Die Nominierten des OPUS KLASSIK 2020 stehen fest und geben Einblicke in ihren Kampf gegen die Krise

Klassik fordert Zusammenhalt!

Die Trophäe des Opus Klassik, der am Sonntag, 18.10.2020 in Berlin vergeben wird. ~ Foto: Monique Wüstenhagen

Preisverleihung findet am 18. Oktober 2020 im Konzerthaus Berlin statt – Das ZDF überträgt die Veranstaltung

– 450 Nominierungen gehen ins Rennen um den OPUS KLASSIK 2020


– Gemeinsam durch die schwierige Zeit! Nominierte wie Dorothee Oberlinger, Camille & Julie Berthollet, Rudolf Buchbinder und Frank Bungarten geben Einblicke in ihren Umgang mit der Krise

Berlin, 20. Juli 2020
– Die Auswahl steht fest! 450 Werke haben sich in diesem Jahr für den OPUS KLASSIK, der am 18. Oktober 2020 zum dritten Mal im Konzerthaus Berlin verliehen wird, qualifiziert. Wie schon im Vorjahr werden neben Künstlern und Tonträgern auch innovative Live-Formate und kompositorisches Schaffen geehrt. In insgesamt 25 Kategorien zeichnet der Verein zur Förderung der Klassischen Musik e.V. 47 Preisträgerinnen und Preisträger für ihre außerordentliche musikalische Leistung mit dem begehrten Musikpreis aus. Die Preisverleihung des OPUS KLASSIK wird am Sonntagabend, den 18. Oktober 2020 vom ZDF übertragen.

Zu den diesjährigen Nominierten zählen u.a. Alison Balsom, Mariam Batsashvili, Camille & Julie Berthollet, Rudolf Buchbinder, Frank Bungarten, Renee Fleming, Elbjörg Hemsing, Konstantin Krimmel, Igor Levit, Jean Muller, Dorothee Oberlinger, Vasily Petrenko, Nuria Rial, und Daniil Trifonov.

Opus Klassik: Die Verleihung des OPUS KLASSIK fand am Sonntag, den 13. Oktober 2019 zum zweiten Mal im Konzerthaus Berlin statt.
Foto: Monique Wüstenhagen

Klassik in der Krise

Die nominierten Künstler und Aufnahmen gehören auch 2020 zur absoluten Weltklasse. Umso wichtiger erscheint es der OPUS KLASSIK Jury und dem Verein zur Förderung der klassischen Musik e.V. in diesem Jahr, die Künstlerinnen und Künstler hinter den Werken in den Vordergrund zu rücken. Die Coronakrise stellt viele Akteure der Klassik vor enorme Herausforderungen, da sie von den Folgen der Regelungen stark betroffen sind. Viele von ihnen bangen um ihre Existenz, äußern Forderungen und Wünsche – manche sehen hingegen auch Chancen für sich und ihre Kunst.

„Unsere globalisierte Welt befindet sich im Ausnahmezustand. Die Verletzlichkeit unserer vernetzten Gesellschaft tritt wie unter einem Brennglas in unser Bewusstsein. Die Herausforderungen an Politik und Gesellschaft sind von bisher ungeahntem Ausmaß, das geforderte Maß an Solidarität und Verantwortung für jeden einzelnen von uns immens.
Für die Kultur sind dies ganz besonders schwere Zeiten. In meiner bald 65 Jahre währenden Karriere habe ich es nicht erlebt und niemals für möglich gehalten, dass live dargebotene Musik verstummt – und zwar zeitgleich auf der ganzen Welt. […] Die Kultur wird diese Krise überdauern, so wie sie auch in anderen schweren Zeiten den Menschen Durchhaltevermögen und Zuversicht gegeben hat. Sie hält unsere Gesellschaft im Innersten zusammen. Ich wünsche mir, dass diese Erkenntnis als positives, starkes Signal weit in die Zukunft ausstrahlt.“
– Pianist Rudolf Buchbinder

„Ich freue mich über die Nominierung für den OPUS KLASSIK Preis 2020. Das ist ein schöner Lichtblick in schwierigen Zeiten. […] Als Solistin, Leiterin eines Ensembles, aber auch als Festivalleiterin weiß ich, dass es in der Kulturszene manche gerade besonders hart trifft. Die Zukunft nach Corona erscheint alles andere als gewiss, Existenzen stehen auf dem Spiel. Der Kunst darf nicht nachhaltig der notwendige Nährboden abhandenkommen. Bei allem nötigen Abstand dürfen wir das Verbindende nicht verlieren – es muss unter allen Umständen ermöglicht werden!“ – Blockflötistin Dorothee Oberlinger

“Als Künstler arbeitet man immer am nächsten Projekt und daran, besser zu werden. Öffentliche Auftritte sind Zwischenberichte dieser Arbeit. Insofern ist eine erzwungene Absenz von Auftritten eine Gelegenheit, in die Stille zu gehen […] Mir wurden schlicht drei Monate der Besinnung geschenkt, um meine nächste Aufnahme vorzubereiten.” – Gitarrist Frank Bungarten

„Unser Projekt heißt “Play with Camille & Julie”. […] Das Projekt soll Musiker aller Altersgruppen aus der ganzen Welt zusammenbringen, um etwas Schönes zu erschaffen und gleichzeitig die Sicherheitsmaßnahmen zu respektieren. Das Ergebnis ist ein Orchester, das im realen Leben niemals hätte existieren können. Dank des Internets haben wir keine geographischen Grenzen. […] Es ist für uns eine tolle Möglichkeit, uns bei unseren Fans und Unterstützern zu bedanken […]“ – Violinistin und Cellistin Camille & Julie Berthollet

GVL unterstützt als starker Partner

Ein Partner des Preises ist die GVL, Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, welche die Preisverleihung im Rahmen einer kulturpolitischen Zuwendung auch in diesem Jahr wieder unterstützt.

Die Jury des OPUS KLASSIK

Die Jury des OPUS KLASSIK setzt sich aus hochkarätigen Vertretern der Musik- und Medienbranche zusammen. Über die Preisvergabe entscheiden die beiden Jurysprecher Dr. Kerstin Schüssler-Bach (Composer Manager Boosey & Hawkes) und Michael Becker (Intendant Tonhalle Düsseldorf) sowie Michael Brüggemann (Vice President Sony Classical Germany), Arnt Cobbers (Journalist), Tobias Feilen (Redaktionsleiter Musik und Theater ZDF), Manfred Görgen (Geschäftsführer CLASS), Stephanie Haase (Director Classics Warner Music), Kleopatra Sofroniou (Vice President Marketing Deutsche Grammophon) und Julia Spinola (Journalistin).

Weitere Informationen zu dem Klassikpreis sowie Einreichung und Nominierungsgrundlagen unter opusklassik.de.

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Über den OPUS KLASSIK

Der OPUS KLASSIK ist der Preis für klassische Musik in Deutschland. Ausrichter des Preises ist der Verein zur Förderung der Klassischen Musik e. V., in dem Label, Veranstalter, Verlage und Personen der Klassik-Welt vertreten sind. Dieser zeichnet im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung außerordentliche Künstler und Leistungen aus dem Genre Klassik aus. Eine unabhängige Jury wählt nach Nominierungen in verschiedenen Kategorien die Preisträger aus. Der OPUS KLASSIK feierte seine Premiere 2018 im Konzerthaus Berlin.

Über den Verein zur Förderung der Klassischen Musik e.V.

Der Verein zur Förderung der Klassischen Musik e.V. wurde 2018 gegründet. Das Ziel des Vereins ist die Förderung der klassischen Musik und insbesondere die Auszeichnung ihrer Künstler. Die Mitglieder des Vereins setzen sich zusammen aus Vertretern von CLASS – Association of Classical Independents in Germany, Deutsche Grammophon, Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette, Frau Sikorski, Sony Music Entertainment, Festspielhaus Baden-Baden und Warner Music Group Germany. Den Vorstand stellen Dr. Clemens Trautmann (Vorstandsvorsitzender), Burkhard Glashoff sowie Benedikt Stampa. Michael Herrmann (Rheingau Musik Festival), Dr. Daniel-Frédéric Lebon (IMG Artists) und Andreas Schessl (MünchenMusik) sind Beiräte des Vereins zur Förderung der Klassischen Musik e.V. Das Beiratsmandat der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) nehmen Dr. Guido Evers und Prof. Dr. Stephan Frucht gemeinsam wahr; Amadeus Templeton vertritt TONALi. Damit wird der Verein um ein breites Spektrum an Entscheidungsträgern aus unterschiedlichen Bereichen der klassischen Musik bereichert.