Elbphilharmonie: Ticketvorverkauf für Nils Frahm »Reflektor« startet

Nils Frahm (© Mischa Kreiskott)

Karten ab Dienstag, 12. Februar, 11 Uhr, für Veranstaltungen in der Elbphilharmonie, der Astor Film Lounge und auf der MS Stubnitz

Hamburg, 11. Februar 2019: Der derzeit weltweit wohl erfolgreichste Musiker mit Hamburger Wurzeln heißt Nils Frahm. Nachdem der in Bergedorf aufgewachsene Keyboarder, Komponist und Produzent bereits in der Saison 2017/18 solo im großen Saal der Elbphilharmonie zu erleben war, gestaltet er nun im Rahmen der Reihe »Elbphilharmonie Reflektor« drei Tage lang ein Programm nach eigenem Gusto in Hamburgs spektakulärem Konzerthaus an der Elbe. Weitere Spielorte neben der Elbphilharmonie sind das Auswanderermuseum Ballinstadt, die Astor Film Lounge HafenCity sowie das Schiff MS Stubnitz, das für die Dauer des »Reflektors« in unmittelbarer Nähe der Elbphilharmonie liegen wird. Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen beginnt online und an den drei Vorverkaufsstellen der HamburgMusik gGmbH (Adressen s.u.) am Dienstag, den 12. Februar, 11 Uhr. Das Programm ist seit heute 17 Uhr auf der Webseite www.elbphilharmonie.de freigeschaltet.


In den drei »Reflektor«-Tagen entsteht ein überaus facettenreiches Porträt des Künstlers Nils Frahm. Er spielt solo, holt angesagte, befreundete Musiker zu Doppelkonzerten auf die Bühne des Kleinen Saals, hat ausgewählte Gastensembles eingeladen, zeigt wiederholt die drei Filme »Ellis«, »Victoria« und »Manifesto«, für deren Musik er (mit-)verantwortlich war, und lädt an zwei Abenden zu After-Show-Parties auf die MS Stubnitz, die für die Dauer des Frahm-»Reflektors« in unmittelbarer Nähe des Konzerthauses anlegt. Eine Ausstellung mit Fotos seines Vaters Klaus Frahm komplettiert das Programm.

Den Reigen der vier Konzerte im Großen Saal eröffnet Nils Frahm selbst mit einer Solo-Performance seines hochgelobten Albums »All Melody« (8.6., 20 Uhr). Da spielt er (mindestens) auf präpariertem Klavier, Flügel, Fender Rhodes, Harmonium und Vintage-Keyboards. Am Sonntagnachmittag lädt Arthur Jeffes, Frahms Label-Kollege von Erased Tapes, mit Musikerfreunden ins Penguin Cafe – das Nachfolge-Projekt jenes legendären Penguin Cafe Orchestra, das sein Vater Simon Jeffes in den frühen 70er-Jahren an der Schnittstelle zwischen Art Rock und Klassik begründet hatte (16 Uhr). Abends dann steht An Evening with Devendra Banhart and Guests auf dem Programm, ein Ensemble um den mit reichlich Charisma gesegneten amerikanisch-venezolanischen Singer/Songwriter Devendra Banhart (20 Uhr). Mit Erlend Øye bringt Frahm schließlich eine Hälfte des norwegischen Duos Kings of Convenience zurück in die Elbphilharmonie; als Partner stehen Øye drei Gitarristen unter dem Bandnamen La Comitiva zur Seite (10.6., 20 Uhr).

Im Kleinen Saal gibt es am »Reflektor«-Eröffnungstag ein Doppelkonzert unter starker finnischer Beteiligung. Zuerst spielen die Brüder Samu und Ville Kuuka, besser bekannt unter dem Namen The Gentleman Losers, anschließend trifft der Hamburger Gitarrist Martin Heyne auf den finnischen Schlagzeuger Tatu Rönkkö, der wiederholt auf Alben von Nils Frahm mitgespielt hat (8.6., 17 Uhr).

Tags darauf tritt mit Schneider Kacirek ein langjähriges, überaus eingespieltes Produzentenduo feinster Klänge zwischen Elektronik, Percussion und Field Recordings auf. Im zweiten Teil gastiert das britische Trio Szun Waves mit Luke Abbott (Elektronik), Laurence Pike (Schlagzeug) und Jack Wyllie, der sich als Saxofonist des Portico Quartet einen Namen gemacht hat (9.6., 17 Uhr). Am letzten Tag folgt auf ein Solokonzert des Bass-Gitarristen Björn Meyer eine Begegnung zwischen der Sitar-Virtuosin Anoushka Shankar, die bereits in der Eröffnungssaison der Elbphilharmonie mit ihrer Band im Großen Saal zu erleben war, und dem britischen Electronica-Produzenten Gold Panda (10.6., 17 Uhr).

»Ellis« ist der Titel eines 14-minütigen Kurzfilms, der 2015 mit Robert de Niro als einzigem Darsteller entstand und zu dem Nils Frahm mit dem französischen Performer Woodkid die Musik beisteuerte. Schauplatz des Films ist Ellis Island, die Insel vor Manhattan, auf der die US-Einwanderungsbehörden zwischen 1892 und 1954 etwa 12 Millionen Immigranten registrierten. Das Auswanderermuseum Ballinstadt zeigt den Film an allen drei »Reflektor«-Tagen bei freiem Eintritt von 10 bis 18 Uhr zur vollen und zur halben Stunde (Anmeldung erforderlich, Einzelheiten dazu bald auf der Website www.elbphilharmonie.de).

Die Astor Film Lounge HafenCity zeigt zwei Mal »Victoria« (2015), den grandiosen, 140 Minuten dauernden Spielfilm aus Berlin von Sebastian Schipper, der mit einer einzigen Kamera in einer einzigen Nacht ohne jeden Schnitt entstand. Nils Frahm war neben DJ Koze und Deichkind der Hauptlieferant der Filmmusik (8.6., 17 Uhr, 10.6. 11 Uhr). Und ebenfalls im Astor gibt es zwei Aufführungen von »Manifesto«, Julian Rosefeldts Meta-Film über (Film-)Kunst, in dem Cate Blanchett in einer Vielzahl von Rollen brilliert. Maßgeblicher Musik-Lieferant auch hier: Nils Frahm (9.6. 17 Uhr, 10.6. 11 Uhr).

Die After-Show-Parties steigen am Sonnabend und Sonntag jeweils ab 23 Uhr im Bauch der MS Stubnitz. Wer auflegt, wer aufspielt, erfährt man erst an Bord.

Eine Ausstellung mit Bildern von Klaus Frahm, Fotograf und Künstler, die von der Bühne aus in leere Zuschauerräume aufgenommen wurden, ist an allen drei Tagen in den Kaistudios der Elbphilharmonie zu sehen.


Vorverkaufsstellen der Elbphilharmonie

Konzertkasse Elbphilharmonie
im Erdgeschoss der Elbphilharmonie
Platz der Deutschen Einheit 1
20457 Hamburg
täglich 11–20 Uhr

Konzertkasse im Brahms Kontor
gegenüber der Laeiszhalle, im Erdgeschoss, Eingang links
Johannes-Brahms-Platz 1
20355 Hamburg
Mo-Fr 11-18 Uhr
Sa 11-16 Uhr

Elbphilharmonie Kulturcafé
am Mönckebergbrunnen
Barkhof 3
20095 Hamburg
Mo-Fr 11-18 Uhr
Sa 11-16 Uhr