Francesco Cilèas Oper »Adriana Lecouvreur« feiert am 12. September Premiere am Staatstheater Mainz

Adriana Lecouvreur ~ Staatstheater Mainz~ Michonnet (Michael Dahmen), Maurizio (Vincenzo Costanzo), Adriana Lecouvreur (Nadja Stefanoff) ~ © Andreas Etter

Adriana Lecouvreur lebt für ihre Kunst. Mit Natürlichkeit und intensivem Spiel fesselt die Schauspielerin ihr Publikum Abend für Abend aufs Neue. Neben der Schauspielerei gilt ihre Liebe Maurizio. Für Adriana hat er sein heimliches Verhältnis mit einer verheirateten Fürstin beendet. Rasend vor Eifersucht sinnt diese jedoch auf tödliche Rache…

Einen Blick hinter die Kulissen und in die Gefühlswelt einer großen Diva wirft Francesco Cilèa mit seiner Oper Adriana Lecouvreur, die noch in dieser Spielzeit im Großen Haus zu erleben sein wird. Cilèa galt neben Puccini als möglicher Nachfolger in der Verdi-Tradition. Zugleich scheint seine melodien- und farbenreiche Partitur stellenweise schon die frühe Filmmusik vorwegzunehmen.

Für die szenische Umsetzung kehrt Gianluca Falaschi nach Mainz zurück. Der international gefragte Bühnen- und Kostümbildner gestaltete hier zuletzt die Kostüme für Armide und Perelà und wurde dafür als Kostümbildner des Jahres ausgezeichnet. Bei Adriana Lecouvreur kreiert er nicht nur Bühne und Kostüme, sondern führt erstmals auch Regie.

Die aktuellen Aufführungsregelungen erfordern Flexibilität und kreative Lösungen. Da das Orchester unter Einhaltung der nötigen Abstände nicht in den Orchestergraben passt, integriert Gianluca Falaschi es kurzerhand in seinen Bühnenraum. Im Stil des alten Hollywoods der 1940er Jahre verortet er das Geschehen in der Kunst- und Traumwelt des Theaters und des Films. In einer Welt, in der sich Realität und Illusion, Menschen und Rollen durchdringen und bis zur Unkenntlichkeit Verwischen: Was ist Wirklichkeit, was ist Kunst? Mit Adriana Lßcouvreur erzählt Gianluca Falasehi nicht nur ein tragisches Eifersuchtsdrama, sondern auch von Glanz und Vergänglichkeit der Schauspielkunst.


Adriana Lecouvreur

Oper in vier Akten

Von: Francesco Cilèas
Libretto: Arturo Colautti
Uraufführung: 6. November 1902 (Mailand, Teatro Lirico)

Premiere am Staatstheater Mainz: 12. September 21 (Großes Haus)

Musikalische Leitung: Daniel Montané
Inszenierung, Bühne und Kostüm: Gianluca Falaschi
Licht: Ulrich Schneider
Dramaturgie: Elena Garcia Fernandez

Besetzung:

Adriana Lecouvreur: Nadja Stefanoff
Maurizio: Vincenzo Costanzo
Michonnet: Michael Dahmen
La Principessa di Bouillon: Sanja Anastasia
Il Principe di Bouillon: Stephan Bootz
L’Abate di Chazeuil, Un Maggiordomo: Myung-in Lee
Mad.lla Jouvenot: Dorin Rahardja
Mad.lla Dangeville: Verena Tönjes
Quinault: Brett Carter
Poisson: Steven Ebel/ Johannes Mayer

Chor des Staatstheater Mainz
Statisterie des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz


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