediales Tanztheater, mit dem der spanische Choreograph seine ganz eigene Erzählsprache entwickelt hat. Außer für La Veronal arbeitet er auch für andere Kompanien wie die spanische Compañía Nacional de Danza, die Göteborg Operans Danskompani oder das Royal Danish Ballet.

Hofesh Shechter (Wollust)
Seine Stücke explodieren regelrecht auf die Bühne: Bei Hofesh Shechter weht ein rauer Wind von der Straße durchs Theater, eine existenzielle Wut brennt in den wilden, ruhelosen Gruppen. Der israelische Choreograph mit Wohnsitz in London zeigt Aggression, Chaos und die Sehnsucht nach Freiheit, oft komponiert er die harten Rockrhythmen dazu selbst. Mit Stücken wie Uprising, auch im Repertoire von Gauthier Dance, begründete er seinen Ruhm, seit 2008 leitet er die Hofesh Shechter Company, arbeitet weltweit für große Tanzkompanien – und seit Sommer 2021 auch als Artist in Residence bei Gauthier Dance.

Sasha Waltz (Zorn)
Heftig, rau und skurril mischte die Ikone des aktuellen deutschen Tanztheaters einst aus der freien Szene heraus die Metropole Berlin und deren Off-Theater auf. Auch als etablierte und verehrte Galionsfigur hat sie diese radikale Unabhängigkeit nie hinter sich gelassen: Expressiv und stark körperlich sind ihre Stücke bis heute, wo Waltz auf der ganzen Welt choreographische Opern inszeniert und durch die Weite von Museumsräumen tanzt. Seit 1993 leitet sie Sasha Waltz & Guests, zuletzt auch das Berliner Staatsballett.


Gauthier Dance unterwegs

Tourmanagement: ecotopia dance productions, ecotopiadance.com

Swan Lakes

Mit Uraufführungen von Marie Chouinard, Marco Goecke, Hofesh Shechter und Cayetano Soto

Auf dieses Projekt hatte Eric Gauthier seit mehreren Spielzeiten hingearbeitet. Schließlich galt es die Terminkalender von vier internationalen Star-Choreograph*innen unter einen Hut zu bringen. Das Wunder gelang und sollte im Juni 2020 über die Bühne gehen. Wir alle wissen, was dann geschah. Doch es gab ein Happy-End und Swan Lakes markierte ein Jahr später gleich einen zweifachen Neubeginn: die Rückkehr von Gauthier Dance auf die Theaterhaus-Bühne und den Start von Hofesh Shechter als Artist in Residence der Theaterhaus-Company.
Schwanensee! Unzählig sind die traditionellen Interpretationen, modernen Aneignungen und Parodien, auf der Bühne ebenso wie auf der Kino-Leinwand. Ist Schwanensee also auserzählt? Mit Sicherheit nicht – jedenfalls dann nicht, wenn man ein völlig neues Format für den Stoff findet… Eric Gauthier holte drei Künstler und eine Künstlerin ins Boot, die jeweils eine besondere Geschichte mit der Company verbindet. Gauthier hat sie gebeten, ihre Version von Schwanensee für die Theaterhaus-Company zu kreieren. Zusammen ergeben sie kein abendfüllendes Stück, sondern Swan Lakes im Plural. Ein ambitioniertes Programm mit vier jeweils gut 20-minütigen Schwanensee-Stücken, stilistisch so unterschiedlich wie die Choreographen selbst. Vor allem aber ein Abend, der Publikum wie Künstlern die Chance eröffnet, an etwas Bekanntes anzuknüpfen – und dabei völlig Neues zu entdecken.

Pressestimmen:
„Vier Uraufführungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, begeisterten das Premierenpublikum, nicht zuletzt dank der superben Qualität und ausgefeilten Technik des Ensembles.“ tanznetz.de
„ein prächtiger Tanzabend“ Frankfurter Rundschau
„Im Theaterhaus holen Cayetano Soto, Marie Chouinard, Marco Goecke und Hofesh Shechter den Balletthit Schwanensee von der Märchenseligkeit in die Gegenwart.“ Stuttgarter Zeitung

Holland Dance Festival 2022

Mittwoch, 9. Februar 2022 & Donnerstag, 10. Februar 2022 – jeweils um 19:30 Uhr, Internationaal Theater Amsterdam
Samstag, 12. Februar 2022 um 20:15 Uhr & Sonntag, 13. Februar 2022 um 14:15 Uhr, Amare Den Haag
Dienstag, 15. Februar 2022 um 20:15 Uhr, Theaters Tilburg – Schouwburg
Donnerstag, 17. Februar 2022 um 20:00 Uhr, Nieuwe Luxor Theater Rotterdam


theaterhaus.com

Das Theaterhaus Stuttgart bedankt sich bei den Sponsoren Fashion- und Lifestylehaus Breuninger in Stuttgart und STIHL, den Unterstützern Kästner GmbH & Co. KG, den First Friends und Friends of Gauthier Dance, der Gerhard und Paul-Hermann Bauder Stiftung, der Stiftung Herbert Metzger und Anneliese Metzger-Nord sowie der Hanns A. Pielenz-Stiftung und der Robert Pröbstl-Stiftung.
Das Theaterhaus Stuttgart wird gefördert von der Mercedes-Benz Bank, der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg.