Fassbinders »Die bitteren Tränen der Petra von Kant« ab 11. September 20 am Staatstheater Mainz

Die bitteren Tränen der Petra von Kant ~ Staatstheater Mainz ~ Vorabfoto ~ © Andreas Etter

Die Modeschöpferin Petra von Kant führt ein erfolgreiches und luxuriöses Leben; in ihrem Inneren verbirgt sich jedoch eine große Einsamkeit. Nach der Scheidung von ihrem zweiten Mann sehnt sie sich nach einer bedingungslosen Liebe und glaubt diese in der jungen Karin Thimm gefunden zu haben. Petras Liebe zu Karin ist obsessiv; sie bestimmt all ihre Gedanken. Sie lässt Karin bei sich wohnen, verhilft ihr zu einer aussichtsreichen Modelkarriere– und wird dennoch schon nach kurzer Zeit wieder von ihr verlassen.
Kant, egomanisch und egozentrisch, lässt ihre ganze Enttäuschung und Verbitterung an ihrem Geburtstag an allen Menschen in ihrer Umgebung aus – an ihrer Freundin Sidonie, ihrer Tochter Gabriele, ihrer Mutter Valerie und auch an der ihr treu ergebenen Assistentin Marlene.

Fassbinders Stück, das er 1972 sehr erfolgreich verfilmte, ist „eine Studie in Dekadenz, gegenseitiger Abhängigkeit, Leidenschaft, Raserei und Verzweiflung, in seinem Hang zum Exzess vielleicht das am weitesten vorgetriebene, in der Gestaltung virtuoseste Melodram Fassbinders“
(Ulrich Gregor, Geschichte des Films ab 1960).


Die bitteren Tränen der Petra von Kant

Filmdrame von: Rainer Werner Fassbinder (1971)

Premiere am Staatstheater Mainz: 11. September 20 (Kleines Haus)
Eine Koproduktion mit Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

Inszenierung: Pauline Beaulieu
Bühne: Hella Prokoph
Kostüme: Britta Leonhardt
Musik: Knut Jürgens
Licht: Dieter Wutzke
Dramaturgie: Lucia Kramer

Besetzung:

Petra von Kant: Anna Steffens
Gabriele: Sarah Lamesch
Sidonie: Kristina Gorjanowa
Karin: Leandra Enders
Marlene: Catherine Janke
Valerie: Iris Atzwanger

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