Ferdinand Schmalzs »jedermann (stirbt)« ab 31. Januar am Schauspiel Frankfurt

Schauspiel Frankfurt (© Birgit Hupfeld)

Jedermann ist ein selbstherrlicher Banker, die Zeiten sind hart, nüchtern und gottlos. Geld regiert die Welt und ersetzt die Religion. Während sich draußen auf den Straßen Unruhen ankündigen, will Jedermann hinter Zäunen in seinem Garten ein Fest feiern. Einer der Gäste ist der Tod. Als dem Manager schwant, dass sein letztes Stündlein geschlagen hat, bittet er um Aufschub. Doch wie für jedermann gilt auch für ihn: Alle Menschen müssen sterben und jede_r stirbt für sich allein. Sein Geld wird ihm am Ende nichts nützen. Aus Jedermann wird Niemand werden. Und die Frage bleibt: Was kommt danach? NICHTS?

Der junge österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz befreit das zu einer der Ikonen des Theaters gewordene Original von Hugo von Hofmannsthal aus dem engen Moral-Korsett des mittelalterlichen Mysterienspiels. Sein spielerischer Umgang mit Sprache und Versmaß, Schärfung und Ausweitung der Konflikte durch Einbeziehung heutiger gesellschaftlicher Zustände transportiert diese Neufassung in unsere Gegenwart.

Regisseur Jan Bosse eröffnete die Spielzeit 2017/18 mit einem furiosen »Richard III« und geht in der Inszenierung von »jedermann (stirbt)« erneut der Frage nach: Wer oder was regiert unsere Welt?


jedermann (stirbt)

Von: Ferdinand Schmalz (* 1985 in Graz)
Uraufführung: 28. Februar 2018 (Wien, Burgtheater)

Premiere/Deutsche Erstaufführung am Schauspiel Frankfurt: 31. Januar 20 (Schauspielhaus)

Regie: Jan Bosse
Bühne: Stéphane Laimé
Kostüme: Kathrin Plath
Musik: Arno Kraehahn
Dramaturgie: Gabriella Bußacker

Mit: Katharina Bach, Isaak Dentler, Mechthild Großmann, Wolfram Koch, Manja Kuhl, André Meyer, Heiko Raulin, Peter Schröder, Simon Schwan

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