Esther Abrami: Mit Violin-Klassikern für TikTok in den Konzertsaal

Album-Veröffentlichung am 4. Februar 2022

© Sony Classical

Auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum, das am 4. Februar bei Sony Classical erscheint, präsentiert Esther Abrami das weite Klangpanorama einer jungen Generation klassischer Musiker*innen. Bekanntgeworden ist die vom Magazin Forbes als „Best Influential Star“ ausgezeichnete 25-jähre Geigerin als Influencerin bei TikTok und Instagram. Dort erreicht sie mit ihren kreativen Videos Millionen junger Menschen, die so die klassische Musik für sich entdecken. Was Esther Abrami unter dem weitgefassten Begriff „Klassik“ versteht, versammelt sie auf ihrem Debütalbum bei Sony Classical zu einem frischen Blick auf das Genre. Begleitet am Piano oder von großem Orchester stehen einmalige neue Arrangements bekannter klassischer Melodien – von Schwanensee bis zur Paganini-Caprice – neben neuen Stücken u.a. von der jungen Komponistin und Pianistin Annelie, Hollywood-Soundtrack-Star Jacob Shea oder ihrem persönlichen Vorbild, der Oscar-Gewinnerin Rachel Portman.

„Ich liebe die Idee, mit lebenden Komponist*innen zu arbeiten und eine echte Interaktion zu haben, die in der Klassik kaum existiert. Ganz abgesehen davon ist es toll, etwas Anderes, Frisches zu hören,“

erklärt Esther Abrami.

Mit ihrem Album gibt die in Aix-en-Provence geborene und am Royal Birmingham Conservatoire studierende Violinistin einen farbenfrohen Einblick in die Welt einer neuen Generation klassischer Musiker*innen jenseits traditioneller Klischees. Esther Abrami studiert klassische Violine, engagiert sich für Tierschutz und als Feministin, wurde von ihrem Mentor Julian Lloyd Webber zu einer der „30 under 30“ der klassischen Musik gewählt und konzertiert mit Katherine Jenkins und Roberto Alagna. Zugleich ist sie auf Social Media zuhause, schreibt Musik mit dem Elektro-Produzenten Worakls und sucht mit Komponist*innen und Musiker*innen wie Alexis Ffrench, Alban Claudin, Florian Christl, Anna Barry oder Ketan Bhatti nach neuen Klassikklängen.

Zusammen mit diesen unterzieht sie Satie, Tschaikowsky, Chopin, Ravel, Rachmaninoff und selbst Bach und Mozart einer Frischzellenkur, indem sie etwa „Eine kleine Nachtmusik“, das berühmte Violinkonzert in a-Moll, BWV 1041 oder „Schwanensee“ neu arrangiert. „Diese Stücke wurden so oft aufgenommen, dass es irrelevant wäre, sich noch einmal daran zu versuchen, wenn man nichts Neues hinzuzufügen hätte. Das ist es, worum es mir geht – nämlich diese berühmten Melodien zu nehmen und damit etwas zu machen, dass die Leute nicht erwarten.“ Damit geht die Ausnahmemusikerin mutig gegen ungeschriebene Gesetze des Genres vor und versucht neue Hörer zu gewinnen. „Ich weiß nicht, ob ich auf einer Mission bin“, lacht Esther Abrami. „Aber es freut mich, wenn ich die Menschen für etwas begeistern kann, mit dem sie sich bislang nicht beschäftigt haben.“ Eben Klassik als etwas Aufregendes und Cooles. Selbst im 21. Jahrhundert.  Sie fügt hinzu: „Ich wollte ein Album machen, das zeigt, wer ich bin und dass ich gerne unterschiedliche Arten von Musik spiele. Da bin ich sehr offen. Ich möchte, dass alle Leute hier etwas finden, das sie mögen.“

Gemäß dieser Prämisse präsentiert Esther Abrami auch ihre Eigenkomposition: „Sainte Victoire en sol mineur“, eine Kooperation mit dem Produzenten Worakls, „Dieses Stück war ein großer Spaß. Wir haben es zu Beginn der Pandemie erarbeitet, als ich meine Eltern in Südfrankreich besucht habe. Deshalb heißt es ´Saint Victoire´ – weil sie am Fuß des Berges wohnen. Ich würde gerne mehr in dieser Richtung machen.“

Auf ihrem Album verneigt sich Esther Abrami auch vor ihren Idolen, den Komponistinnen Clara Schumann und Amy Beach. Von diesen stammen die einzigen zwei Original-Kompositionen auf dem Album. „Das sind Namen, die nur Leuten vertraut sind, die sich wirklich für klassische Musik interessieren. Das will ich ändern – weil sie es verdienen und nicht alle großen Komponisten Männer waren.“

Oscar-Gewinnerin Rachel Portman hat ebenfalls eine Komposition zum Album beigesteuert, nachdem Esther Abrami die Komponistin auf Social Media angeschrieben hatte: „Rachel war und ist eine Heldin für mich. Als Kind schon habe ich ‚Chocolat‘ geliebt. Ich konnte es kaum fassen, dass sie dieses Werk für mich arrangieren würde,“ erklärt Abrami. „Rachel war tatsächlich die erste Frau, die überhaupt einen Oscar für einen Soundtrack gewonnen hat – und zwar für Chocolat! Für mich und meine Generation erscheint das selbstverständlich, immer schon möglich, aber es war Rachel, die es als erste erreicht hat. Ein größeres Vorbild und eine größere Ehre als von ihr ein Stück arrangiert zu bekommen, gibt es nicht“.

Esther Abrami

Esther Abrami ist eine Pionierin. Die Geigerin nutzt die sozialen Medien, um eine neue, junge Zielgruppe für die klassische Musik zu sensibilisieren. Und das auf unkonventionelle Weise: Sie zeigt offen, wie viel Arbeit und Mühe sie in ihre Kunst investiert, wie viel Disziplin dahintersteckt, aber eben auch, welche Genugtuung damit einhergeht. Ein Ansatz, der ihr 200.000 Follower auf Instagramm, 100.000 auf YouTube und 230.000 auf TikTok beschert. Folgerichtig wurde die heute 25-jährihge bei den Global Awards 2019 als „Social Media Superstar“ und bei den Forbes Success International Awards 2021 als „Best Influential Star“ ausgezeichnet.

Produkt-Nr.:
19439933802 (CD)
19439933801 (Vinyl)

Im Handel ab: 04.02.2022

sonyclassical.de