Die nächsten Schauspielpremieren am Oldenburgischen Staatstheater

Oldenburgisches Staatstheater (© Andreas Kaklewski auf Pixabay)

Käthchen, Ritterin von Heilbronn

Seit sie sich das erste Mal begegnet sind, verfolgt Käthchen den Ritter Graf vom Strahl auf Schritt und Tritt. Keiner kann sich diesen Umstand erklären, und ihr Vater Friedeborn ist so verzweifelt, dass er den Grafen der Schwarzen Magie anklagt. Er soll Käthchen hinterlistig verführt und hörig gemacht haben. Doch sie ist weder verführt noch hörig – sie hat einen Plan: Sie möchte Ritterin werden und erhofft sich vom Grafen die nötige Ausbildung. Dass dieser Käthchens Anhänglichkeit missversteht und den Traum, in dem sich beide einst auf magische Weise trafen, als Offenbarung gegenseitiger Liebe deutet, sind nur zwei von vielen Verwirrungen, die den Kleist’schen Klassiker in der Interpretation von Milena Mönch und ihrem Team neu auferstehen lassen.

Die Welt bleibt dabei bunt und wild wie im Original: brennende Burgen, erbitterte Kämpfe, verdeckte Verbrechen und perfide Intrigen, prophetische Träume und rettende Engel.

Käthchen, Ritterin von Heilbronn

Nach Heinrich von Kleist

Premiere am Oldenburgischen Staatstheater: 30. Oktober 21 (Exerzierhalle)

Regie: Milena Mönch
Bühne & Kostüme: Sophie Rieser
Musik: Alex Röser
Dramaturgie: Annegret Bauer/ Anna-Teresa Schmidt

Mit: Zainab Alsawah, Thomas Birklein, Thomas Kramer, Caroline Nagel, Anna Seeberger


Maria Stuart

Nach Friedrich Schiller

Religiöse Fanatiker, politische Morde, Seuchen, Verbannung, Hungersnöte, Scheiterhaufen, gekrönte Kinder und geköpfte Häupter, Familienclans im Kampf um Macht und Besitz, marodierende Haufen und Bürgerkrieg:

Was sich wie das Endzeitszenario eines Hollywood-Blockbusters liest, ist das Grundrauschen des europäischen 16. Jahrhunderts. In dessen Mitte: zwei Herrscherinnen – Elisabeth I. und Maria Stuart. Zwei Frauen, die im Zentrum einer Welt standen, welche sie regierten, obwohl sie gleichzeitig von ihr regiert wurden. Jedes Wort war politisch und jede Geste konnte einen Krieg auslösen. Als Gefangene ihrer eigenen Macht kämpften die beiden miteinander ums Überleben in einer Gesellschaft, die eine Versöhnung unmöglich machte.

Für das Oldenburgische Staatstheater verlegen Regisseur Kevin Barz und sein Team Friedrich Schillers Politthriller in eine fiktive Science-Fiction-Welt à la Jules Verne und bedienen sich dabei neben Schauspiel, Musik, Bühne und Kostüm auch der Bilderwelt moderner Graphic Novels.

Maria Stuart

Nach Friedrich Schiller
Premiere am Oldenburgischen Staatstheater: 6. November 21 (Kleines Haus)

Regie: Kevin Barz
Bühne & Kostüme: Britta Leonhardt
Musik: Daniel Dorsch
Illustrationen: Jan Falkenberg
Mitarbeit Bühne: Takaya Kobayashi
Dramaturgie: Jonas Hennicke

Mit: Hagen Bähr, Meret Engelhardt, Matthias Kleinert, Ksch. Thomas Lichtenstein, Yasin Özen, Klaas Schramm, Johannes Schumacher, Rebecca Seidel, Manuel Thielen, Helen Wendt

Parallel zur Premiere erscheint im Isensee-Verlag eine eigens von dem Comickünstler Jan Falkenberg gezeichnete Graphic Novel in limitierter Auflage, gefördert durch den Freundeskreis des Oldenburgischen Staatstheaters.


staatstheater.de