Die Themen von „ttt – titel thesen temperamente“ am Sonntag, (31. Januar)

ttt - titel thesen temperamente, sonntags im Ersten. Max Moor gibt Informationen über aktuelle Ereignisse und wichtige Trends im deutschen und internationalen Kulturleben. ttt stellt Künstler aller Genres in den Mittelpunkt der Betrachtung, macht Kunst optisch erfahrbar, zeigt Zusammenhänge auf und stellt den Wettstreit der Meinungen in der Kulturszene dar. © ARD/Herby Sachs

„ttt – titel thesen temperamente“ (hr) kommt am Sonntag, 31. Januar 2021, um 23:05 Uhr im Ersten.
Die geplanten Themen:

What the Fuck?! Wie die britische Band Sleaford Mods eine taumelnde Gesellschaft enttarnt

„Das britische Empire ist komplett am Ende. Und England steht in der Ecke wie ein Vollidiot, der sich schämen sollte“, das sagt Jason Williamson. Er ist Poet und Sänger des Elektro-Punk-Duos Sleaford Mods. Die Sleaford Mods sind das „schlechte Gewissen der britischen Gesellschaft“, alles, was nicht funktioniert, bringen sie zur Sprache – aber bitte tanzbar! Dass so eine Band im Jahr 2021 mit Corona und dem Brexit jede Menge sagen muss, zeigt sie auf ihrem neuen Album „Spare Ribs“.
„ttt“ hat die Sleaford Mods in ihrer Heimatstadt Nottingham besucht und sich von ihnen den Zustand des noch vereinten Königreiches aus der Innensicht wortgewaltig beschreiben lassen.

Außerdem bei „ttt“:

Besserstädter und Bauernlümmel – Vom großen Missverständnis zwischen Stadt und Land:

Ländliche Regionen gelten oft als strukturschwach, abgehängt, hinterwäldlerisch. Das Land wird in Deutschland zunehmend als Pendlerschlafstätte, als Naherholungsdomizil verstanden, aber nicht unbedingt als schützenswerter Lebensraum, mit Landwirtschaft, die es zu erhalten gilt. „ttt“ trifft die Journalistin Uta Ruge, die in ihrem gefeierten Sachbuch „Bauern, Land“ den Entwicklungen in ihrem Heimatdorf nachgeht, und unterhält sich mit dem Kulturgeografen Werner Bätzing, der mit „Das Landleben“ ein Standardwerk verfasst hat, das klar macht, warum es in unser aller Sinne ist, das Landleben zu schützen.

Bunter Stich mit Tiefe – Wie der Meistertätowierer Henk Schiffmacher die Geschichte des Körperschmucks erzählt:

Kurt Cobain pilgerte zu ihm, genau wie Lady Gaga, Lemmy von Motörhead, die Red Hot Chili Peppers und viele mehr: Der Tätowierer Henk Schiffmacher ist ein Meister seines Faches, der sogar den niederländischen Verdienstorden verliehen bekam. Er trug maßgeblich dazu bei, dass Tattoos in den 90ern plötzlich nicht länger nur etwas für Knastbrüder und Rockstars waren, sondern für: jedermann. „ttt“ hat Henk Schiffmacher in seinem „Atelier“ in Amsterdam besucht und durfte miterleben, wie „Hanky Panky“, so sein Künstlername, seiner Tochter zu ihrem Geburtstag eine neue Tätowierung stach.

Alles umsonst? – Was nach zehn Jahren vom Arabischen Frühling bleibt:

Die Selbsttötung des 26 Jahre alten Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi in Tunesien hat die arabische Welt verändert. Was nach seinem Tod folgte, waren Aufstände, Proteste und Rebellionen, die eine ganze Generation zum Jahreswechsel 2010/2011 gegen die autokratischen Systeme der Region auf die Straße brachten. Zum 10. Jahrestag fragt „ttt“: Was bleibt vom Arabischen Frühling? Antworten sucht die Sendung bei dem ägyptischen Schriftsteller Alaa al-Aswani („Die Republik der Träumer“) und beim ehemaligen ARD-Korrespondenten Jörg Armbruster („Die Erben der Revolution“), die damals beide auf dem Tahrir-Platz standen.

Moderation: Max Moor

„ttt – titel thesen temperamente“ ist am Sendetag ab 20:00 Uhr in der ARD-Mediathek verfügbar.

DasErste.de/ttt