Festspiele Zürich: Coming Soon – Plattform «Festspiele X»

© Festspiele Zürich

Den «Festspielen X» steht ein entscheidender Schritt bevor – die neue Online-Plattform geht in genau sieben Tagen online! Erste Infos gibt es bereits jetzt im Blog (festspiele-zuerich.ch/de/blog/) und bei «Ausgefragt» (auf dem Instgram-Kanal der Festspiele: instagram.com/festspielezuerich/).

Festspiele X: Das ko-kreative «Volksfest der Künste» geht digitale neue Wege

Seit vielen Monaten arbeiten in ganz Zürich Künstler*innen, Communities und Kulturinstitutionen intensiv an den Vorbereitungen für die Festspiele 2020. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise sowie den derzeit nicht abschätzbaren Auswirkungen auf die geplanten Veranstaltungen lanciert das Festival unter dem Titel «Festspiele X» eine digitale Plattform für Kultur-Formate
von Zürich für Zürich.

Die aktuelle, durch das Corona-Virus hervorgerufene Situation ist eine große Herausforderung für alle Menschen. Angesichts der heute geltenden behördlichen Veranstaltungsverbote entscheiden sich zahlreiche Veranstalter weltweit, ihre Festivals und kulturellen Großanlässe bis in den Sommer abzusagen. Die Festspiele wollen gemeinsam mit den 30 beteiligten Zürcher Kulturinstitutionen und den Communities dazu beitragen, dass die Menschen in den kommenden Wochen trotzdem kulturelle Veranstaltungen geniessen können. Die behördlichen Auflagen für das Abhalten von Großveranstaltungen sind derzeit noch nicht absehbar. Deswegen haben die Festspiele entschieden, dem Risiko einer Totalabsage der Festspiele zuvorzukommen, und künstlerische Arbeiten und Inhalte der Festspiele, wie zum Beispiel die Eröffnung mit dem Tonhalle-Orchester Zürich oder das Projekt «Revue 2020 – Zurück ist die Zukunft» von Festspielpreisträgerin Antje Schupp, für den digitalen Raum zu adaptieren. Stiftungsratspräsidentin Ursula Gut-Winterberger meint: «Gerade jetzt brauchen wir Kultur. Das ‹Volksfest der Künste› ermöglicht im virtuellen Raum Gemeinschaftserlebnisse und lädt zur Mitgestaltung ein».

«Festspiele X»

Unter dem Titel «Festspiele X» baut das Team der Festspiele derzeit gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern eine temporäre digitale Plattform auf, die unterhaltsame, informative, aktivierende und inspirierende Kultur-Formate von Zürich für Zürich lanciert. Das «X» bei «Festspiele X» steht dabei für das Experiment und das Unbekannte. Die intensive künstlerische Arbeit, die seit vielen Monaten in zahlreichen Kooperationen, Institutionen, mit Künstler*innen und Kultur-Communities für die Festspiele längst begonnen oder stattgefunden hat, wird so für alle Menschen erlebbar. Falls im Juni dennoch möglich, werden einige Veranstaltungen unverändert oder mit entsprechend angepassten Rahmenbedingungen stattfinden.

«Unsere Partner, die beteiligten Communities und das Team der Festspiele haben sich ohne Zögern in diese neue Herausforderung gestürzt. Wir laden unser Publikum dazu ein, uns zu folgen und Festspiele digital zu erleben. Wir sehen das als Chance und erwarten für uns alle eine steile Lernkurve», so Geschäftsführer Alexander Keil. Kuratorin Karolin Trachte fügt hinzu: «Unser Thema, der ‹Rausch des Jetzt› in den 20er Jahren des 20. und 21. Jahrhunderts könnte nicht besser passen, denn die Auseinandersetzung mit neuen Medien war auch eine zentrale Erfahrung für die Menschen der 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Nun finden wir uns alle – als Zuschauer*innen wie als Veranstalterin Festspiele – unerwartet mit dieser neuen, medialen Wirklichkeit konfrontiert.»

Programm in Entstehung

Vorgesehen sind vier Programmschienen: «Festspiele on demand» ist ein Angebot, Veranstaltungen wie Konzerte oder Theater via Live-Streams zuhause mitzuverfolgen. «Festspiele Open-Air» ermöglicht ein individuelles Erleben der Festspiele im öffentlichen Raum (natürlich unter Einhaltung der erforderlichen Regeln), beispielsweise bei einem Podcast-Spaziergang. «Festspiele Ko-Kreativ» lädt dazu ein, sich mittels Tutorials selbst kreativ zu betätigen, indem unter fachkundiger Anleitung gestaltet, gelernt, selbst ausprobiert werden kann. Alle Formate vereinen digitale und analoge Komponenten, so dass Momente von Unmittelbarkeit und gemeinschaftlichem Erleben möglich sind. «Festspiele analog» schliesslich zeigt die Veranstaltungen, bei denen sich unter gelockerten behördlichen Bedingungen gegebenenfalls wieder Publikum versammeln darf. Der Gesamtspielplan wird derzeit entwickelt und laufend bekannt gegeben. Inwiefern Veranstaltungen weiterhin vor Ort stattfinden, kommunizieren auch die jeweiligen Veranstaltungspartner über ihre Websites oder sonstigen Kanäle.

Über die Festspiele Zürich

Seit 2016 treten die Festspiele Zürich als ein «Volksfest der Künste» auf. Das Programm entsteht in Ko-Kreation mit den etablierten Zürcher Kulturinstitutionen und den hiesigen Kultur-Communities. Den inhaltlichen Rahmen bildet ein mit jeder Ausgabe wechselndes Festivalthema. 2020 steht unter dem Titel «Die 20er Jahre – Rausch des Jetzt» der Brückenschlag zwischen den 1920er und den 2020er Jahren im Fokus.

festspiele-zuerich.ch