»Die Reise der Verlorenen« am Oldenburgischen Staatstheater

Die Reise der Verlorenen ~ Oldenburgisches Staatstheater ~ Ensemble ~ © Stephan Walzl

Ein Schiff mit über 900 Flüchtenden irrt über den Ozean, kein Land will die Menschen aufnehmen. In den Heimathafen zurückzukehren, käme einer Katastrophe gleich. Aber das Schiff liegt nicht vor der Küste Südeuropas, sondern vor Kuba im Jahr 1939 und die Passagier:innen der St. Louis sind Jüd:innen, die mit ihrem letzten Hab und Gut aus Nazideutschland fliehen. Als auch Nordamerika aufgrund eines politischen Intrigenspiels die Einreise verwehrt, soll das Schiff zurück nach Hamburg fahren. An Bord spitzt sich die Lage zu, denn die Flüchtenden sind neben dem Hoffen und Bangen auch der nationalsozialistischen Gesinnung einiger Crewmitglieder ausgesetzt. Erst nach einer radikalen Drohgebärde des Kapitäns, der die Flüchtenden retten will, bieten einige Länder Europas Quotenregelungen an.

Daniel Kehlmann hat aus dem Buch ‚Voyage of the Damned‘ von Gordon Thomas und Max Morgan-Witts ein packendes, atemloses Stück gemacht, das die historisch verbürgte Irrfahrt der St. Louis und die Geschichten der Menschen darauf erzählt. Regisseur Klaus Schumacher, der schon mehrfach in Oldenburg inszeniert hat, bringt diesen Stoff nun auf die Bühne des Großen Hauses.

Parallel zu dieser Produktion findet im Günther-Goldschmidt-Foyer des Staatstheaters eine Ausstellung zeitgenössischer jüdischer Kunst in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Oldenburg statt.


Die Reise der Verlorenen

Von: Daniel Kehlmann (nach dem Buch ‚Voyage of the Damned‘ von Gordon Thomas und Max Morgan-Witts)
Uraufführung: 6. September 2018 (Wien, Theater in der Josefstadt)

Premiere am Oldenburgischen Staatstheater: Samstag 05. November 2022 (Großes Haus)

Regie: Klaus Schumacher
Bühne: Katrin Plötzky
Kostüme: Karen Simon
Musik: Tobias Vethake
Licht: Steff Flächsenhaar
Dramaturgie: Matthias Grön/Jonas Hennicke

Mit: Veronique Coubard, Julia Friede, Matthias Kleinert, Karl Miller, Yasin Özen, Klaas Schramm, Rebecca Seidel

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