G. Ricordi & Co., New York, unterzeichnen globalen Exklusivvertrag mit den Komponist*innen Michael Gordon, David Lang und Julia Wolfe

David Lang, Michael Gordon und Julia Wolfe (© Peter Serling)

Los Angeles, 14. September 2020. G. Ricordi & Co., New York, ein Unternehmen von Universal Music Publishing Classical, hat heute bekanntgegeben, einen globalen Exklusivvertrag mit den innovativen amerikanischen Komponist*innen und Bang on a Can-Gründer*innen Michael Gordon, David Lang und Julia Wolfe geschlossen zu haben. Im Rahmen der neuen Vereinbarung werden die gefragten Kataloge von Gordon, Lang und Wolfe nun weltweit durch Ricordi und seine internationalen Partner vertreten.

Diese Vereinbarung ist die erste für G. Ricordi & Co., New York, dem jüngsten Mitglied des klassischen Verlagsgeschäfts der Universal Music Publishing Group und erstem in Nordamerika, neben den Standorten Mailand, Paris, Berlin, London und Budapest.

Das Trio ergänzt Universal Music Publishing Classicals Weltklasse-Liste führender Komponist*innen der letzten Jahrhunderte, darunter Rossini, Verdi, Puccini, Varèse, Nono, Battistelli, Francesconi, Haas, Neuwirth und Poppe, sowie Debussy, Ravel, Milhaud, Poulenc, Messiaen, Dusapin, Kodály, Kurtág u.v.m.

„Dies ist ein prägender Moment für Ricordi und für die Neue-Musik-Landschaft Nordamerikas, denn Michael, David und Julia sind Komponist*innen, die einen Paradigmenwechsel vollziehen und deren grenzenlose Kreativität auch in Zukunft das Publikum in ihren Bann ziehen wird“, so Jude Vaclavik, Director, US Publishing and Promotion bei G. Ricordi & Co., New York. „Wir schätzen die seltene Gelegenheit, eine Partnerschaft mit diesen legendären Komponist*innen einzugehen. Es ist eine Ehre, dass wir diese einzigartigen und wichtigen Kataloge repräsentieren dürfen.“

Obwohl ihre Visionen für die Gegenwart und Zukunft der Musik aufeinander abgestimmt sind, trägt jede*r Komponierende etwas Einzigartiges zum kollektiven musikalischen Geflecht bei. „Gordon ist Bangs ständiger Experimentalist“, schreibt Alex Ross von The New Yorker, „den es zu dichten, aufwühlenden Texturen zieht“.

Lang ist vor allem für seine Musik mit Gesangsstimmen bekannt geworden, wozu auch sein stetig wachsender Katalog innovativer Opernwerke gehört. Dazu Ross weiter: „Wer an dem Vorurteil festhält, dass zeitgenössische klassische Musik nicht zu unmittelbarer Schönheit fähig ist, sollte dieses Magazin weglegen und sich die Aufnahme des Theatre of Voices anhören. Wenn Sie nie mehr zurückkommen, nehme ich es Ihnen nicht übel.“

William Robin von The New Yorker schreibt: „Wolfes Hingabe an einen pluralistischen Populismus – sowohl im musikalischen Stil als auch im politischen Bereich – macht sie möglicherweise zur derzeit relevantesten Bang-Komponistin. Dieser demokratische Impuls macht sie auch zu einer direkten Nachfolgerin des Schaffens von Aaron Copland, dessen von der Linken geprägten Maxime seine Konstruktion eines unverwechselbaren amerikanischen Klangs geleitet haben“.

Michael Gordon
© Peter Serling

Michael Gordon

Michael Gordon ist für seine monumentalen und fesselnden Werke bekannt. Das Stück Decasia, für 55 neu gestimmte, räumlich positionierte, verstärkte Instrumente (das man u.a. in Bill Morrisons Kultfilm hören kann), wurde auf dem Minimalist Jukebox Festival des Los Angeles Philharmonic und auf dem Ether Festival des Southbank Centre aufgeführt. Gordons Timber wird auf verstärkten mikotronalen Simantras gespielt und ist eine herausragende Tour-de-force für ein Perkussionssextett. Das Stück wurde auf allen Kontinenten aufgeführt, unter anderem von Slagwerk Den Haag im Musikgebouw (Amsterdam), vom Mantra Percussion im BAM (New York), von So Percussion im Barbican (London), vom Ictus Ensemble bei MaerzMusik (Berlin) und in einer Liveausstrahlung im National Public Radio der USA aus einem Eisenwarenladen der Ladenkette Lowe’s. Außerdem wurde Timber von Jóhann Jóhannsson, Oneohtrix Point Never und Squarepusher remixed.

Gordon arbeitet mit der bewussten Platzierung von Instrumenten in einer Umgebung, um ein umhüllendes, hypnotisierendes Spektakel zu schaffen. Das Stück Natural History wurde am Rande des Crater Lake (im Stadt Oregon / USA) von 120 Musikern und den einheimischen Trommlern des Klamath-Stammes unter dem Dirigenten Teddy Abrams uraufgeführt und ist Gegenstand der PBS-TV-Dokumentation Symphony for Nature. Von allen Seiten vom Publikum umringt, spielten die Musiker in der Royal Albert Hall die Uraufführung des Werkes Big Space, das die BBC Proms bei Gordon in Auftrag gaben. Rushes für 7 Fagotte wurde kürzlich in der Park Avenue Armory (New York) und vom London Contemporary Orchestra in der Queen Elizabeth Hall aufgeführt. Die City-Symphonies-Trilogie – Gotham für New York, Dystopia für Los Angeles und El Sol Caliente für Miami Beach – verbindet die Musik mit Film von Bill Morrison, um das Wesen ihrer jeweiligen Städte einzufangen.

Zu Gordons Chorwerken gehören A Western, uraufgeführt in der Hamburger Elbphilharmonie von Paul Hillier und Theatre of Voices, Anonymous Man, ein autobiografisches Chorwerk, das für The Crossing geschrieben wurde und Gespräche mit zwei obdachlosen Männern, die in Gordons Straße lebten, thematisiert. Zu den Opern gehören What to wear mit dem legendären New Yorker Theaterregisseur Richard Foreman und Acquanetta mit dem ikonoklastischen Regisseur Daniel Fish.

Gordons Werke wurden von Pina Bauschs Tanztheater Wuppertal, Wayne McGregors Random Dance Company, den Ballettkompanien Stuttgart, Zürich, Royal, Miami und Schottland choreographiert. Zu den jüngsten Einspielungen gehört Clouded Yellow, Gordons komplette Streichquartette, aufgeführt vom Kronos Quartet.

David Lang
© Peter Serling

David Lang

David Lang ist heute einer der meist aufgeführten amerikanischen Komponisten. Er wird für seine Vokalmusik, einschließlich seiner mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten the little match girl passion, gefeiert. Langs theatralische Vorstellungskraft bringt er in seinen Opern, in seiner erzählerischen Musik für Tanz und Film sowie während außergewöhnlichen Events und Installationen zum Ausdruck, die auf die Kulisse eines speziellen Schauplatzes zugeschnitten sind. Für seine Musik zu Paolo Sorrentinos Film Youth wurde er für den Golden Globe, den Kritikerpreis und den Oscar nominiert. Zuletzt war Lang für Paul Danos Regiedebüt Wildlife sowie für Patty Jenkins limitierte Serie I Am the Night nominiert.

Zu den jüngsten Werken gehören seine Oper prisoner of the state (mit Libretto von Lang) – die Premiere erfolgte 2019 durch das New York Philharmonic, welches das Werk zusammen mit der Rotterdamer de Doelen Concert Hall, dem Londoner Barbican Centre, dem l’Auditori von Barcelona, den Bochumer Symphonikern und dem Concertgebouw von Brügge in Auftrag gegeben hat; the writings, die von der Carnegie Hall und dem Niederländischen Kamerkoor in Auftrag gegeben und vom Theatre of Voices uraufgeführt wurden; the mile-long opera, die gemeinsam mit der Architektin Elizabeth Diller geschaffen und im kilometerlangen Hochpark The Highline in New York City uraufgeführt wurde; the loser, welches das Next Wave Festival 2016 an der Brooklyn Academy of Music eröffnete und für die Lang als Komponist, Librettist und Regisseur tätig war; the public domain für 1000 Sänger beim Mostly Mozart Festival am Lincoln Center; seine Kammeroper anatomy theater an der Los Angeles Opera und beim Prototype Festival in New York; das Konzert man made für das Ensemble So Percussion und ein Konsortium von Orchestern, darunter das BBC Symphony und das Los Angeles Philharmonic; mountain, ein Auftragswerk der Cincinnati Symphony; death speaks, ein Liederzyklus, der auf Schubert basiert, aber von Rockmusikern aufgeführt wird, darunter Bryce Dessner von The National und Shara Worden von My Brightest Diamond; the whisper opera, für das International Contemporary Ensemble und die Sopranistin Tony Arnold; und love fail, ein abendfüllendes Werk für das Vokalensemble für Alte Musik Anonymous 4, mit Libretto und Inszenierung von Lang.
Lang ist Professor für Komposition an der Yale School of Music und Artist in Residence am Institute for Advanced Study in Princeton.

Julia Wolfe
© Peter Serling

Julia Wolfe

Die Musik von Julia Wolfe zeichnet sich durch eine intensive Körperlichkeit und unerbittliche Kraft aus, die Interpreten an ihre Grenzen bringt und die Aufmerksamkeit des Publikums einfordert. Die Uraufführung von Fire in my mouth, einem groß angelegten Werk für Orchester und Frauenchor, aufgeführt vom New York Philharmonic mit The Crossing und dem Young People’s Chorus of New York City im Jahr 2019, fand großen Beifall – ein Rezensent bezeichnete das Werk als „eine monumentale Leistung in der hohen musikalischen Dramatik, die zu den souverän einfallsreichsten und emotional stärksten Werken überhaupt gehört, die ich je erlebt habe“. (The Nation Magazine)

Die Premierenaufnahme von Fire in my mouth wurde auf Decca Gold veröffentlicht und erhielt zwei Grammy-Nominierungen (beste zeitgenössisch-klassische Komposition; beste Produktion Klassik-Album). Das Werk ist das dritte in einer Reihe von Kompositionen über den amerikanischen Arbeiter: Steel Hammer von 2009, der sich mit dem Volkshelden John Henry befasst, und das 2015 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Werk Anthracite Fields, ein konzertantes Oratorium für Chor und Instrumente, das sich auf mündliche Geschichten, Interviews, Reden und mehr stützt, um die Menschen zu ehren, die im Anthracite-Kohlerevier von Pennsylvania durchhalten und ausharren mussten. Mark Swed von der LA Times schrieb: Anthracite Fields „fängt nicht nur die Traurigkeit eines harten verlorenen Lebens ein […], sondern auch die Süße und Leidenschaft einer nun ebenfalls verlorenen Lebensweise. Die Musik drängt ohne Übertreibung. Dies ist ein großes, tiefgründiges Werk“.

Wolfe hat ein umfangreiches Repertoire für Streicher geschrieben, vom Quartett bis zum großen Orchester. Ihre Musik ist bei Veranstaltungen in der ganzen Welt zu hören und wurde bei Argo, Cantaloupe Music, Decca Gold, Point/Universal, Sony Classical und Teldec aufgenommen.

Neben dem Pulitzer-Preis für Musik im Jahr 2015, war Wolfe 2016 MacArthur Fellow, erhielt 2015 den Herb Alpert Award in Musik und wurde 2019 von Musical America zur Komponistin des Jahres ernannt. Sie ist Dozentin an der Steinhardt School der New York University.

Über Universal Music Publishing Group

Universal Music Publishing Group (UMPG) ist ein weltweit führender Musikverlag, mit 48 Büros in 46 Ländern. Mit Hauptsitz in Los Angeles, repräsentiert UMPG genreübergreifende Musik der weltweit wichtigsten Songwriter und Musikkataloge. Zu diesen gehören ABBA, Adele, Jhené Aiko, Alabama Shakes, Alex Da Kid, Axwell & Ingrosso, J Balvin, Bastille, Beach Boys, Beastie Boys, Bee Gees, Irving Berlin, Leonard Bernstein, Jeff Bhasker, Justin Bieber, Bohlen, Broilers, Benny Blanco, Chris Brown, Kane Brown, Mariah Carey, Michael Chabon, Desmond Child, The Clash, Clueso, Coldplay, J. Cole, Elvis Costello, DaBaby, Jason Derulo, Alexandre Desplat, Neil Diamond, Dieter, Disclosure, Dua Lipa, Billie Eilish, Danny Elfman, Eminem, Gloria and Emilio Estefan, Florence + the Machine, Future, Martin Garrix, Selena Gomez, Ariana Grande, Al Green, Halsey, Emile Haynie, Jimi Hendrix, Don Henley, Hit-Boy, Sam Hunt, Imagine Dragons, Carly Rae Jepsen, Tobias Jesso Jr., Billy Joel, Elton John/Bernie Taupin, Joe Jonas, Nick Jonas, Alicia Keys, Lil Baby, Lil Yachty, Linkin Park, Logic, Demi Lovato, the Mamas & the Papas, Steve Mac, Maroon 5, Dave Matthews, Shawn Mendes, Metallica, Metro Boomin, Miguel, Nicki Minaj, Stephan Moccio, Maren Morris, Mumford & Sons, Namika, Jimmy Napes, Randy Newman, New Order, Ne-Yo, Pearl Jam, Post Malone, Rammstein, Quavo, Otis Redding, R.E.M., Red Hot Chili Peppers, Rex Orange County, RIN, Rosalía, Carole Bayer Sager, Gustavo Santaolalla, Sex Pistols, Carly Simon, Paul Simon, Britney Spears, Bruce Springsteen, Stax (East Memphis Music), Harry Styles, Taylor Swift, SZA, Shania Twain, Justin Timberlake, U2, Keith Urban, Troy Verges, Jack White, Zedd und viele mehr.