Digitales Tanzfest „Future Moves: Digi- Dance!“ brachte in Baden-Baden großen Spass auch beim Zuschauen

Finale zum Nachschauen noch einen Monat auf festspielhaus.de

Digital Dance ~ Die Tanzpädagoginnen der Iwanson International Tanschule Gabriele Würf (brünett) und Antonia Čop (blond), während eines digaelen Tanzworkshops am 16. Mai. 2021 im Festspielhaus Baden-Baden (© Andrea Kremper)

Auch für die jungen Fans bot das HAUSFESTSPIEL des Festspielhauses Baden-Baden Programm: Neben den klassischen Konzerten fand am vergangenen Wochenende das virtuelle Tanzfest „Future Moves: Digi-Dance!“ statt.

Das erste digitale Tanzfest für Kinder und Jugendliche ging am 15. und 16. Mai 2021 nicht nur im Festspielhaus über die Bühne, sondern auch in den heimischen vier Wänden. Dank Videokonferenzsoftware wurden die 64 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Future Moves: Digi-Dance!“ zu Hause vor dem eigenen Bildschirm aktiv. Aufgeteilt in vier Gruppen, wurden sie in den zweitägigen Workshops von Gabriele Würf und Antonia Čop von der Iwanson International School for Contemporary Dance angeleitet und für eine Live-Stream-Performance fit gemacht, die am Sonntag als Finale auf der Website des Festspielhauses gestreamt wurde und auf der Website des Festspielhauses noch einen Monat angesehen werden kann.

In den digitalen Workshops fanden pro Tag zwei bis drei Stunden Tanztraining in den eigenen vier Wänden statt. Hierfür wurden nicht nur Kinderzimmer präpariert, sondern auch Wohnzimmer ganz dem Nachwuchs überlassen.
Schließlich waren vier m2 freier Platz ohne Stolpermöglichkeiten Voraussetzung für ein sicheres Tanzvergnügen. Ihre Verbundenheit mit dem Festspielhaus brachten einige der Tänzerinnen dadurch zum Ausdruck, dass sie das T-Shirt mit Festspielhauslogo, welches sie beim letzten Tanzfest bekommen hatten, anzogen.

Am Sonntag stand dann das große Finale an – und wurde gleich interaktiv: Wenn die Kinder bereits wie wild umher tanzen, warum dann nicht auch die Zuschauer? Los ging die Abschlusspräsentation mit einem Warm-Up, bei dem alle Zuschauer aufgerufen waren, mitzumachen.

Ihre Auftritte bestritten die Nachwuchstänzer dann komplett ohne doppelten Boden, denn vorne rein war klar, dass es keine Hilfestellung der Dozentinnen geben würde. Um Abwechslung für die jungen Tänzerinnen und Tänzer sowie für die Zuschauenden zu schaffen, wurde nicht nur getanzt, sondern auch ab und an die Kameras ausgemacht, um andere Teilnehmer in den Fokus zu rücken.

Zusätzlich wurde mit durchsichtigen und farbigen Folien gearbeitet, um dem Kamerabild eine andere Farbe oder einen Effekt zu verleihen. Um zum Stück „diving deep“ richtig abzutauchen, erzielten die Teilnehmenden tolle Effekte mit gefüllten Wasserflaschen. Auch Pflanzen wurden in die Choreographien der Kinder und Jugendlichen eingebaut. Liegt es doch auch nahe, sich auf Musik namens „jungle parcours“ durch einen Urwald aus Blumen und Küchenkräutern zu bewegen. Für die Stücke „High Five“ und „Die Straße“ wurde der Hintergrund durch Klarsichtfolie neutralisiert. In letzterem wurde dann die Folie über der Linse extra nicht glatt gezogen, wodurch die Hektik und Entfremdung des Alltags im Stück hervorgehoben wurde.

Die einzelnen Musikstücke wurden exklusiv für dieses Event von René Harderer und Jan Paul Werge komponiert und das gesamte Projekt wird großzügig unterstützt von Alice Thormählen, die das Kinder- und Jugendprogramm des Festspielhauses Baden-Baden schon seit vielen Jahren fördert.

Stellvertretend für die vielen begeisterten Zuseher der Kommentar einer Großmutter: „Ich – die Oma – möchte Ihnen und Antonia und Gabi auf diesem Weg noch eine großes Kompliment aussprechen. Sie haben das alle so wunderbar, motivierend und aufbauend organisiert, dass ich am liebsten selber mitgemacht hätte. Vielen, vielen Dank für das schöne Erlebnis, das Sie uns allen ermöglicht haben!“

Wer es verpasst hat, neugierig geworden ist oder es noch einmal schauen möchte: Das große Tanzfinale ist noch einen Monat auf festspielhaus.de abrufbar.