Die nächsten Premieren am Schauspiel Frankfurt: »Solirarität« und »Bunte Vögel«

Maskenperformance »Bunte Vögel« ~ Schauspiel Frankfurt Jugendclub ~ Ensemble ~ © Robert Schittko

»Solirarität«

Lieder zum Teilen und Tauschen
Digital ab 27. Juni, 18.00 Uhr, auf SF Digital unter schauspielfrankfurt.de // kostenfreier Zugang

Wie steht es um unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt? Bei der Songauswahl zum diesjährigen digitalen Liederprogramm haben sich die Schauspielstudierenden der HMfDK genau dieser Frage gestellt und in manchen Liedversen Trost gefunden wie z. B. im Songtext »Solidarität« der Band Tocotronic, die sich darin solidarisch mit denjenigen zeigt, »die nicht mehr weiter wissen / die jede Zuneigung vermissen«. Unsere Gesellschaften zerfallen immer mehr in partikulare Interessensgemeinschaften – ob es nun um Religion geht, um Herkunft, um die soziale Stellung oder den eigenen Lebensstil.

Die Songauswahl und die Interviewausschnitte machen eines deutlich: Die Studierenden wünschen sich eine Solidarität als politische Form der Liebe. Ihre Titelwahl, »Solirarität«, verweist auf das Phänomen der Vereinzelung und den fehlenden gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig gehen die neun Studierenden spielerisch mit der Tatsache um, dass hier – pandemiebedingt – jede:r für sich alleine ein Solo singt und Gemeinschaft dennoch möglich ist. Aus den Soli-Raritäten wird so ein solidarischer Tutti-Chor.

Regie: Matthias Faltz
Musik: Günter Lehr
Bühne: Olga Gromova
Kostüme: Lucia Bushart
Ko-Konzept und Film: Charlotte Bösling
Dramaturgie: Julia Weinreich

Mit: Anna Bardavelidze, Vanessa Bärtsch, Fenna Benetz, Max Böttcher, Jonathan Lutz, Nina Plagens, Sabah Qalo, John Sander, Nora Solcher


»Bunte Vögel« von Anna Stoß

Maskenperformance des Jugendclubs, ab 14 Jahren
Premiere am 27. Juni, 18.00 Uhr, Willy-Brandt-Platz

Warum grenzen wir uns ab? Warum andere aus? Und wenn wir das tun, ist das verwerflich? Eine Grenze bedeutet erst einmal nur: Zwei Dinge werden voneinander getrennt und damit differenzierbar. Es gibt einen Unterschied zwischen dem einen und dem anderen. Grenzen laden aber auch zur Überschreitung ein. Das Risiko, die Neugier, der Forschungsdrang lassen uns immer wieder eigene und andere Grenzen übertreten. Mit selbstgebauten Vollmasken begibt sich der Jugendclub in dieser Performance auf die Suche nach den Unterschieden, sinnvollen und absurden, lockeren, unsichtbaren und überwindbaren Grenzen.

Konzept und Regie: Anna Stoß
Assistenz: Shannon Lindner
Kostüm: Alvina Weber

Mit: Tina Herchenröther, Laurie Hergenhahn, Louis Hergenhahn, Ashlin Joliver, Vincent Lang, Sarina Ortwein, Jamal Salehi, Olha Ucar

Der Eintritt ist frei

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