Eduard von Keyserlings »Am Südhang« ab 21. Februar am Schauspiel Frankfurt

Schauspiel Frankfurt: Außenansicht der Kammerspiele (© Alexander Paul Englert)

Feine Leute. Ein Landsitz im Spätsommer. Keine Eintrübung in Sicht. Und doch… Der blinde Autor Eduard von Keyserling seziert in seiner Erzählung von 1911 hellsichtig eine Gesellschaft der Dekadenz. Ähnlich dem überreifen Obst, das er bildreich beschreibt, ist diese faul und weich – ohne Kern und Substanz. Um der gähnenden Leere des eigenen Lebens zu entgehen, beschäftigt man sich mit dem Garten, der Jagd, der Liebe. Seltsam hohl bleibt diese Liebe aber, noch nicht einmal ein drohendes Duell kann die Figuren länger als für eine Nacht interessant machen. Der nahende Untergang dieser Welt ist allgegenwärtig in diesem mit feiner Ironie beschriebenen Mikrokosmos, der sich vergeblich von der Außenwelt abzuschotten sucht. Barbara Bürk – Expertin für leichtfüßige Adaptionen literarischer Texte – bringt Keyserlings atmosphärisch dichte Erzählung als musikalisches Schauspiel auf die Bühne.


Am Südhang

Erzählung

Von: Eduard von Keyserling (1855-1918)
Erstveröffentlichung: 1916

Für die Bühne bearbeitet von: Barbara Bürk

Premiere/Uraufführung am Schauspiel Frankfurt: 21. Februar 20 (Kammerspiele)

Regie: Barbara Bürk
Ausstattung: Anke Grot
Musik: Markus Reschtnefki
Dramaturgie: Ursula Thinnes

Besetzung:

Daniela von Bardow / Wirtin der Waldschänke: Melanie Straub
Karl Erdmann von West-Wallbaum: Fridolin Sandmeyer
Vater / Ottomar von der Lynck, Legationsrat: Michael Schütz
Mutter / Oda: Christina Geiße
Aristides Dorn / Dr. Ulich: Wolfgang Vogler
Botho: Eike Hackmann
Heida / Margusch, Wirtstochter / Lina, Hausmädchen: Julia Pitsch
Leo / Fräulein Undamm, Gouvernante / Wirt der Waldschänke: Markus Reschtnefki

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