Erfolgsproduktion »Die lustige Witwe« ab 15. Dezember 18 wieder an der Oper Frankfurt

Die lustige Witwe ~ Oper Frankfurt ~ Hanna Glawari und Ensemble (© Monika Rittershaus)

Die lustige Witwe von Franz Lehár (1870-1948) in der Regie von Claus Guth gehört zu den großen Erfolgen der Spielzeit 2017/18. Presse und Publikum waren gleichermaßen angetan von einer Inszenierung, die sowohl die Operetten-Skeptiker als auch die Fans der leichten Muse überzeugte: Das Publikum wohnt einer Verfilmung der Lustigen Witwe bei, so dass Guth auf der einen Seite hemmungslos im Operetten-Pathos schwelgen, im nächsten Moment aber auch „hinter den Kulissen“ die berührende Geschichte der beiden Hauptdarsteller erzählen kann, die sich in einem ähnlichen Liebesdebakel befinden wie die von ihnen dargestellten Bühnenfiguren.

„Diese Frankfurter Operetten-Inszenierung rangiert weit, weit über dem Dreiviertel-Takt-Durchschnitt hierzulande, obwohl es eine eher melancholiesatte statt lustige Witwe geworden ist. Was bei Claus Guthaber niemand verwundert“, stand nach der Premiere am 13. Mai 2018 auf Manuel Brugs Opernportal www.klassiker.welt.de zu lesen. Und die Kritikerin der Frankfurter Neuen Presse schrieb: „Auf mitreißende Weise mixt Guth hier Sentiment und Bussi-Scheinwelt, Kitsch und die blanke Kälte der Realität zu einem intelligenten, handwerklichglänzend gelösten und doch schmerzlich wehmütigen Operettenabend zusammen.“

Zur Handlung: In der pontevedrinischen Gesandtschaft zu Paris herrscht höchste Aufregung: Es gilt, dasVermögen der attraktiven Witwe Hanna Glawari „im Land“ zuhalten. Daher wird der nicht minder gut aussehende Graf Danilo auf seine äußerst begehrte Landsfrau angesetzt. Doch da es sich bei Hanna um Danilos Jugendliebe handelt, die er einst aus Standesgründen verlassen musste, und er darüber hinaus nicht in Verdacht geraten will, es nur auf Hannas Millionen abgesehen zu haben, sind allerhand amouröse Verwicklungen zu lösen, bis sich die beiden endlich ihre Liebe gestehen können – oder auch nicht?

Die musikalische Leitung dieser ersten Wiederaufnahme der Produktion liegt bei Hartmut Keil, der von 2002 bis 2016 an der Oper Frankfurt engagiert war, zuletzt als Kapellmeister. Seit der Spielzeit 2017/18 hat er die Position des Ersten Kapellmeisters am Theater Bremen inne, wo erkürzlich Strawinskys The Rake’s Progress dirigierte. Zu seinen dortigen Plänen gehören zudem Mozarts Die Entführung aus dem Serail und Bergs Lulu. In der Titelpartie wechselt sich, nachdem die premierenbewährte Marlis Petersen aus gesundheitlichen Gründen abgesagt hat, Kirsten MacKinnon mit Juanita Lascarro ab.
Als Danilo steigt Christoph Pohl von der Dresdner Semperoper neu in die Produktion ein. Diese Partie verkörpert er im Anschluss auch an seinem Stammhaus, doch zuvor führt ihn Rossinis Guillaume Tell ans Theater an der Wien. Im Sommer gastierte er als Graf Francesco Cenci in Berthold Goldschmidts Beatrice Cenci bei den Bregenzer Festspielen. Aus dem Ensemble und dem Opernstudio der Oper Frankfurt sind Florina Ilie (Alternativbesetzung der Valencienne) Matthew Swensen (Camille de Rosillon), Sebastian Geyer (Bogdanowitsch), Angela Vallone (Sylviane) sowie Kelsey Lauritano und Nina Tarandek (im Wechsel als Olga) erstmals in dieser Inszenierung vertreten. Alle weiteren Sängerinnen und Sänger – auch die der Alternativbesetzungen dieser Wiederaufnahme – sowie derSchauspieler Klaus Haderer als Njegus sind mit der Produktion bereitsaus der Premierenserie vertraut.

Die lustige Witwe
Operette in dreiAkten von Franz Lehár

Erste Wiederaufnahme an der OperFrankfurt: 15. Dezember 18

Musikalische Leitung: HartmutKeil
Inszenierung: Claus Guth

Besetzung:

Graf Danilo Danilowitsch: Christoph Pohl
Hanna Glawari: Kirsten MacKinnon / Juanita Lascarro
Baron Mirko Zeta: BarnabyRea
Valencienne: Elizabeth Reiter / Florina Ilie
Camille deRosillon: Matthew Swensen / Martin Mitterrutzner
Vicomte deCascada: Theo Lebow
Raoul de St. Brioche: Michael Porter
Bogdanowitsch: Sebastian Geyer
Sylviane: Angela Vallone
Kromow: Dietrich Volle
Olga: Kelsey Lauritano / NinaTarandek
Pritschitsch: Franz Mayer
Praskowia: MargitNeubauer
Njegus: Klaus Haderer

Weitere Vorstellungen: 20.,29. (18.00 Uhr), 31. Dezember 2018, 1. (18.00 Uhr), 6. (15.30 Uhr;mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 20.(18.00 Uhr) Januar 2019
Falls nicht anders angegeben, beginnendiese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Mit freundlicher Unterstützungder DZ Bank
Preise: € 15 bis 135 (12,5% Vorverkaufsgebühr nurim externen Vorverkauf)

www.oper-frankfurt.de