Die Spielzeit 2021.2022 am Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden ~ Großes Haus ~ Foto: Sven-Helge Czichy

Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz stellten Intendant Uwe Eric Laufenberg und Geschäftsführender Direktor Holger von Berg zusammen mit ihrem Team das Programm der Spielzeit 2021.2022 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden vor.

In der anstehenden Saison erwarten das Publikum in der Opernsparte sieben Neuinszenierungen und elf Wiederaufnahmen. Einen besonderen Schwerpunkt bilden hierbei die sieben letzten »Meisteropern« Wolfgang Amadeus Mozarts, die das Publikum über die gesamte Spielzeit hinweg erleben darf – im Mai sogar in einer zyklischen Aufführung. Einen weiteren Höhepunkt in der kommenden Saison stellt außerdem die Premiere von Jörg Widmanns monumentaler Chor-Oper »Babylon« im Rahmen der Internationalen Maifestspiele 2022 dar.

Auch in den acht Sinfoniekonzerten des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden sind herausragende Gastdirigent*innen und namhafte Solist*innen vertreten. Besondere Beachtung verdienen hierbei unter anderem die von GMD Patrick Lange dirigierten Aufführungen von Bruckners Sinfonie Nr. 6 (WIR 5), Beethovens Violinkonzert (WIR 7) sowie, als fulminanter Abschluss der Konzertsaison, der »Glagolitischen Messe« von Leoš Janáček unter Mitwirkung des Chores des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden und des Chores der Stadt Wiesbaden (WIR 8).

Im Schauspiel darf sich das Publikum auf insgesamt elf Premieren und fünfzehn Wiederaufnahmen freuen. Hervorzuheben sind unter anderem die Uraufführung »Wuhan – Die Verwandlung« von Clemens Bechtel und Jan Neumann, in der die Autoren der Veränderung der Welt, der Menschen und des Virus‘ nachspüren, sowie die deutschsprachige Erstaufführung »The Minutes« von Tracy Letts; außerdem die Premieren von Friedrich Schillers »Wallenstein« im Großen Haus sowie das Schauspiel »Schöne neue Welt« nach dem gleichnamigen Roman von Aldous Huxley.

Das Hessische Staatsballett zeigt vier Premieren und eine Wiederaufnahme, wobei Tim Plegges neue Kreation »memento«, in der der Choreograf an die Idee des Loslassens und Kraftschöpfens aus Ängsten, Trauer und Tod anknüpft, besondere Beachtung verdient. Ergänzt wird das Programm zudem abermals um wichtige Projekte und Kooperationen aus der aktuellen Tanzszene.

Das Junge Staatstheater bietet in sämtlichen Sparten zahlreiche Premieren und Wiederaufnahmen sowie ein erweitertes Programm der Theaterpädagogik für Kinder, Jugendliche und Familien an. Hervorzuheben sind hierbei unter anderem das theatrale Experiment »Der Mensch ist ein Anderer«, in dem Künstliche Intelligenz angeleitet von den CyberRäubern einen kompletten Theaterabend generiert sowie die Uraufführung desMusicals »Jugend ohne Gott« von Paul Graham Brown als Produktion des Jungen Staatsmusicals.

Da die Internationalen Maifestspiele in der zurückliegenden Saison pandemiebedingt leider zum zweiten Mal ausfallen mussten, wird rückwirkend anlässlich des 125. Jubiläums im vergangenen Mai ein Galakonzert mit Stargästen wie Catherine Foster und Andreas Schager am Samstag, den 6. November im Großen Haus stattfinden.

Der Vorverkauf für die Spielzeit 2021.2022 beginnt voraussichtlich am Montag, 12. Juli 2021, um 10 Uhr. Aufgrund der mangelnden Planungssicherheit werden vorerst nur Karten für die Monate September und Oktober 2021 verkauft.

Neu ab dieser Spielzeit ist das Buchungssystem der Foyergastronomie DAS FOYER: Um den Bestell- und Bezahlvorgang des gastronomischen Angebots in der Pause reibungslos zu gestalten, ist die Buchung der Speisen und Getränke vorab erforderlich. In wenigen einfachen Schritten können unter das-foyer-wiesbaden.de die Pausenhäppchen gebucht und bezahlt sowie Tische im Foyer reserviert werden. Ein QR-Code, der auf einem Endgerät oder ausgedruckt an der Theke vorgezeigt werden muss, dient als Quittung. Das komplette Serviceangebot und weitere Informationen sind auf der Homepage von DAS FOYER zu finden. Ab August 2021 ist das gastronomische Angebot buchbar.

Das Programm der Spielzeit 2021.2022 wird durch die Nassauische Sparkasse unterstützt.


Oper

In der Saison 2021.2022 sind in der Opernsparte mit Verdis »Il Trovatore«, »Tristan und Isolde« von Richard Wagner und Jörg Widmanns »Babylon« drei Meisterwerke zu erleben, die pandemiebedingt in den zurückliegenden Spielzeiten nicht gezeigt werden konnten und nun in dieser Spielzeit präsentiert werden.

Zur Saisoneröffnung steht Giuseppe Verdis »Il Trovatore« auf dem Programm, es wird von Philipp M. Krenn und unter der Musikalischen Leitung von Alexander Joel neu erarbeitet. Aaron Cawley übernimmt die Partie des Manrico, Aluda Todua singt Graf von Luna, Christina Oliveira ist als Leonora zu erleben und Vesselina Kasarova debütiert als Azucena.

»Tristan und Isolde« von Richard Wagner kommt in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange auf die Wiesbadener Bühne. Die Titelpartie singen Marco Jentzsch alternierend mit Andreas Schager und Barbara Havemann alternierend mit Catherine Foster.

Jules Massenets »Werther« ist in der Inszenierung von Ingo Kerkhof und unter der Musikalischen Leitung von Peter Rundel zu sehen. Ioan Hotea übernimmt die Titelpartie in der auf die vier Hauptrollen reduzierten Fassung, Silvia Hauer ist die Charlotte.

»Pique Dame« von Peter Tschaikowski ist szenisch in der Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg und unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange zu erleben. Aaron Cawley singt Hermann, Thomas de Vries ist Graf Tomski und Benjamin Russell ist als Fürst Jeletzki zu erleben. Olesya Golovneva singt die Partie der Lisa.

Verdis »Don Carlo« wird unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange Premiere haben.

Eines der monumentalsten zeitgenössischen Opernwerke der letzten Jahre, das an den Staatsopern in München und Berlin große Erfolge feierte, ist Jörg Widmanns »Babylon«. Die Neuproduktion am Hessischen Staatstheater Wiesbaden ist die erste Aufführung der neuen Fassung seit deren Uraufführung 2019 an der Staatsoper Berlin und wird die Internationalen Maifestspiele 2022 eröffnen. Im großen Solisten-Ensemble ist u. a. Otto Katzameier (Der Tod) zu erleben, Gloria Rehm kehrt in der Partie der Inanna ans Hessische Staatstheater Wiesbaden zurück, weitere Solist*innen sind Michelle Ryan (Die Seele), Philipp Mathmann (Der Skorpionmensch) und Claudio Otelli (Der Priesterkönig). Die Musikalische Leitung der auch im Orchester außergewöhnlich groß besetzten Produktion hat Albert Horne inne.

In dem Broadway-Klassiker »Cabaret« übernimmt mit der Sängerin Elissa Huber eine Ausnahmekünstlerin die Rolle der im Berlin der 1930er Jahre singenden, tanzenden, lebenden und liebenden Femme fatale, die das Wiesbadener Publikum zuletzt in der Titelrolle von Anthony Turnages Playmate-Oper »Anna Nicole« erleben konnte. Die Musikalische Leitung übernimmt Levi Hammer, die Inszenierung liegt in den Händen von Iris Limbarth.

Auch Puccinis »Triptychon«, »Elektra«, »My Fair Lady« und »Hänsel und Gretel« werden in zum Teil neuen Besetzungen wiederaufgenommen.


Konzert | Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

Am Pult des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden steht in der Spielzeit 2021.2022 in vier Sinfoniekonzerten und dem Neujahrskonzert GMD Patrick Lange, der auch für das Konzertprogramm verantwortlich zeichnet. Auch sind die acht Sinfoniekonzerte angekündigt.

Die Konzertprogramme beleuchten in besonderen Kombinationen zentrale Werke des Konzertrepertoires neu. Für den Saisonauftakt stehen unter der Leitung von Christina Domnick Strawinskis Suite aus dem Ballett »Pulcinella« und Ottorino Respighis »Trittico Botticelliano« auf dem Programm.

Im 2. Sinfoniekonzert ist Dirigent Andreas Spering mit Werken von Haydn und Mozart zu erleben.

Klarinettist Sebastian Manz spielt unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange im 3. Sinfoniekonzert das Klarinettenkonzert von Magnus Lindberg, kombiniert wird dazu die 2. Sinfonie von Kurt Weill.

Unter der Musikalischen Leitung von Christoph-Mathias Mueller ist Posaunist Frederic Belli der Solist in Daniel Schnyders Konzert für Posaune und Orchester im 4. Sinfoniekonzert.

Im 5. Sinfoniekonzert ist Bruckners Sinfonie Nr. 6 mit GMD Patrick Lange am Pult zu erleben.

Ruth Reinhardt dirigiert im 6. Sinfoniekonzert u.a. die 5. Sinfonie von Jean Sibelius. Beethovens Konzert für Violine und Orchester ist mit Chouchane Siranossian unter der Musikalischen Leitung von GMD Patrick Lange im 7. Sinfoniekonzert zu hören.

Für das jährliche Chorkonzert mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden kommen der Chor der Stadt Wiesbaden (Einstudierung: Christoph Stiller) und der Chor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden (Einstudierung: Albert Horne) zusammen. Das Programm wird eröffnet von »BEVOR WIR SCHWEIGEN. Sieben letzte Briefe 1941-45« des zeitgenössischen Komponisten Florian Frannek, Höhepunkt des Konzerts ist Leoš Janáceks »Glagolitische Messe«.

Die Kammermusikvereinigung des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden wird wieder eine Reihe an Kammerkonzerten und Kammerkonzerte für Kinder anbieten.


Schauspiel

Die Schauspielsparte präsentiert in der Spielzeit 2021.2022 zwei Uraufführungen und eine deutschsprachige Erstaufführung sowie acht weitere Premieren. Gesellschaften, die sich im oder nach einem Umbruch befinden, werden dabei in vielen Produktionen eine zentrale Rolle spielen: Die sich neuerdings manifestierende Fixierung auf eine optimierte gesunde Gesellschaft wird in den Stücken »Wuhan«, »Schöne neue Welt« und »Corpus Delicti« behandelt, klassische Texte wie »Wallenstein«, »Drei Schwestern« oder – als moderner Klassiker »Kalldewey, Farce« beschreiben die inneren Zustände von Umbruchgesellschaften.

In der Uraufführung »Wuhan – Die Verwandlung« gehen Regisseur Clemens Bechtel, der mit »Casino« in Wiesbaden schon einmal die direkte Zeitgeschichte auf die Bühne gebracht hat, und Autor Jan Neumann der Verwandlung der Welt, der Menschen und des Virus auf den Grund und begeben sich auf die Suche nach denjenigen, die zwischen Statistiken und Empörung verloren gegangen sind.

Im Großen Haus wird nach dem Erfolg »Tyll« erneut der Dreißigjährige Krieg mit seinen Verwerfungen Einzug halten: Friedrich Schiller beschreibt in »Wallenstein« zeitlich verdichtet die letzten Tage des Kriegsherren Wallenstein, vom Höhepunkt seiner Macht bis zu dessen Ermordung. Regisseur Nicolas Brieger: »Hass, Gier, Eitelkeit und Geltungsbewusstsein in dieser Männerwelt sind hier derart entfesselt, dass ein auch nur leidlich Vernünftiger wie Wallenstein in seiner Ambivalenz scheitern muss.«

»Bunbury«, Oscar Wildes »triviale Komödie für ernsthafte Leute«, ist ein sowohl geistreiches als auch absurd komisches Stück über englische Teegesellschaften, ernsthafte Angelegenheiten und Ausreden, wie man selbigen entfliehen kann. Regie führt Ulrike Arnold (»Arsen und Spitzenhäubchen«, »Was ihr wollt«).

»The Minutes«, das neue Stück von Tracy Letts (»Eine Familie«) fragt mit einer Mischung aus Bosheit und Humor nach den Mythen über eine Gesellschaft und danach, was sie uns über unseren Umgang miteinander erzählen. Daniela Kerck wird in Wiesbaden die deutschsprachige Erstaufführung inszenieren.

In ihrer Dystopie »Corpus Delicti« zeichnet Juli Zeh das Bild einer Gesellschaft, in der sämtliche Lebensbereiche nur noch einer Ideologie der Gesundheit und persönlichen Fitness untergeordnet werden. Regisseur Daniel Kunze hat sich mit »Vögel« und Salman Rushdies »Quichotte« in Wiesbaden als Spezialist für zeitgenössische Stoffe etabliert und inszeniert nun erstmals auch in der Wartburg.

Einer der dystopichen Stoffe schlechthin ist Aldous Huxleys »Schöne neue Welt«: Im Jahr 2540 führen die Menschen führen ein (scheinbar) perfektes Leben, doch der Preis dafür ist der Verlust der individuellen Freiheit und Selbstbestimmung. Regisseur Malte Kreutzfeldt stellt sich mit seiner Bühnenfassung des Romans erstmals in Wiesbaden vor.

Mit August Strindbergs »Der Vater« unternimmt Regisseur Evgeny Titov mit dem Wiesbadener Schauspielensemble nach dem »Eingebildeten Kranken« und »Wassa Schelesnowa« seine dritte Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche.

Christoph Kohlbacher, der sein künstlerisches Talent am Hessischen Staatstheater Wiesbaden schon in unterschiedlichsten Rollen als Schauspieler unter Beweis gestellt hat, debütiert mit seinem Stück »Instame« als Autor und Regisseur. In der Uraufführung im Studio werden like-geile Influencer*innen plötzlich mit der Realität konfrontiert.

In wohl kaum einem anderen Theatertext wurde das menschliche Sehnen nach einer besseren Zukunft derart eindringlich umschrieben wie in Anton Tschechows »Drei Schwestern«. Das Stück handelt von dem Streben nach Glück und der Unmöglichkeit, dieses zu erfüllen. Für die Wiesbadener Neuinszenierung zeichnet Uwe Eric Laufenberg verantwortlich.

Regisseur Florian Mahlberg und Musikerin Vera Mohrs bringen in der Wartburg zusammen mit Schauspieler*innen des Ensembles einen Liederabend auf die Bühne, der wahrlich zum Träumen einlädt: »What dreams are made of«.

In der Bundesrepublik der 1980er Jahre war »Kalldewey, Farce« ein ungemein erfolgreiches Stück, doch Botho Straußʼ witzige Dialoge und surreale Szenen haben auch 40 Jahre nach der Uraufführung nichts von ihrer milieuporträtierenden Schärfe verloren. Erstmals seit seiner preisgekrönten »Schade, dass sie eine Hure war«-Inszenierung ist Bernd Mottl wieder als Schauspielregisseur in Wiesbaden zu erleben.

Wie gewohnt runden die Schauspiel-Extras »Kunstgefixe«, Kostproben, Einführungen und Nachgespräche das Programm ab.


Hessisches Staatsballett

Die Spielzeit des Hessischen Staatsballetts beginnt mit dem Doppelabend »Horizonte«, mit dem Auftragswerk »The Butterfly Effect« des britischen Choreografen Alexander Whitley und »Untitled Black« von Sharon Eyal/Gai Behar. In den beiden starken zeitgenössischen Tanzkompositionen kommen elementare Kräfte des Tanzes zusammen, die gegensätzlicher nicht sein könnten.

Mit seiner neuen Kreation »memento« knüpft Hauschoreograf Tim Plegge an die Idee des Loslassens und Kraftschöpfens aus Ängsten, Trauer und Tod an. Getanzt wird zur Musik von u.a. Max Richter und Antonio Vivaldi. Ohne konkrete Situationen zu bebildern entwirft Plegge einen Reigen, der den Menschen und seine Fähigkeit zur Transformation aus Krisenmomenten zeigt. Ein Ausruf, sich seiner Sterblichkeit ebenso bewusst zu werden wie der Kostbarkeit des Lebens. Und ein Feiern des Augenblicks, zwischen »memento mori« und »memento vivere«.

Zwei zeitgenössische Tanzpositionen vereint das Hessische Staatsballett im Doppelabend »Extension« mit dem Tänzer und Choreografen Marc Brew und dem Nachwuchschoreografen Martin Harriague. Der Australier Brew entwickelt als künstlerischer Leiter der AXIS Dance Company weltweit Produktionen und tanzt zuweilen in diesen selbst. Seine Bezüge zur Inklusion heben den Tanz auf ein anderes Level. Für »Extension« erarbeitet Brew seine erste Kreation für das Hessische Staatsballett. Des Weiteren wird Hauschoreograf Tim Plegge mit »Eden« wieder ein Partizipationsprojekt mit Laientänzer*innen entwickeln.

Auch in dieser Spielzeit wird das Programm mit außergewöhnlichen Gastspielen ergänzt, die unter dem Label »Das Hessische Staatsballett lädt ein« präsentiert werden. Besonderes Highlight ist u.a. die mehrmals verschobene Produktion »OÜM« der Massala Dance Company.

Die Tanzplattform Rhein-Main, die Kooperation des Hessischen Staatsballetts mit dem Mousonturm Frankfurt, bringt spannende Formate in die Region. Mit ihren Aktivitäten stärkt sie die Tanzszene der Region nachhaltig, vernetzt Akteure und Institutionen regional und überregional und möchte damit Menschen im Rhein-Main-Gebiet für den Tanz begeistern. Ein Programmhöhepunkt ist das Tanzfestival Rhein-Main, das vom 28. Oktober bis 14. November 2021 in der sechsten Ausgabe in Wiesbaden, Darmstadt, Frankfurt und Offenbach zu erleben ist.


JUST

Alle Sparten des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden präsentieren neue Produktionen für Kinder, Jugendliche und Familien: »Der Mensch ist ein Anderer« (14+) ist eine Forschungsreise der CyberRäuber, die mit Hilfe von unterschiedlichen Algorithmen die kreative Kraft des Menschen mit der der Künstlichen Intelligenz verschmelzen lassen. Die Algorithmen steuern dabei die Maschinerie des Theaters und kreieren für jeden Abend einen neuen Text, so entsteht bei jeder Vorstellung ein einzigartiger unwiederholbarer Theaterabend.

»Gold« (5+), komponiert von Leonard Evers nach dem grimmschen Märchen »Vom Fischer und seiner Frau«, ist eine poetische und tiefsinnige Kinderoper über Armut, Hochmut und das Glück, zufrieden sein zu können. Sie wird inszeniert von Sophie Pompe.

In »Die Furiosen Drei« (7+) von Angela Khuon-Siefert spielen drei sehr unterschiedlich Pferde die Hauptrolle, die mit List und Spielwitz gemeinsam den Händen des Pferdemetzgers entfliehen. Uwe Kraus inszeniert das Junge Schauspiel.

»Die Wutschweiger« (9+) beschäftigt sich über die Freundschaft zweier Kinder mit dem für die Gesellschaft wichtigen Themenkomplex Kinderarmut, ohne dabei jedoch in Hoffnungslosigkeit abzudriften oder den Sinn für Humor zu verlieren. Das Stück wird inszeniert von Mia Constantine.

»Behalt das Leben lieb« (10+) nach Jaap ter Haar spricht universelle und existenzielle Themen an und zeigt wie ein junger Mensch, der durch einen Unfall erblindet, mit dieser außergewöhnlichen Situation umgeht und ihn durch seine Erfahrungen befähigt, gestärkt aus ihr hervorzugehen. Das Stück wird von Dirk Schirdewahn inszeniert.

In »Der Sandmann – White Boxx Vol. 4« (15+) wird die rätselhafte Geschichte des Studenten Nathanael erzählt, eine der berühmtesten Schauergeschichten der Romantik, die damals wie heute fasziniert.

»Die Kriegerin« (15+), nach dem Film von David Wnendt, wird mit jungen Erwachsenen aus der Region inszeniert.

Die diesjährige Weihnachtsproduktion ist »Kleiner König Kalle Wirsch« (6+), in einer Adaption von Dirk Schirdewahn.

Das Junge Staatsmusical startet mit dem sogenannten Miezical »Katzen« (4+), ein Familienstück über vier Katzen in der Inszenierung und Choreografie von Iris Limbarth. Außerdem steht die Uraufführung des leider wieder aktuellen Romans von Ödön von Horváth »Jugend ohne Gott« (14+), in dem gekonnt das verstörend eindrückliche Bild einer gedankenlosen, ideologisch verblendeten Jugend am Beginn des NS-Regimes gezeichnet wird, auf dem Programm. Iris Limbarth bringt die eigens für das Hessische Staatstheater Wiesbaden geschriebene und komponierte Fassung von Paul Graham Brown auf die Bühne.

Eine Vielzahl unterschiedlicher Konzertformate für Kinder ab 0 Jahren ergänzen das Programm. Das Team der Theaterpädagogik hat außerdem ein erweitertes Programm mit Vermittlungsangeboten für Kitas und Schulen, Workshops, Clubangeboten für alle Altersstufen, den Formaten »Yourspace« und »Theaterscouts«, Ferienakademien und Führungen zusammengestellt. Vom 28. März bis 1. April 2022 öffnet sich wieder der Vorhang für die Schultheatertage 2022.


Internationale Maifestspiele 2022

Mit der Oper »Babylon« von Jörg Widmann eröffnen die Internationalen Maifestspiele 2022. Unter der Musikalischen Leitung von Albert Horne und in der Inszenierung von Daniela Kerck ist die Neuproduktion am Hessischen Staatstheater Wiesbaden zu erleben. Sie ist die erste Aufführung der neuen Fassung seit deren Uraufführung 2019 an der Staatsoper Berlin. »Tristan und Isolde« sowie die sieben »Meisteropern« Mozarts in zyklischer Aufführung sind u.a. mit Johannes Martin Kränzle, Günther Groissböck, Katharina Konradi, Benjamin Russell und Anna El-Khashem besetzt.

Zudem wird es wieder jede Menge neue und Neugier weckende internationale Gastspiele geben. Außerdem wird das Stadtmuseum Wiesbaden seine Sonderausstellung »Vorhang auf!« zur 125-jährigen Maifestspiel-Geschichte präsentieren können.

Das Gesamtprogramm der Internationalen Maifestspiele mit Ballett-, Schauspiel-, Konzert-, Kinder- und Sonderprogramm wird im Frühjahr 2022 bekanntgegeben. Der Vorverkauf für die Opern-Galas der Internationalen Maifestspiele 2022 wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Karten für alle Vorstellungen sind ab Frühjahr 2022 erhältlich.


Tickets

Sofern es der hessische Stufenplan zur Lockerung der Corona-Maßnahmen in Wiesbaden zulässt, sind die Vorverkaufskasse, das Abo-Büro und das Gruppenbüro für Publikumsverkehr geöffnet.

Vorverkaufskasse:
Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag, von 10 bis 19.30 Uhr, Samstag von 10 bis 14 Uhr und Sonntag von 11-13 Uhr. Die Vorverkaufskasse ist außerdem telefonisch unter 0611.132 325 oder per E-Mail unter vorverkauf@staatstheater-wiesbaden.de erreichbar.

Abonnement-Büro:
Öffnungszeiten sind Montag, Mittwoch und Freitag, von 10 bis 18 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 10 bis 19 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr. Das Abo-Büro ist außerdem telefonisch unter 0611.132 340 oder per E-Mail unter abonnement@staatstheater-wiesbaden.de erreichbar.

Gruppenbüro:
Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag, von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 15 Uhr. Das Gruppenbüro ist außerdem telefonisch unter 0611.132 300 oder per E-Mail unter gruppenticket@staatstheater-wiesbaden.de erreichba

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