Die Theater Chemnitz eröffnen die Interimsspielstätte Spinnbau mit sieben Premieren an zwei Wochenenden

Schlussspurt des Bauvorhabens – Schauspiel auf der großen Bühne ab 18. März 2022, Figurentheater ab 26. März 2022

© Die Theater Chemnitz

Mit sieben Premieren an zwei Wochenenden feiern Figurentheater und Schauspiel am 18., 19. und 20. sowie am 25. und 26. März 2022 den gelungenen Umzug aus dem vor der Ertüchtigung stehenden Schauspielhaus in ihre Interimsspielstätte im Spinnbau, dem früheren VEB Spinnereimaschinenbau auf der Altchemnitzer Straße.

Die erste Premiere des Schauspiels im umgebauten Festsaal des Spinnbaus wird – wie ursprünglich geplant, jedoch mit zweiwöchiger Verspätung – am Freitag, 18. März, 19.30 Uhr Carsten Knödlers Inszenierung der Komödie „Hin und Her“ von Ödön von Horváth sein. 20.00 Uhr am gleichen Tag ist dann in der kleinen Bühne Ostflügel eine Adaption von Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ zu erleben. Der Samstag, 19. März, hält um 20.00 Uhr eine weitere Premiere bereit – „Superbusen“ im Ostflügel nach dem gleichnamigen Debütroman der Journalistin und Autorin Paula Irmschler, in dem diese auch ihre Studienzeit in Chemnitz reflektiert. Am Sonntag, 20. März, 20.00 Uhr folgt die Premiere von Ireneusz Iredynskis „Leb wohl, Judas …“ ebenfalls im Ostflügel.

Am darauffolgenden Wochenende steigt dann auch das Figurentheater in den Premierenreigen im Spinnbau ein – mit der Novellenadaption „Der Schimmelreiter“ nach Theodor Storm. Die erste Aufführung dieser Inszenierung ist am Samstag, 26. März, 20.00 Uhr in den neu geschaffenen Bühnenräumen des Figurentheaters zu sehen. Zuvor dürfen Schauspielfans zwei weitere Premieren im Spinnbau erleben – zunächst am Freitag, 25. März, 20.00 Uhr „Amphitryon“ von Molière im Ostflügel und am Samstag, 26. März, 19.30 Uhr Robert Koalls Bühnenfassung des beinahe schon „Klassiker“ zu nennenden Jugendbuchs „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf auf der großen Bühne.

„Die Errichtung von drei Spielstätten inklusive Foyers und Kassenbereich, gastronomischen Angeboten und Hygieneeinrichtungen sowie zahlreichen Funktionsräumen im Backstage-Bereich – von Garderoben und Aufenthaltsräumen für die Spieler und das technische Personal über Masken, Umkleiden und Requisitenlagern bis hin zu lnspizienten- oder Technikpulten – in den vergangenen Monaten war ein äußerst ambitioniertes Unterfangen und bleibt es auch in den kommenden Wochen bis zur Eröffnung am 18. März“, erklärt Dr. Christoph Dittrich, Generalintendant der Theater Chemnitz.

„Dass uns dies innerhalb von nur knapp zehn Monaten nach Unterzeichnung des Mietvertrags gelungen ist, war nur durch die enge Zusammenarbeit der Theater Chemnitz mit dem Vermieter, den durch ihn beauftragten Bauunternehmen und dem städtischen Bauamt sowie durch den unermüdlichen Einsatz unserer technischen Abteilungen unter dem Technischen Direktor Raj Ullrich möglich“, betont Dittrich. „Angesichts der äußeren Umstände, die durch die Corona-Pandemie geprägt sind, hoffen wir auf die Nachsicht unseres Publikums, dass wir den anfänglich anvisierten Zeitpunkt der Eröffnung im Spinnbau um knapp zwei Wochen verlegen.“

Die Pandemie führte in den vergangenen Monaten wegen Lieferschwierigkeiten und partiellen personellen Ausfallen bei den Bauunternehmen zu leichten Bauverzögerungen, zugleich war auch ein geregelter Probenbetrieb für die neuen Inszenierungen aufgrund situationsbedingter Einschränkungen nicht zu jeder Zeit möglich. Deshalb verschieben sich einige für frühere Zeitpunkte geplante Premieren. Die Große Bühne im Spinnbau sollte ursprünglich am 5. März 2022 eröffnet werden.

In den neuen Bühnenräumen des Schauspiels (Große Bühne im Festsaal) sowie des Figurentheaters stehen noch abschließende Arbeiten an, der Probenbetrieb auf den jeweiligen Bühnen startet in den letzten Februartagen. Der Spielbetrieb im bereits im Oktober eingeweihten Ostflügel im Spinnbau ruht derzeit wegen der künstlerischen und technischen Vorbereitungen. Die Backstage-Bereiche stehen für die Nutzung durch die Ensembles des Schauspiels und Figurentheaters fast schon bereit. Umfangreichere Vorbereitungen müssen noch im künftigen zentralen Foyer- und Gastronomiebereich erfolgen, doch auch hier sollen die Arbeiten baldmöglichst abgeschlossen sein, damit die Aufnahme des Publikumsbetriebs rechtzeitig zum 18. März vorbereitet werden kann.

Die Einrichtung der Interimsspielstätten für Schauspiel und Figurentheater im Spinnbau war notwendig geworden, weil das 1980 eröffnete Schauspielhaus baulich ertüchtigt werden muss. Hier soll unter anderem die Elektrik erneuert und der Brandschutz den heutigen Standards angepasst werden. Bereits 2018 hatte der Stadtrat dafür 5 Millionen Euro bereitgestellt.


Die Premieren:

Hin und Her

Posse von Ödön von Horváth
Textfassung von Carsten Knödler
Premiere: 18. März 22 (Spinnbau / Große Bühne)

Die Leiden des jungen Werther

Ein Seelendrama nach dem Roman von Johann Wolfgang von Goethe
Bühnenfassung von Jens Kerbel
Premiere: 18. März 22 (Spinnbau / Ostflügel)

Superbusen

Popdrama nach dem Roman von Paula Irmschler
Bühnenfassung von Kathrin Brune
Premiere: 19. März 22 (Spinnbau / Ostflügel)

Leb wohl, Judas …

Schauspiel von Ireneusz Iredynski
Aus dem Polnischen von Dietrich Scholze
Premiere: 20. März 22 (Spinnbau / Ostflügel)

Amphitryon

Göttliche Komödie von Moliére
Bearbeitung von Wolfgang Kaus
Premiere: 25. März 22 (Spinnbau / Ostflügel)

Der Schimmerlreiter

Nach der Novelle von Theodor Storm
Bühnenfassung von Markus Joss
(für Jugendliche ab 14 Jahren)
Premiere: 26. März 22 (Spinnbau / Figurentheater)

Tschick

Roadtrip nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf
Bühnenfassung von Robert Koall
Premiere: 26. März 22 (Spinnbau / Große Bühne)


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