Erste Ergebnisse beim 14. Junge Ohren Preis

Vier Nominierungen in der Kategorie PROGRAMM. Zwei Preisträger in den Kategorien CHARAKTER und PRODUKTION.

Orgelentdeckertage ~ © Vision Kirchenmusik

Mit vier Nominierungen präsentiert die Fachjury des 14. Junge Ohren Preis ihr erstes Votum für die Kategorie PROGRAMM. Der Komponist und Interaktionskünstler Bernhard König erhält die Auszeichnung in der Kategorie CHARAKTER. Der Sonderpreis PRODUKTION geht an das Theater an der Wien für die Jugendoper NEUN x LEBEN. Die Preisverleihung findet am 25. März 2020 in Mainz auf dem BTHVN2020 Musikfrachter statt. Mit dem Junge Ohren Preis prämiert das Netzwerk Junge Ohren jährlich herausragende Vermittlungsprogramme und würdigt Persönlichkeiten, die der Musikvermittlung besondere Impulse geben. Damit setzt der Wettbewerb Zeichen für ein lebendiges und modernes Musikleben.

Die Kategorie PROGRAMM steht für richtungweisende und konsistente Vermittlungsprogramme von Musikinstitutionen, die Musikvermittlung als integralen Bestandteil ihrer Arbeit begreifen. Mit ihrem diesjährigen Schwerpunkt „Ländlicher Raum“ erfasst die Kategorie gezielt Vermittlungsprogramme, die sich jenseits urbaner Räume entfalten und dort Infrastruktur für kulturelle Bildung inspirieren und aufbauen. Nominiert sind:
HKB geht an Land (Hochschule der Künste Bern)
kultursegel – Aufwind musische Bildung (kultursegel gGmbH)
Orgelentdeckertage (VISION KIRCHENMUSIK)
Das PhilMobil (Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker)

Preisträger in der Kategorie CHARAKTER ist der Komponist und Interaktionskünstler Bernhard König. Er ist Mitbegründer des Kölner Büros für Konzertpädagogik und steht als Musiker und Dramaturg für zahlreiche innovative Formate. Als Interaktionskünstler entwickelt er seine Projekte und Kompositionen in ergebnisoffenen, dialogischen Prozessen und sorgt für generationsübergreifende Begegnungen von Menschen verschiedener Herkünfte und Gesellschaftsschichten. Für das Projekt „Accompagnato – Die Kunst des Begleitens“ erhielt er 2009 den ersten BKM-Preis Kulturelle Bildung. Mit einem interreligiösen und interdisziplinären Team erforscht er seit 2012 im Rahmen von TRIMUM die Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen einer Musik des jüdisch-christlich-muslimischen Trialogs. „Mit seiner inspirierenden Arbeit steht Bernhard König für eine künstlerische Haltung und Praxis, die sich immer wieder neu in und an Gesellschaft entfaltet“, urteilt die Jury.

Preisträger in der Sonderkategorie PRODUKTION ist das Theater an der Wien mit der Konzeption der Jugendoper NEUN x LEBEN. In Kooperation mit der Beethoven Jubiläums Gesellschaft mbH setzt diese Kategorie ihren Schwerpunkt auf Produktionen, die neue Begegnungen mit Leben und Werk Ludwig van Beethovens ermöglichen. Malte Boecker, künstlerischer Geschäftsführer der Beethoven Jubiläums GmbH begrüßt die Entscheidung der Jury: „Im Jubiläumsjahr 2020 geht es uns um die Relevanz Beethovens und der klassischen Musik für die Gegenwart und Zukunft. Die Auszeichnung der Jugendoper NEUN x LEBEN des Theaters an der Wien in der Sonderkategorie PRODUKTION freut mich vor diesem Hintergrund ganz besonders. Jugendliche zeigen, wie Beethovens Wirken ihre Lebenswelten zu inspirieren vermag – im Hier und Jetzt und mit viel Gestaltungswillen für Morgen.“

Die Jury des 14. JUNGE OHREN PREIS besteht aus Bettina Büttner-Krammer (Wiener Symphoniker), Matthijs Bunschoten (Musikkollegium Winterthur), Patricia Gläfcke (Präsidiumsmitglied Jeunesses Musicales Deutschland), Ute Legner (MEHR MUSIK! Augsburg), Pascal Sticklies (Philharmonie Luxembourg & Orchestre Philharmonique Luxembourg), Ekkehard Vogler (MDR), Prof. Barbara Balba Weber (Hochschule der Künste Bern), Hartmut Welscher (VAN Magazin) und Oliver Wenhold (Deutsche Orchestervereinigung).

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