Erste Konzerttour des Bundesjugendchores

DMR: Gründungskonzert Bundesjugendchor 28.8.2021 ~ Philharmonie Berlin ~ © Peter Adamik

Das dritte und jüngste Ensemble in der Trägerschaft des Deutschen Musikrates, der Bundesjugendchor, gibt unter seiner künstlerischen Leiterin Anne Kohler zwischen dem 15. und 17. Oktober 2021 drei Konzerte in Rheinland-Pfalz, Bayern und Hessen im Rahmen der Konzertreihe VOCAL ART Frankfurt RheinMain und der Fränkischen Musiktage Alzenau. Erst Ende August hat das Ensemble, dessen Mitglieder zwischen 18 und 26 Jahre alt sind, sein Gründungskonzert in der Philharmonie Berlin gegeben.

Für seine ersten Konzerte hat der Chor ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, das herausragende Werke der chorischen Gesangskunst beleuchtet. Zwei doppelchörigen Zyklen von Robert Schumann und Johannes Brahms folgt ein Dialog über die Musikepochen hinweg. Auf Motetten von Orlando di Lasso antworten zeitgenössische Werke unter anderem von Wolfgang Rihm. Als jüngstes Werk wird die Auftragskomposition des Bundesjugendchores, „Innen“ für gemischten Chor, der Komponistin Kathrin A. Denner zur Aufführung kommen.

Anfang des vergangenen Jahres hatte der Deutsche Musikrat nach gründlichen Vorbereitungen den Bundesjugendchor als vokales Pendant zum Bundesjugendorchester und Bundesjazzorchester ins Leben gerufen. Die für 2020 geplanten Konzerte hatte die Pandemie verhindert. Singen hatte sich von einer der schönsten zu einer gefährlichen menschlichen Äußerung gewandelt. So konnte das Gründungskonzert erst Ende August 2021 stattfinden. „Unter Einhaltung eines strikten Hygienekonzepts konnte der Bundesjugendchor dieses Jahr in Vorbereitung auf das Gründungskonzert proben. So konnte der Chor musikalisch und menschlich zusammenwachsen“, sagt die Projektleiterin Caroline Wiese. Junge Stimmkünstlerinnen und Stimmkünstler, die bei verschiedenen Vorsingen ausgewählt werden, erhalten die Möglichkeit, sich auf eine Laufbahn als professionelle Choristinnen und Choristen vorzubereiten. Sie treffen sich projektbezogen in Arbeitsphasen, erarbeiten unterschiedliche Werke der Chorliteratur und stellen sie in Konzerten vor. Die musikalische und konzeptionelle Verantwortung des Bundesjugendchores liegt in den Händen von Anne Kohler, einer engagierten und erfahrenen Chordirigentin und Pädagogin. Sie ist Professorin an der Hochschule für Musik Detmold. Anne Kohler hat ein klares Ziel vor Augen: „In der Verbindung von künstlerischer Qualität und starker Gemeinschaft möchte ich den Chor zu einem kulturellen Botschafter im In- und Ausland machen. Die jungen Stimmen sollen gefördert und gefordert werden, damit ihre musikalischen Aussagen die Menschen berühren. Aktuell ist es besonders wichtig, Musik nicht als Konsumgut, sondern als Lebenselixier zu verstehen.“

Konzerte im Oktober 2021:

Fr. 15.10.21 | 20:00 Uhr
VOCAL ART Frankfurt RheinMain
St. Peter Mainz
Kartenlink: vocalart-frm.de

Sa. 16.10.21 | 20:00 Uhr
46. Fränkische Musiktage Alzenau 2021
Wallfahrtskirche Alzenau-Kälberau
Kartenlink: fraenkische-musiktage.de

So. 17.10.21 | 11:00 Uhr
VOCAL ART Frankfurt RheinMain
Dorfgemeinschaftshaus Limburg-Lindenholzhausen
Kartenlink: harmonie-festival.de

Bundesjugendchor
Anne Kohler Leitung
Robert Schumann | Johannes Brahms | Orlando di Lasso | Wolfgang Rihm | Jonathan Harvey | Hendrik Hofmeyr | Kathrin A. Denner | James MacMillan

Der Bundesjugendchor

Der Deutsche Musikrat (DMR) – Träger des Bundesjugendorchesters und des Bundesjazzorchesters – gründet mit dem Bundesjugendchor sein drittes Ensemble zur Förderung des Spitzennachwuchses. Der Bundesjugendchor steht jungen Sängerinnen und Sängern im Alter von 18 bis 26 Jahren offen, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben oder als deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger im Ausland leben. Repertoireabhängig ist für den Chor eine Richtgröße von rund 50 Sängerinnen und Sängern vorgesehen. Das Ensemble wird mehrmals im Jahr zu Arbeitsphasen mit Proben und Konzerten zusammenkommen. Der Bundesjugendchor setzt sich nach Möglichkeit aus Sängerinnen und Sängern aller Bundesländer zusammen. Der Bundesjugendchor erhält seine Grundfinanzierung aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Den Projekten des Deutschen Musikrates sind Beiräte zugeordnet, die die Projekte mitgestalten und in grundsätzlichen Fragen beraten. Sie werden durch das Präsidium des Gesellschafters für die Dauer von vier Jahren berufen. Die Mitglieder des Beirats Bundesjugendchor für die Berufungsperiode 2018 bis 2022 sind: Prof. Jürgen Budday (Vorsitz), Christiane Büttig, Christian Finke, Prof. Dagmar Gatz, Sonja Greiner, Judith Hilger, Judith Kunz, Tristan Meister, Dr. Jörg Schmidt, Maximilian Stössel, Berit Walther und Prof. Friederike Woebcken.

Deutscher Musikrat

Der Deutsche Musikrat (DMR) engagiert sich für die Interessen von 15 Millionen musizierenden Menschen in Deutschland und ist weltweit der größte nationale Dachverband der Musikkultur. Er repräsentiert rund 100 Organisationen und Dachverbände des professionellen Musiklebens und des Amateurmusizierens sowie die 16 Landesmusikräte.

Der Deutscher Musikrat e.V. in Berlin setzt mit seiner musikpolitischen Arbeit als zivilgesellschaftlicher Akteur Impulse für ein lebendiges Musikleben und ist steter Dialogpartner für den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung.

Die Deutscher Musikrat gGmbH in Bonn organisiert als Trägerin die dreizehn langfristigen Projekte des DMR: Ensembles: Bundesjugendorchester, Bundesjugendchor, Bundesjazzorchester; Wettbewerbe: Jugend musiziert, Jugend jazzt, Deutscher Musikwettbewerb, Deutscher Orchesterwettbewerb, Deutscher Chorwettbewerb; Förderung: Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb, Forum Dirigieren, Podium Gegenwart, PopCamp und Service: Deutsches Musikinformationszentrum (miz). Darüber hinaus verantwortet sie aktuell vier temporäre Förderprogramme um: „Landmusik“ ,„NEUSTART KULTUR – Digitalisierung Musikfachhandel“, „NEUSTART KULTUR – Stipendien Programm Klassik“ und „NEUSTART KULTUR – Freie Musikensembles“.

Der DMR wurde 1953 gegründet und ist die größte Bürgerbewegung im Kulturbereich. Als Mitglied der UNESCO hat er sich in seinem Handeln der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen verpflichtet und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.