Die südkoreanische Sopranistin Hera Hyesang Park wird Exklusivkünstlerin auf Deutsche Grammophon

Livestream bei "Moment Musical" am 15. Mai um 15 Uhr

© Deutsche Grammophon

Berlin, 14. Mai 2020. Deutsche Grammophon gibt die Unterzeichnung eines Exklusivvertrags mit der Sopranistin Hera Hyesang Park bekannt. Zum Auftakt der Zusammenarbeitbetritt die 31-jährige Sängerin am morgigen Nachmittag die Bühne von »Moment Musical«, im Rahmen der neuen virtuellen Konzertreihe des Gelblabels ist sie im Berliner Meistersaal zu erleben. Hera Hyesang Park wird begleitet von der Pianistin Sarah Tysman. Das Programm mit Liedern von Purcell, Schubert und Duparc sowie Händels Arie »Lascia ch’io pianga« ist für die Künstlerin auch eine Reflexion ihres Werdegangs.

»Wir begrüßen Hera Hyesang Park aufs Herzlichste in unserer großen Künstlerfamilie«, sagt Dr. Clemens Trautmann, Präsident von Deutsche Grammophon. »Wenn sie singt, hört man Klassik von heute. Sie verkörpert jede ihrer Rollen mit großer emotionaler Authentizität und verbindet das, was Tradition bedeuten kann, mit dem Zeitgeist unserer Gegenwart. Die Musik, für die sie sich entscheidet, ist verbunden mit ihrer inspirierenden Suche nach Identität und Wahrhaftigkeit.«

Hera Hyesang Park, deren Mittelname »gesegnet/positive Energie« bedeutet, hat zu Leben und Kunst eine Einstellung, die zum einen auf ihren koreanischen Wurzeln gründet, zum anderen auf ihrer Neugier auf andere Lebenswelten. »Jetzt zu einem Label zu gehören, das die Schätze der Vergangenheit würdigt, die Bedürfnisse der Gegenwart versteht und die Zukunft gestalten will, macht mich sehr glücklich«, sagt sie. »Die Arbeit an meinem ersten Album für Deutsche Grammophon erweist sich als ein Prozess der Selbstfindung. Ich möchte offenlegen, was hinter den schützenden Schichten verborgen liegt, mit denen sich jeder von uns ummantelt. Durch die Aufnahme kann ich zeigen, wer ich bin, und zugleich Musik, die ich liebe, direkt und einfach mit anderen teilen.«

Eine Nomadin und ein Freigeist sei sie, sagt sie über sich selbst. Auf ihrem Weg durch die Welt sei sie entschlossen, auf eigenen Pfaden zu gehen und Vorurteile infrage zu stellen, ganz gleich ob sie sich an Kultur, Geschlecht oder Herkunft festmachten. Ihre intensive Auseinandersetzung mit dem, was die eigene Identität bestimmt, leitet sie derzeit im Zusammenstellen des Repertoires für ihr kommendes Album. In den Werken, die sie auswählt, spiegelt sich nicht nur ihr lyrischer Koloratursopran und ihr Verständnis von Kunst, sie kreisen auch um Schlüsselerlebnisse in ihrem Leben. Ein musikalisches Selbstporträt wird entstehen. Das Album erscheint zunächst in Südkorea anlässlich ihrer Tournee durch das Land im November dieses Jahres.

Applaus ist Hera Hyesang Park gewiss. Seit ihrer Zeit als Studentin an der Juilliard School of Music in New York begleitet er sie. Opera News beschrieb ihre »Fähigkeit, den Glanz des Belcanto expressiv zu nutzen«, die New York Times bescheinigte ihr eine »strahlend klare Stimme und eindrucksvolle Koloraturtechnik«, begeistert reagierte die Kritik auf ihre Debüts an der Komischen Oper Berlin als Musetta in Barrie Koskys Neuinszenierung von La bohème und in Glyndebourne als Rosina in Il barbiere di Siviglia. Und auch ihr Sinn für Mode erregte Aufmerksamkeit. Dame Anna Wintour, Chefredakteurin der Vogue, wählte höchstpersönlich ein Kleid von Giambattista Valli aus, in dem die Künstlerin in New York bei der Met Gala 2018 vor ihrem Publikum stand: eine Sängerin von heute, auf den Lippen die Musik von Mozart, Puccini, Duparc, Obradors und Gounod.

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