Erfolgreiche Halbzeitbilanz des 34. Rheingau Musik Festivals

Neue Formate und Spielorte sorgen für hohe Auslastungszahlen

Rheingau Musik Festival ~ Schloss Vollrads (© Woody T. Herner Woodworks)

Das Rheingau Musik Festival startet in die zweite Hälfte der Saison. Bis zum 26.September stehen noch 82 hochkarätige Konzerte und Veranstaltungen auf dem Programm; 210 Konzerte bietet das RMF in diesem Jahr. Dazu kommen noch elf Veranstaltungen im Rahmen des Rheingau Literatur Festivals „WeinLese“ zwischen dem 16. bis 25. September 2021. Aufgrund von Terminverlegungen werden 6 Veranstaltungen der Reihe „Fahrende Musiker in Weingütern“ vom 25. bis 26.9. nachgeholt.

Sehr viele Festivalbesucher nutzen nach dem langen Kultur-Lockdown die Möglichkeit, Tickets für Veranstaltungen zu buchen. Von den rund 120.000 zum Verkauf angebotenen Karten sind noch etwa 10.000 Karten erhältlich.

Im Vergleich zu dem Referenzjahr 2019 wurden 2021 für den gleichen Zeitraum 2.500 Karten mehr verkauft. Die Gesamtauslastung liegt derzeit bei 83% (Stand 04.08.2021). Der neu erbaute Fürst von Metternich-Kubus auf Schloss Johannisberg erzielt beim Publikum hohe Aufmerksamkeit (Auslastung 85%). Mit Kammermusikprogrammen in unterschiedlichen Besetzungen und Konzertreihen zur Nachwuchsförderung zählt er zu den beliebtesten Spielstätten des Festivals. Es wurden während des laufenden Festivals im Vergleich zu 2019 mehr Karten für den Konzert-Kubus verkauft als für den ganzen Sommer im Fürst von Metternich Saal. Ebenso waren die Strandkorb Open-Air-Konzerte in der BRITA-Arena sehr gut besucht (Auslastung von 90%). Das Wiesbadener Kurhaus liegt zur Halbzeit bei 80% und das Kloster Eberbach bei 87% Auslastung.

Michael Herrmann blickt in Anbetracht der schwierigen Situation des vergangenen Jahres sehr zufrieden auf die vergangenen Festivalwochen zurück: „Wir haben die aktuelle Situation sehr ernst genommen und auf Basis der Hygienevorschriften ein Festival geplant, das sich ein Stück weit neu erfunden hat. Dabei konnten wir unser Qualitätsversprechen zu jeder Zeit einlösen. Für alle Beteiligten – Künstler, Zuschauer und Mitarbeiter – waren die vergangenen Wochen eine herausfordernde Zeit; uns eint weiterhin die Mission, alles Erdenkliche zu tun, um kulturelle Vielfalt aufrecht zu erhalten und Konzerte zu ermöglichen. Im Zuge dessen liegt uns die Gesundheit und das Wohlergehen aller besonders am Herzen. Wir erleben ein begeistertes Publikum mit bewegenden Konzertmomenten.“

Marsilius Graf von Ingelheim betont: „Wir sind der aktuellen Situation mit großer Kreativität begegnet, um unseren Gästen sicher und hygienegerecht hochkarätige Konzertmomente zu bieten. Wir konnten durch neue Formate die Strahlkraft des Festivals ausweiten, gleichzeitig Vorfreude schüren, aber auch Neugier wecken. So haben wir mit den Strandkorb-Konzerten in der BRITA-Arena etwa 9.000 Konzertbesucher erreicht und haben es geschafft, neben den traditionellen Spielorten neue Musik- und Begegnungsräume zu etablieren. Als Publikumsmagnet zeichnet sich der Fürst von Metternich-Kubus auf Schloss Johannisberg aus, der als mobiler Konzertsaal ein wichtiges Signal für die gesamte Kulturbranche darstellt und überregional Faszination entfacht. Mit der Telekom als Digitalpartner an unserer Seite kann auch in diesem Jahr ein breites Publikum den Festivalsommer von zuhause live miterleben. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten und Mitwirkenden für die erfolgreiche Umsetzung der Konzerte.“

Konzertausblick zur 2. Festival-Hälfte

Unter dem Titel „Russische Nacht II“ spielen Pablo Ferrández (Violoncello) und das Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn Werke von Pjotr Tschaikowski im Kreuzgang von Kloster Eberbach (6.8.).
Anna Depenbusch widmet sich in ihrem neuen Programm „Echtzeit“ der Entschleunigung und dem Abstandnehmen von dem Druck, den die Digitalisierung aufbaut (14.8. / Hochheim, Hummelpark).
In der Nachwuchsförderreihe „Next Generation“ kann man die junge Pianistin Isata Kanneh-Mason erleben (15.8. / Schloss Johannisberg).
Unter der Leitung von Roland Wilson präsentieren La Capella Ducale und Musica Fiata Werke von Monteverdi und Zeitgenossen (15.8. / Kloster Eberbach).
Mit „GO“ begibt sich Nils Wülker auf eine energische Exkursion in die elegante Elektronik (15.8. / Hochheim, Hummelpark).
Das Belcea Quartett bringt in diesem Sommer Schuberts bekanntestes Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ mit auf die Bühne des neuen Fürst von Metternich Konzert-Kubus (19.8. / Schloss Johannisberg).
Um seine klanglichen Vorstellungen perfekt in Szene zu setzen, hat Albrecht Mayer sich vor mehr als zehn Jahren mit dem „Ensemble New Seasons“ ein eigenes Ensemble geschaffen. Sie spielen gemeinsam am 20.8. in Kloster Eberbach.
Wenn Sol Gabetta zum wiederholten Mal zum Rheingau Musik Festival kommt, sind mit dem Gstaad Festival Orchestra und Pablo Heras-Casado enge Vertraute auf der Bühne des Wiesbadener Kurhauses an ihrer Seite (20.8. / Kurhaus Wiesbaden).
Es braucht keinen gewaltigen Orchesterapparat, um Bruckners gigantische Sinfonie Nr. 8 in all ihrer romantischen Farbigkeit auf die Bühne zu bringen. Dem Ensemble Mini reichen dazu genau 14 Instrumentalisten samt Dirigent Joolz Gale (28.8. / Kloster Eberbach).
Zwei Open Air-Konzerte im Kurpark sind in diesem Festivalsommer zu erleben: Das Landes Jugend Jazz Orchester Hessen unter der Leitung von Wolfgang Diefenbach zelebriert den 75. Geburtstag Hessens zusammen mit den New York Voices und mit Max Mutzke (28. & 29.8. / Kurpark Wiesbaden).
Inzwischen hat sich das Moka Efti Orchestra, die Original-Big-Band aus „Babylon Berlin“, im echten Leben einen Namen gemacht und lädt ein, ins originale „Babylon Berlin“-Gefühl einzutauchen (29.8. / Kurhaus Wiesbaden).
Stargeiger Daniel Hope beherrscht alle Farben und (Zwischen-)Töne, die die Belle Époque zu bieten hat, und greift mit Simon Crawford-Phillips in die prallgefüllte Schatzkiste einer faszinierenden Zeit (1.9. / Kurhaus Wiesbaden).
Jonathan Fournel, 1. Gewinner des „Concours Reine Elisabeth 2021“, feiert im Fürst von Metternich-Kubus sein Debüt beim Rheingau Musik Festival (1.9. / Schloss Johannisberg).
Andrè Schuen und Daniel Heide haben Schuberts Liedzyklus „Die schöne Müllerin“ für ein Konzert beim Rheingau Musik Festival vorgesehen (2.9. / Schloss Johannisberg).
Kathia Buniatishvili war als Artist in Residenz in diesem Festivalsommer gleich in mehreren Konzerten zu erleben. Ein Rezital beschließt nun ihre Konzertserie (3.9. / Kurhaus Wiesbaden).
Johnny Logan – diesen Namen verbindet man vor allem mit dem Eurovision Song Contest. In diesen Sommer kann man ihn im Klosterhof von Kloster Eberbach erleben (3.9. / Kloster Eberbach).

Außerhalb der Festivalsaison:

Mit exklusiven Konzerterlebnissen starten die Meisterkonzerte Wiesbaden am 2.11.2021 ihre neue Saison im Kurhaus Wiesbaden. In acht Abo- und zwei Sonderkonzerten sind wieder hochkarätige Künstlerinnen und Künstler sowie Orchester von Weltrang zu Gast.
meisterkonzerte-wiesbaden.de

Kartenbestellungen und Programminformationen: rheingau-musik-festival.de oder Kartentelefon: 06723 / 60 21 70