Ein Zeichen für den Frieden: Herausragende Konzerte zum Jahreswechsel

Zum festlichen Jahresausklang in der Semperoper dirigiert Christian Thielemann Beethovens "Neunte". © ZDF / Matthias Creutziger

Beethovens „Neunte“ aus der Semperoper und das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker

Christian Thielemann dirigiert die Sächsische Staatskapelle Dresden zum Jahresausklang. Das ZDF zeigt das „Festkonzert aus der Semperoper“ am Donnerstag, 29. Dezember 2022, um 22.15 Uhr. Auf dem Programm steht an diesem Abend Beethovens „Neunte“, die in der Klassikwelt Maßstäbe setzt und Humanitäts- und Freiheitsideale verbindet. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Situation setzt das Festkonzert ein Zeichen für Frieden und Freiheit und ist zugleich ein hoffnungsvoller Blick ins neue Jahr.

Christian Thielemann hat schon vor einigen Jahren begonnen, sich intensiv mit dem Zyklus der Beethoven-Sinfonien auseinanderzusetzen. „Sein starkes ‚Ich'“, so schreibt er über den Musikgiganten in seinem Buch „Meine Reise zu Beethoven“, „macht, dass wir uns in seiner Musik wiedererkennen, in welcher historischen oder politischen Situation auch immer.“ Eigensinnig und kühn ist die „Neunte“ – und zudem die erste Sinfonie, die das Wagnis eingeht, Sprache mit Musik zu verbinden.

Die Gesangssolisten an diesem Abend sind Hanna-Elisabeth Müller (Sopran), Christa Mayer (Alt), Klaus Florian Vogt (Tenor) und Georg Zeppenfeld (Bass). Der Sächsische Staatsopernchor Dresden komplettiert die hochkarätige Besetzung.


Das „Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker“ ist das musikalische Highlight zum Jahresauftakt. Das ZDF überträgt das Konzert live am Sonntag, 1. Januar 2023, um 11.15 Uhr aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Am Dirigentenpult steht der Österreicher Franz Welser-Möst. Das Orchester, das sich als musikalischer Botschafter Österreichs versteht, möchte allen Menschen einen Gruß im Geiste von Hoffnung, Freundschaft und Frieden übermitteln.  

Die Wiener Philharmoniker präsentieren zum Jahreswechsel ein besinnliches und zugleich heiteres Programm aus dem reichen Repertoire der Strauss-Dynastie und deren Zeitgenossen. Zahlreiche Stücke erklingen beim Neujahrskonzert zum ersten Mal, darunter die Ouvertüre des österreichischen Komponisten Franz von Suppè zu seiner Oper „Isabella“, die eine wunderschöne spanische Atmosphäre zaubert, sowie der Walzer „Perlen der Liebe“, den Josef Strauss als Hochzeitsgeschenk für seine Frau komponiert hat. Die Polka „Frisch heran“ von Johann Strauss ist schon in ihrem Entstehungsjahr 1880 im Wiener Musikverein aufgeführt worden. 

Das traditionelle Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist das größte klassische Musikereignis der Welt. Es wird in mehr als 90 Länder übertragen (u. a. vom ZDF) und von mehr als 50 Millionen Menschen weltweit mitverfolgt.

Im Januar 2023 wird es auch auf Audio und Video bei Sony Classical veröffentlicht (Details).