Freie Schauspiel Ensemble Frankfurt spielt noch vor der Sommerpause wieder

Ich möchte lieber nicht ~ Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt ~ Bartleby (Reinhard Hinzpeter)© Felix Holland

Das Freie Schauspiel Ensemble Frankfurt freut sich, im Juni kurz vor der Sommerpause – zumindest für einige Vorstellungen – wieder öffnen zu können. Die Aufführungen des Freien Schauspiel Ensembles im Titania sind in ihrer Ästhetik sehr vielgestaltig. Aber sie brauchen alle das, was Theater in seinem Wesenskern eigentlich ausmacht, sie brauchen die unmittelbare, kreative Begegnung zwischen Ensemble und Publikum. Dann sind sie Leben in Großaufnahme, sensibel und analytisch, überraschend nah und provozierend wirklich.

Für den Juni wurden Projekte über Menschen ausgewählt, die radikale Entscheidungen treffen: Der Kanzleiangestellte Bartleby in ICH MÖCHTE LIEBER NICHT, der jahrelang in seinem Fleiß und seiner Gewissenhaftigkeit nicht zu übertreffen war, verweigert plötzlich jede Art von Arbeit. Sein Chef ist fassungslos. Sein gesamtes Weltbild gerät ins Wanken: Ist die Verweigerung allen Handelns nicht die eigentliche Utopie des Menschseins? – Die forsche arbeitslose Handlungsreisende Elisabeth in GLAUBE LIEBE HOFFNUNG gibt nicht auf, sie glaubt felsenfest: „Es wird besser, immer besser“, bis sie am Ende dem Buchhalter der Welt gegenübersteht und schlagartig begreift, dass etwas von Grund auf faul ist im System. – Rosa Luxemburg in ICH WERDE SEIN, ein Stück Frankfurter und europäischer Zeitgeschichte, hat schon als Kind Strafe gefordert „für diejenigen, die heute satt sind, die nicht wissen, nicht fühlen, unter welchen Qualen Millionen ihr Brot verdienen.“

Sa, 13. 06.: ICH MÖCHTE LIEBER NICHT
nach Herman Melvilles „Bartleby, der Schreiber“

Sa, 20. 06.: ICH WERDE SEIN
Das Drama Rosa Luxemburg

Sa, 27. 06.: GLAUBE LIEBE HOFFNUNG
nach Ödön von Horváth

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