Die neue Spielzeit an der Neuköllner Oper

Singen kann man immer! Auch und schon bald in der Neuköllner Oper

IRON CURTAIN MAN: Dean Reed ~ Neuköllner Oper ~ Ensemble (© Vincent Stefan)

Mit das Schönste, was Menschen verbindet – auch wenn‘ s nur einer ist und wir nacheinander singen dürfen! Mit ungebremster Spiellust lädt die Berliner Neuköllner Oper ein, die neue Spielzeit bereits ab 1.8. zu feiern. Denn Kunst schafft kreative Lösungen, auch ungerade unter Abstands- und Sicherheitsgeboten

Und hier der Ausblick:

DIE FLEISCH
Ein Ritual mit der Oper
Ayamévon Kōsaku Yamada
Die Neueinrichtung des Dramas vom Mädchen Ayamé, das als Prostituierte arbeiten muss, um die Schulden des verstorbenen Vaters zu tilgen und die Ehre der Familie wiederherzustellen. Als alle Versuche ihres Bräutigams scheitern, sie aus dem Bordell zu befreien, bleibt dem jungen Paar nur ein anderer – traditionell japanischer – Ausweg. Wiederaufnahme 1. August 2020

IRON CURTAIN MAN
Eine letzte Show für Dean Reed, den „Elvis der DDR“. Von Fabian Gerhardt/Lars Werner (Text) und Claas Krause/Christopher Verworner (Musik)
Was war da los: ein Cowboy landet in Berlin, Hauptstadt der DDR, und reitet Lasso-schwingend durch »Ein Kessel Buntes«? Wir schauen hinter den Eisernen Vorhang, verfolgen den Weg des Mannes, der in Denver, Colorado aufbrach, um den Ostblock zu rocken und bauen dem legendären und fast vergessenen Sänger, Schauspieler, Stuntman und Regisseur eine neue Showtreppe. Uraufführung 3. September 2020

LOST (1,5 METER)
Ein Schwanengesang von Cordula Däuper/Johannes Müller (Text) und Tobias Schwencke (Musik)
Ein abendliches Hauskonzert beginnt mit Schuberts „Abschied“. Die fünf Frauen in diesem Raum ohne Ausgang prosten sich aus 1,5 Meter Entfernung zu und wünschen sich, alles wäre wie immer – allein, die Welt ist schon längst aus den Fugen geraten. Was zu Beginn der neuen Auftragsarbeit als Nacht einer Sturmflut in Hamburg konzipiert war, transformierte sich im Gespräch mit dem Team von CASTING CLARA unter dem Einfluss der Pandemie zu LOST (1,5 METER). Uraufführung 22. Oktober 2020

DER MANN DER SICH BEETHOVEN NANNTE
Ende des Beethovenjahres 2020: Die Berliner Philharmonie zerstört, das Orchester feinstaub-bedeckt und mit Atemmasken vor dem verwüsteten Gebäude, und inmitten des Geschehens ein eigenartiger Fremder, der behauptet, Beethoven höchstpersönlich zu sein. Das Stück, für die Neuköllner Oper geschrieben vom preisgekrönten Dramatiker Moritz Rinke und dem Regisseur Mathias Schönsee, verbindet sich mit einer unerwarteten Musik des transkulturellen Trickster Orchestra (vormals Diwan der Kontinente) mit Cymin Samawatie, Ketan Bhatti und sieben Musiker*innen. Berlin-Premiere 28. November 2020.

MEXICO AURA
Unser Beitrag zur Eröffnung des Humboldt Forum
Dazu laden wir u.a. ein die mexikanische Komponistin Diana Syrse, drei Autor*innen aus Spanien und Deutschland – Eva Hibernia, Albert Tola und John von Düffel – sowie den langjährigen William Forsythe Tänzer und -Kodirektor Christopher Roman. Ausgehend von einem bizarren Kultobjekt der Mayas – im dritten Stock des Humboldt Forums ausgestellt – entwickeln sie eine Geschichte aus vielfältigen Perspektiven und Musiken, in der sich prähispanische Mythen und globalisierter, postkolonialen Alltag interdisziplinär verweben in einem Theater der Musik, Texte, Körper und des Tanzes.
Uraufführung Juni 2021 im Humboldt Forum. in Zusammenarbeit mit der Stiftung Humboldt Forum

neukoellneroper.de