Drei Preise beim diesjährigen Kammermusikpreis der Polytechnischen Gesellschaft

12 Kammermusikensembles verschiedenster Besetzungen mit insgesamt 34 Teilnehmern stellten sich dem musikalischen Wettstreit 20/21 um insgesamt 10.000 Euro Preisgeld

Klavierquartett Malbec (© Sihoon Kim)

Zum insgesamt dreiundzwanzigsten Mal fand am vergangenen Samstag in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) der jährliche Kammermusikwettbewerb der Polytechnischen Gesellschaft e.V. statt.

Das „Malbec Klavierquartett“ mit Anna Stepanova (Klavier), Carolin Grün (Violine), Maria del Mar Mendivil (Viola) und Dominik Manz (Violoncello) erspielte sich den Hauptpreis in Höhe von 5.000 Euro und ein Preisträgerkonzert am 21. April 2021 im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse. Das Ensemble beeindruckte die Jury mit seinem anspruchsvollen Programm: jeweils einen Satz aus dem Klavierquartett c-moll, op.13 von Richard Strauss und dem Klavierquartett Es-Dur, op. 16 von Ludwig van Beethoven.

Der 2. Preis wurde geteilt und in Höhe von je 1.000 Euro pro Person an das Trio Delyria mit David Strongin (Violine), Uriah Tutter (Violoncello) und Elisha Kravitz (Klavier) sowie an das Duo Aavik_Žukova mit Carolina Žukova (Klavier) und Hans-Christian Aavik (Violine) vergeben. Die beiden Ensembles werden im Preisträgerkonzert am 18. In Friedrichsdorf und am 19. Mai in Frankfurt zu hören sein.

Alle drei Ensembles werden derzeit in der Klasse von Prof. Angelika Merkle betreut.

Der Wettbewerb fand live unter Ausschluss des Publikums vor einer hochkarätig besetzten Jury statt.

„Insgesamt war es wieder ein Wettbewerb auf durchweg hohem Gesamtniveau. Die Darbietungen waren vielseitig und kreativ gestaltet und deren Qualität exzellent. Die Jury musste lange und intensiv tagen, um ein ausgewogenes Ergebnis zu finden; denn die Schwierigkeit lag auch darin, die Beiträge aus der historischen Interpretationspraxis, die verschiedener Duobesetzungen, Streichquartette, Klaviertrios und einem Klavierquartett angemessen miteinander zu vergleichen. Das Konzept des Wettbewerbs sieht ausdrücklich vor, dass sich Ensembles aus allen Hochschulbereichen vorstellen können, zumal die Idee der Kammermusik in der Breite gefördert werden soll. In Zeiten des Lockdowns war es ein sehr beglückendes und anregendes Ereignis für alle Beteiligten“, resümiert Jurymitglied Prof. Tim Vogler.

Der 24. Wettbewerb um den Kammermusikpreis wird voraussichtlich noch im Herbst dieses Jahres stattfinden.

Beim diesjährigen Wettbewerb setzte sich die Jury zusammen aus Dr. Christa Ratjen als Vorsitzende und Vertreterin der Polytechnischen Gesellschaft, Prof. Erik Schumann (Violine) , Prof. Angelika Merkle (Klavierkammermusik) , Prof. Jan Ickert (Violoncello ), Prof. Hansjacob Staemmler (Klavierkammermusik) , Prof. Tim Vogler (Streicherkammermusik) und Prof. Heime Müller (Violine) als externes Jurymitglied.

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