Die Spielzeit 2020/21 am Schauspiel Frankfurt

Pressekonferenz Spielzeit 2020/21 am Schauspiel Frankfurt ~ 25. Juni 2020 ~ v.l.: Lukas Schmelmer, Katja Herlemann, Alexander Leiffheidt, Julia Weinreich, Katrin Spira (Dramaturg_innen), Martina Droste (Leiterin Junges Schauspiel), Anselm Weber (Intendant) ~ © Robert Schittko

Heute stellte das Schauspiel Frankfurt der Presse sein Programm für die Spielzeit 2020/21 vor. Die veranstaltung fand nicht, wie sonst üblich, in der Panoramabar statt, sondern im Schauspielhaus. Zu Gast war auch die Frankfurter Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig und Marc Grünbaum vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde Frankfurt/M. In Ihrer Grußbotschaft teilte Dr. Ina Hartwig mit, dass der Vertrag mit Intendant Anselm Weber bis zum Jahr 2027 verlängert wurde.

Im Zentrum der Spielzeit 2020/21 am Schauspiel Frankfurt steht die Auseinandersetzung mit den Themen Antisemitismus und Rassismus. Entstanden ist ein Spielplan, der gleichzeitig auch ein Plädoyer für ein gesellschaftliches Miteinander ist. In einer Zeit, in der hasserfüllte Angriffe auf eine plurale Gesellschaft immer stärker werden, braucht es kraftvolle, solidarische Gegenpositionen.

Um die inhaltliche Gestaltung der Spielzeit zu ermöglichen, wurde im April 2019 ein Beirat von Expert_innen gegründet, der bei Artikulation, Auswahl und Strukturierung der Spielzeitelemente mitgewirkt hat.

Im engen Austausch mit Vertreter_innen der Bildungsstätte Anne Frank, des Jüdischen Museums Frankfurt, Fritz Bauer Instituts und der Jüdischen Gemeinde Frankfurt hat das Schauspiel Frankfurt ein Programm entwickelt, das sich über die gesamte Spielzeit hinweg auf vielfältige Weise zu Antisemitismus und Rassismus in Deutschland verhält.

Mit ganz unterschiedlichen ästhetischen und inhaltlichen Zugriffen beziehen sich zahlreiche Inszenierungen in dieser Spielzeit auf den Themenschwerpunkt.

Zudem werden partizipative Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen über die Spielzeit verteilt unterschiedliche Aspekte zum Thema diskursiv vertiefen und bieten Begegnungs- und Diskussionsräume.

In der Auftaktveranstaltung am 4. Oktober spricht der renommierte österreichische Autor Robert Menasse zur Frage »Wo beginnt die Angst?« auf der Bühne des Schauspielhauses.

Am 24. Oktober ist das Schauspiel Frankfurt Gastgeber des »Textland Literaturfest« mit Max Czollek im Rahmen der »TdJML – Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur«. Zahlreiche Autor_innen werden in Lesungen und Gesprächen die Möglichkeiten und Perspektiven literarischer Formen präsentieren, in denen die Realitäten einer Postmigrationsgesellschaft aufgehoben sind und weitergedacht werden.

In einem Gespräch mit der Journalistin Ferdos Forudastan wird der Publizist, Politiker und Autor Michel Friedman zu seiner Grundsatzthese »Judenhass ist Menschenhass« Stellung beziehen.

Die Professorin für Antisemitismusforschung Yael Kupferberg beleuchtet am 21. März in einem Vortrag mit anschließenden partizipativen Expert_innengesprächen die Hintergründe und den Kontext wiedererstarkender antisemitischer und rassistischer Ressentiments.

Die Verhinderung der Frankfurter Inszenierung von »Der Müll, die Stadt und der Tod« von Rainer Werner Fassbinder bildet den Ausgangspunkt des Symposiums »(Bühnen)Besetzungen«, bei dem Zeitzeug_innen, Wissenschaftler_innen und Künstler_innen eine Neubewertung dieses historischen Aktes zivilen Ungehorsams aus heutiger Sicht vornehmen.

Zum Abschluss des Schwerpunktprogramms findet am 30. Mai die Konferenz »Was tun!« mit der Frage nach konkreten Handlungsmöglichkeiten und anschließendem Konzert von Daniel Kahn und Band statt, der die Musik für die Produktion »Hiob« komponieren wird.

Pressekonferenz Spielzeit 2020/21 am Schauspiel Frankfurt ~ 25. Juni 2020
© Robert Schittko

Der Spielplan

Schauspielhaus und Bockenheimer Depot

Etwa die Hälfte der Neuproduktionen wird sich in der kommenden Spielzeit unmittelbar auf das Spielzeitthema beziehen. Die Vielfalt der künstlerischen Handschriften wird von Arbeiten namhafter Regisseur_innen bereichert, die zum ersten Mal am Schauspiel Frankfurt inszenieren.

Zum thematischen Auftakt der Spielzeit unter dem Motto »Antisemitismus/Rassismus« wird die vielfach ausgezeichnete Regisseurin Claudia Bauer erstmals in Frankfurt inszenieren und Klaus Manns »Mephisto« für die Bühne bearbeiten. Der lange Zeit verbotene Roman ist auch heute noch ein exemplarisches Werk antifaschistischer Agitationsliteratur und stellt die Frage nach der individuellen Verantwortung, Opportunismus und Widerstand und wie sich die Kunst zu Macht verhält.

David Bösch widmet sich mit »Andorra« Max Frischs berühmter Parabel vom Judenhass als Alltäglichkeit. »Andorra« zeigt die Mechanismen der Ausgrenzung und Dehumanisierung, die am Anfang aller Gewalt stehen.

Für die Bühne hat Lisa Nielebock Goethes »Die Wahlverwandtschaften« neu bearbeitet und kehrt damit nach ihrer Inszenierung von »Siddhartha« in der Spielzeit 2018/19 nach Frankfurt zurück.

Die international arbeitende slowenische Regisseurin Mateja Koležnik gewann 2018 den österreichischen Nestroy-Theaterpreis. Sie wird im Januar 2021 »Yvonne, die Burgunderprinzessin« von Witold Gombrowicz inszenieren und sich mit dieser Arbeit dem Frankfurter Publikum erstmals vorstellen.

Mit »Der Theatermacher« bringt der renommierte Regisseur Herbert Fritsch eine der bekanntesten Figuren des österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard auf die Bühne des Schauspielhauses.

In dem Crossover-Projekt »10 odd emotions« stehen in einer einzigartigen Kooperation Schauspieler_ innen des Schauspiel Frankfurt zusammen mit Tänzer_innen der Dresden Frankfurt Dance Company, freien Performer_innen und Musiker_innen auf der Bühne. Mit einem internationalen Team wird Saar Magal die Darstellbarkeit von Antisemitismus und Rassismus mittels Bewegung, Sprache, Livemusik, Objekten und Video performativ erforschen.

Nach Sartres »Geschlossene Gesellschaft« wird Johanna Wehner in der neuen Spielzeit Joseph Roths »Hiob« für die Bühne bearbeiten und zeigt diese musikalische Produktion mit der Musik von Daniel Kahn im Schauspielhaus.

Die Hexenprozesse von Salem 1692 dienten Arthur Miller als historische Grundlage für sein Drama »Hexenjagd«. Regisseurin Laura Linnenbaum war 2014/15 Mitglied des REGIEstudio am Schauspiel Frankfurt und nimmt sich des Stoffes im Schauspielhaus an. Ihre Inszenierungen führten sie zu den Mülheimer Theatertagen und dem Heidelberger Stückemarkt. Sie inszeniert u.a. in Berlin, Düsseldorf, Hannover und Kassel.

In der Vorweihnachtszeit wird das vom Publikum gefeierte und von Fabian Gerhardt inszenierte Familienstück »Der kleine dicke Ritter« von Robert Bolt wieder auf dem Spielplan des Schauspiels zu finden sein.

Das Bockenheimer Depot steht auch in der neuen Spielzeit wieder unter dem Zeichen der Koproduktionen und Kooperationen des Schauspiel Frankfurt mit verschiedenen Partnern.

Das Nature Theater of Oklahoma ist eine preisgekrönte New Yorker Kunst- und Performance-Gruppe unter der Leitung von Pavol Liška und Kelly Copper. Mit dem Opernexperiment »Burt Turrido. An Opera« setzen das Schauspiel Frankfurt und das Künstlerhaus Mousonturm ihre langjährige Zusammenarbeit fort. Die Uraufführung eröffnet im Januar 2021 das Festival für neue Werke, die »Frankfurter Positionen«.

Das Stück »Der Streit« von Pierre Carlet de Marivaux entstand 1744, 250 Jahre später nahm die britische Autorin Sarah Kane in ihrem Stück »Gier« Motive von Marivaux wieder auf. Gleich zu Beginn der Spielzeit fügt Regisseur Robert Borgmann die beiden Stücke zusammen und geht in »Streit:Gier« der Frage nach der Konstitution des eigenen Selbst nach, die aus der Begegnung mit dem radikal Anderen hervorgeht.

Durch die Pandemie bedingte Theaterschließung konnten die Proben für »Wie es euch gefällt« von William Shakespeare gar nicht erst beginnen und die Premiere im Mai 2020 nicht stattfinden. Die Produktion war mit stark reduziertem Bühnenbild die erste Produktion, die unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen ab Mitte Mai geprobt wurde und im September 2020 in der Regie von David Bösch nachgeholt wird.

In Koproduktion mit der Oper Frankfurt entstand ein drei Jahre lang geplantes Auftragswerk der italienischen Komponistin Lucia Ronchetti. Mit »Inferno« hat sie eine Oper für Schauspieler_innen und Sänger_innen komponiert. Regie führen Kay Voges und Marcus Lobbes. Die Premiere war für April 2020 geplant und wird ebenfalls aufgrund der Pandemie auf Juni 2021 verschoben.

Auch der Abschluss der monodramatischen Serie »Stimmen einer Stadt« als gemeinsame Reihe mit dem Literaturhaus Frankfurt am Main e.V. musste in die neue Spielzeit verschoben werden. Jeweils drei Autor_innen schrieben in drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten ein Monodrama, das eine Biografie eines Frankfurter Lebens zum Thema hat und in den Kammerspielen zur Uraufführung kam. Die letzten drei Teile der Serie in der Regie von Intendant Anselm Weber und Kornelius Eich werden im September 2020 gezeigt. Im April 2020 erschienen die gesammelten Texte der Serie unter dem Titel »Stimmen einer Stadt. Monodramen für Frankfurt« als Taschenbuch im Fischerverlag.

Gastspiel

Der international renommierte Choreograf Jacopo Godani präsentiert mit seiner Dresden Frankfurt Dance Company eine beispielhafte Auswahl seiner Werke, darunter eine Weltpremiere. »Anthologie« zeigt Godanis Rolle in der Weiterentwicklung des zeitgenössischen Balletts auf. Sein choreografischer Stil zeichnet sich durch seinen Umgang mit Spitzentanz und seinen experimentellen Ansatz aus. Mit dieser Produktion debütiert die Dresden Frankfurt Dance Company am 10. Dezember 2020 auf der großen Bühne des Schauspielhauses.

Kammerspiele

Im Kontext des Schwerpunktthemas wird auch in den Kammerspielen mit zeitgenössischen Autor_innen die Gegenwart mit wachem Blick betrachtet.

Die Antifaschismus-Tragikomödie »IchundIch« der deutsch-jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler entstand 1940/41 im Jerusalemer Exil und setzt den thematischen Auftakt der Spielzeit in den Kammerspielen. Regie führt Christina Tscharyiski, die u.a. am Berliner Ensemble, Burgtheater und am Rabenhof Theater in Wien inszeniert und 2017 den renommierten Nestroy-Theaterpreis gewann.

Alexander Eisenach war 2013 Teil des REGIEstudio am Schauspiel Frankfurt und ist dem Frankfurter Publikum vor allem auch durch seine Arbeit als Autor und Regisseur des Stücks »Der kalte Hauch des Geldes« bekannt, für das er den Kurt-Hübner-Regiepreis erhielt. In seiner Stückentwicklung »Eternal Peace«, einem Auftragswerk des Schauspiel Frankfurt, visioniert er eine glückliche Zeit der neuen Republik Grönland.

Michel Decar wurde als Teil des Autorenduos Nolte Decar bekannt und ist heute Regisseur, Dramatiker und Romanautor. In seinem neuen Stück »Die Reise nach Kallisto« schickt er eine Forschungsmission auf die Reise zum Planeten Kallisto in der Hoffnung, dort Wasser zu finden. Robert Gerloff inszenierte zuletzt am Residenztheater München, Theater Neumarkt in Zürich, Düsseldorfer Schauspielhaus, Volkstheater Wien und nun zum ersten Mal in Frankfurt, wo er Decars Stück zur Uraufführung bringt.

Mit dem Thema künstliche Intelligenz beschäftigt sich Miroslava Svolikova in ihrem Stück »ich bin ein mensch jetzt«, das als Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen entsteht. Regie führen wird Jessica Glause, die auch den Abschlussfilm des dreijährigen kulturellen Bildungsprojekts »All Our Futures« künstlerisch verantwortet.

In seinem Rechercheprojekt und Auftragswerk des Schauspiel Frankfurt, »NSU 2.0«, liest Nuran David Calis die verdeckten, brisanten und aktuellen Spuren der Gegenwart. Der Autor und Theatermacher ist bekannt für seine semi-dokumentarischen Stückentwicklungen, in denen er im Dialog mit den Akteur_innen einer Stadtgesellschaft komplexe Themen in bildstarke, kraftvolle Theaterarbeiten verwandelt.

Die Regisseurin Lilja Rupprecht hat Ingeborg Bachmanns »Malina« zusammen mit der Dramaturgin Katrin Spira für die Bühne bearbeitet und stellt sich mit ihrer Arbeit erstmals dem Frankfurter Publikum vor.

Junges Schauspiel

Das Junge Schauspiel steht seit zehn Jahren für Theaterprojekte mit Jugendlichen zu brennenden gesellschaftlichen Themen wie Zivilcourage, Rassismus, Migration, Flucht und Inklusion. In der Spielzeit 2020/21 sind Jugendliche mit möglichst heterogenen Positionen eingeladen, Antisemitismus in Deutschland im Zusammenhang von institutionellem Rassismus und gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit mit Theatermitteln zu erfahren.

Das Stück »Was ich nicht weiß, macht mich heiß« entwickelt das Junge Schauspiel in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt und ist Teil eines dreiteiligen Programms mit dem Titel »Young & Expert«. Im neu eröffneten Jüdischen Museum beschäftigt sich eine inklusive Gruppe Jugendlicher mit der Frage, was jüdisches Leben in Frankfurt heißt und erarbeitet aus eigenen thematischen Zugängen eine öffentliche Performance. In »Innenansichten« untersuchen Jugendliche die Produktionsprozesse von drei Inszenierungen der Spielzeit 2020/21, die zum thematischen Schwerpunkt »Antisemitismus/Rassismus« unterschiedliche inhaltliche Setzungen und künstlerische Zugänge bieten. Begleitet durch theaterpädagogische und künstlerische Coaches entwickeln sie eigene Perspektiven, die sie als performative Formate als Alternative zu klassischen Inszenierungsgesprächen zur Verfügung stellen.

Auf der Grundlage der beiden »Young & Expert«-Projekte wird ein_e Autor_in ein Stück erarbeiten, das in der Spielzeit 2021/22 als Klassenzimmerstück mit dem Studiojahr Schauspiel inszeniert wird.

»Rund oder spitz. Weltordnungen« ist ein Jugendtheaterprojekt, das Bertolt Brechts Text »Die Rundköpfe und die Spitzköpfe oder Reich und reich gesellt sich gern« zur Grundlage hat. Ein in seinen Lebenserfahrungen und Perspektiven diverses Ensemble fragt nach Möglichkeiten für ein politisches Theater von Jugendlichen für alle.

Mit selbstgebauten Vollmasken begeben sich Jugendliche ab 14 Jahren in der Performance »Bunte Vögel« auf die Suche nach unterschiedlichen, sinnvollen und absurden, lockeren, unsichtbaren und überwindbaren Grenzen.

Im »Jugendclub« gibt es unterschiedliche Projekte und Programme für alle theaterbegeisterten Menschen zwischen 14 und 25 Jahren: ob durch Gespräche mit Theaterschaffenden, offenen Schauspieltrainings, Workshops, in verschiedenen Labs oder im Open Stage für eigene Performances.

Studiojahr Schauspiel

2017 startete die Kooperation von Schauspiel Frankfurt und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst mit dem »Studiojahr Schauspiel«, um angehenden Schauspieler_innen eine praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen. In dieser Spielzeit stehen neun junge Spieler_innen gemeinsam mit den erfahrenen Kolleg_innen des Schauspiel Frankfurt auf der Bühne und ergänzen den Spielplan des Schauspiel Frankfurt auch mit eigenen Formaten – den Klassenzimmerstücken – die jeweils in der Box Premiere feiern und von Schulklassen anschließend gebucht werden können.

In »Deutschland 2020. Ein Wintermärchen« unternimmt Regisseurin Regina Wenig auf Basis von Heines Versepos eine theatrale Reise durch das Deutschland unserer Zeit, und das Stück »Dschabber« des kanadischen Autors Marcus Youssef stößt einfühlsam einen Diskurs über kulturelle Identität und Vorurteile an.

In den Kammerspielen entsteht mit »ODE« von Thomas Melle in der Regie von Anne Bader die Ensembleproduktion des »Studiojahr Schauspiel«.

Schwerpunktthema »Antisemitismus/Rassismus« ~ Veranstaltungen:

WO BEGINNT DIE ANGST?
Eröffnungsrede und Podiumsdiskussion mit Robert Menasse
Moderation: Dr. Mirjam Wenzel
am 4. Oktober 2020, Schauspielhaus

TEXTLAND LITERATURFEST MEETS TdJML
Literaturfest mit Max Czollek
am 24. Oktober 2020, Kammerspiele

JUDENHASS IST MENSCHENHASS
Michel Friedman im Gespräch mit Ferdos Forudastan
am 24. Januar 2021, Schauspielhaus

ANTI-ANTISEMITISMUS
lmpulsvortrag von Prof. Dr. Yael Kupferberg und Tischgespräche
am 21. März 2021, Chagallsaal

(BÜHNEN)BESETZUNGEN
Symposium nach »Der Müll, die Stadt und der Tod«
am 24./25. April 2021, Kammerspiele & andere Orte

WAS TUN!
Konferenz (Moderation: Leon Joskowitz) und Konzert
am 30. Mai 2021, Chagallsaal & Schauspielhaus

Premieren 2020/21:

WIE ES EUCH GEFÄLLT
von William Shakespeare
Regie: David Bösch
Premiere am 11. September 2020, Schauspielhaus

STRElT:GlER
von Pierre Carlet de Marivaux und Sarah Kane
Regie: Robert Borgmann
Premiere am 12. September 2020, Bockenheimer Depot

STIMMEN EINER STADT VII-IX
3 Monodramen von Zsuzsa Bank, Lars Brandt, Martin Mosebach
Regie: Anselm Weber, Kornelius Eich
Uraufführungen am 13. September 2020, Kammerspiele

ICHUNDICH
von Else Lasker-Schüler
Regie: Christina Tscharyiski
Premiere am 2. Oktober 2020, Kammerspiele

MEPHISTO
nach Klaus Mann
Regie: Claudia Bauer
Premiere am 3. Oktober 2020, Schauspielhaus

ANDORRA
von Max Frisch
Regie: David Bösch
Premiere am 9. Oktober 2020, Schauspielhaus

DIE WAH LVERWANDTSCHAFTEN
nach Johann Wolfgang von Goethe
Regie: Lisa Nielebock
Premiere am 7. November 2020, Schauspielhaus

ETERNAL PEACE
Stückentwicklung von Alexander Eisenach
Uraufführung am 20. November 2020, Kammerspiele

DIE REISE NACH KALLISTO
von Michel Decar
Regie: Robert Gerloff
Uraufführung am 4. Dezember 2020, Kammerspiele

ANTHOLOGIE
von Jacopo Godani
Die Dresden Frankfurt Dance Company zu Gast
Premiere am 10. Dezember 2020, Schauspielhaus

YVONNE, DIE BURGUNDERPRINZESSIN
von Witold Gombrowicz
Regie: Mateja Koleinik
Premiere am 16. Januar 2021, Schauspielhaus

BURT TURRIDO. AN OPERA
von und mit dem Nature Theater of Oklahoma
Uraufführung am 28. Januar 2021, Bockenheimer Depot

ICH BIN EIN MENSCH JETZT
von Miroslava Svolikova
Regie: Jessica Glause
Uraufführung am 5. Februar 2021, Kammerspiele

DER THEATERMACHER
von Thomas Bernhard
Regie: Herbert Fritsch
Premiere am 13. Februar 2021, Schauspielhaus

10 ODD EMOTIONS
von Saar Magal
Koproduktion mit der Dresden Frankfurt Dance Company
Regie: Saar Magal
Uraufführung am 25. März 2021, Schauspielhaus

NSU 2.0
Stückentwicklung von Nuran David Calis
Uraufführung am 26. März 2021, Kammerspiele

HIOB
nach Joseph Roth
Regie: Johanna Wehner
Premiere am 23. April 2021, Schauspielhaus

HEXENJAGD
von Arthur Miller
Regie: Laura Linnenbaum
Premiere am 28. Mai 2021, Schauspielhaus

MALINA
nach Ingeborg Bachmann
Regie: Lilja Rupprecht
Premiere am 11.Juni 2021, Kammerspiele

INFERNO
Oper von Lucia Ronchetti
Koproduktion mit der Oper Frankfurt
Regie: Marcus Lobbes, Kay Voges
Uraufführung am 27. Juni 2021, Bockenheimer Depot

JUNGES SCHAUSPIEL:

ALL OUR FUTURES: DER FILM
3 Jahre, 3 Orte, 180 Jugendliche
Regie: Jessica Glause
Herbst 2020

RUND ODER SPITZ. WELTORDNUNGEN
Jugendtheaterprojekt nach Bertolt Brechts
»Die Rundköpfe und die Spitzköpfe oder Reich und reich gesellt sich gern«
Regie: Martina Droste
Premiere am 30. Oktober 2020, Kammerspiele

WAS ICH NICHT WEISS, MACHT MICH HEISS
Jugendperformanceprojekt, ab 14 Jahren
von Martina Droste, Anna Stoß
Premiere im Januar 2021, Jüdisches Museum Frankfurt

BUNTE VÖGEL
Maskenperformance des Jugendclubs, ab 14 Jahren
von Anna Stoß
Premiere im Juni 2021, Box

STUDIOJAHR SCHAUSPIEL

DEUTSCHLAND 2020. EIN WINTERMÄRCHEN
eine Heine-Skizze, ab 14 Jahren
Regie: Regina Wenig
Premiere am 20. September 2020, Box & Klassenzimmer

DSCHABBER
von Marcus Youssef, ab 12 Jahren
Regie: Angel Krastev
Premiere am 24. Januar 2021, Box & Klassenzimmer

ODE
von Thomas Melle
Regie: Anne Bader
Premiere am 30. April 2021, Kammerspiele

Repertoire


SCHAUSPIELHAUS

BRAND von Henrik lbsen, Regie: Roger Vontobel
DER KLEINE DICKE RITTER von Robert Bolt, Regie: Fabian Gerhardt
GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT von Jean-Paul Sartre, Regie: Johanna Wehner
JEDERMANN (STIRBT) von Ferdinand Schmalz, Regie: Jan Bosse
ORESTIE von Aischylos, Regie: Jan-Christoph Gockel
ROMEO UND JULIA von William Shakespeare, Regie: Marius von Mayenburg
THE FE.MALE TRAIL Ein Nick Cave-Abend mit Text und Musik von Katharina Bach und Band ››bitohboy«

KAMMERSPIELE

1994 – FUTURO AL DENTE eine Stückentwicklung von Nele Stuhler und Jan Koslowski
ABSCHIED VON DEN ELTERN von Peter Weiss, Regie: Kornelius Eich
AM SÜDHANG von Eduard von Keyserling, Regie: Barbara Bürk
DER WEG ZUM GLÜCK von Ingrid Lausund, Regie: Stefan Graf
HUSBANDS AND WIVES von Woody Allen, Regie: Christian Brey
QUARTETT von Heiner Müller, Regie: Miloš Lolió
SIDDHARTHA von Hermann Hesse, Regie: Lisa Nielebook
STIMMEN EINER STADT I-Vl von W. Genazino, O. Grjasnowa, A. Klüssendorf, T. Pletzinger, T. Präauer, A. Rávik Strubel, Regie: Anselm Weber
UND ES SCHMILZT von Lize Spit, Regie: Marlene Anna Schäfer

BOX

CORPUS DELICTI von Juli Zeh, Regie: Marie Schwesinger
PATENTÖCHTER von Corinna Ponto und Julia Albrecht, Regie: Regina Wenig

Das Ensemble:

Isaak Dentler, Caroline Dietrich, Heidi Ecks, Torsten Flassig, Christina Geiße, Tanja Merlin Graf, Stefan Graf, Sarah Grunert, Agnes Kammerer, Marta Kizyma, Nils Kreutinger, Anna Kubin, Manja Kuhl, Sebastian Kuschmann, Katharina Linder, Andre Meyer, Christoph Pütthoff, Heiko Raulin, Matthias Redlhammer, Sebastian Reiß, Fridolin Sandmeyer, Peter Schröder, Michael Schütz, Melanie Straub, Wolfgang Vogler, Andreas Vögler, Uwe Zerwer

es gehen: Katharina Bach, Altine Emini, Friederike Ott, Samuel Simon, Patrycia Ziolkowska

es kommen: Caroline Dietrich, Tanja Merlin Graf, Agnes Kammerer, Marta Kizyma, Manja Kuhl, Melanie Straub

STUDIOJAHR SCHAUSPIEL
Anna Bardavelidze, Vanessa Bärtsch, Fenna Benetz, Max Böttcher, Jonathan Lutz, Nina Plagens, John Sander, Nora Solcher, Sabah Zora

GÄSTE
Katharina Bach, Inga Busch, Friederike Becht, Matthias Eberle, Altine Emini, Mechthild Großmann, Paula Hans, Wolfram Koch, Friederike Ott, Michael Pietsch, Felix Rech, Jana Schulz, Anke Sevenich, Samuel Simon, Laura Sundermann, Mark Tumba, Bijan Zamani, Patrycia Ziolkowska u.a.

DRAMATURGIE
Marion Tiedtke (stellv. lntendantin und Chefdramaturgin) kehrt als Ausbildungsdirektorin und Professorin für Schauspiel zurück an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Ursula Thinnes (Dramaturgin) tritt mit der Spielzeit 2020/21 die Stelle als Schauspieldirektorin am Staatstheater Braunschweig an.

Mit der neuen Spielzeit 2020/21 kommen Karin Spira und Julia Weinreich als neue Dramaturginnen ans Haus.


Der Vorverkauf für September und die ersten Vorstellungen im Oktober startet am 7. September 2020. Der Vorverkauf für Oktober beginnt am 16. September 2020.

Ein Mitschnitt der Pressekonferenz wird ab morgen Freitag, den 26. Juni unter schauspielfrankfurt.de online zur Verfügung stehen.