Die KunstFestSpiele Herrenhausen in Hannover machen Kunst in allen Facetten möglich

Eröffnung heute Abend um 20:30 Uhr mit der Laser- und Klanginstallation Fountain Scan von Robert Henke

Yasuhiro Chido: Analemma (© Sander Heezen)

Mit größtmöglicher Flexibilität bei der Programmplanung und einem modellhaften Präventionskonzept starten die KunstFestSpiele um ihren Intendanten Ingo Metzmacher heute, Mittwoch, 23.09.2020, mit der Laser- und Klanginstallation Fountain Scan von Robert Henke im Großen Garten. Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, eröffnet am Abend das internationale Festival der Künste, das vom 23.09. bis 11.10. in den Spielstätten rund um die Herrenhäuser Gärten und in den Gärten stattfindet.

Der Vorverkauf für die KunstFestSpiele 2020, die ursprünglich für Mai geplant waren, hat Ende August begonnen. Für viele Veranstaltungen sind noch Tickets verfügbar (Informationen zum VVK siehe unten).

Robert Henkes große Laser- und Klanginstallation Fountain Scan zum 300-jährigen Jubiläum der eindrucksvollen Großen Fontäne im Großen Garten, die Virtual Reality-Oper Eight von Michel van der Aa und die Installation Analemma von Yasuhiro Chida im Arne Jacobsen Foyer prägen die KunstFestSpiele Herrenhausen 2020 bei täglicher Öffnung während ihrer gesamten Laufzeit. Das Bühnenprogramm startet am Freitag und Samstag, 25./26.09., mit der Uraufführung des Filmkonzerts Second Self: Beethoven Resurrection mit dem hannoverschen Orchester musica assoluta und englischen Popmusiker*innen in der DHC-Halle als neuer, intensiv genutzter Spielstätte. Zum Eröffnungsprogramm bis zum ersten Wochenende gehören zudem die Uraufführung der immersiven Arbeit Vor dem Sturm von krügerXweiss (27./28.09.), ursprünglich für das Best OFF Festival Freier Theater im Mai geplant, und die Aufführung von sämtlichen Streichquartetten Arnold Schönbergs in der Galerie (27.09). Eszter Salamons Mutter-Tochter-Stück MONUMENT 0.7: M/OTHERS wird am Donnerstag und Freitag, 24./25.09., als filmische Dokumentation unter Anwesenheit der Künstlerin gezeigt.

Coronabedingt haben die KunstFestSpiele gegenüber ihrem ursprünglichen Programm für Mai deutlich neu und umplanen müssen. Insgesamt fünf neue Produktionen bereichern das Programm, darunter Trevor Tweetens Film über Ben Frosts eindringliche Oper Der Mordfall Halit Yozgat, der im Auftrag der Staatsoper Hannover während des Lockdowns im April 2020 entstand. Die noch ausstehende, aber zu erwartende neue Pandemie-Verordnung des Landes Niedersachsen ab 1. Oktober 2020, erschwert die Einreise von Künstler*innen aus Risikoregionen deutlich, so dass die Produktionen La Partida, Future Lovers (jeweils Spanien) und Nightshade Aubergine (Antwerpen/Paris) als Livestream gezeigt werden, und L’Ailleurs de l’autre (Paris) als Filmdokumentation. Mantra von Karlheinz Stockhausen wird anstelle von Jean-Frédéric Neuburger und Jean-François Heisser vom GrauSchumacher Piano Duo gespielt. Nur zwei Produktionen und dazugehörige Tischgespräche mussten komplett abgesagt werden. Die Symphonie Nr. 8 Es-Dur von Gustav Mahler, geplant für den Kuppelsaal des HCC mit großem Chor wurde auf voraussichtlich 2023 verschoben.

Online zeigt das britische Theaterkollektiv Forced Entertainment bereits seit dem 17.09. über 9 Wochen die At Home-Edition der Erfolgsproduktion Complete Works: Table Top Shakespeare, neu arrangiert und gedreht an den privaten Küchentischen der Performer*innen in Sheffield, London und Berlin (Livestream jeweils unter kunstfestspiele.de).

Der 2019 eingeführte Publikumstag Open Sunday wird in der Herbstausgabe am 04.10. zum KunstFestSpiele Tag. Bei einem Eintritt von 5 Euro pro Veranstaltung ist dieser Tag trotz einer coronabedingt notwendigen Ticketbuchung weiterhin ein Angebot für alle Neugierigen, Interessierten, Familien und Kinder, in dichter Abfolge das künstlerische Spektrum der KunstFestSpiele kennenzulernen und zu erleben.

Bis auf wenige Ausnahmen und einzelne Spielortänderungen ist es den KunstFestSpielen in monatelanger Anstrengung und in engem Kontakt zu den Gesundheitsbehörden gelungen, einen überwiegenden Teil des ursprünglichen Programms jetzt im Herbst zu zeigen.

Zu den Maßnahmen der KunstFestSpiele, um Besucher*innen, Künstler*innen und Team ein sicheres aber vor allem angenehmes und inspirierendes Festivalerlebnis zu ermöglichen, gehören u.a. ein ausführliches und mit dem Gesundheitsamt abgestimmtes Hygienekonzept, personalisiertes Ticketing, reduzierte Platzkapazitäten mit Abständen zwischen den Sitzplätzen, neue und erweiterte Lüftungsanlagen in allen Spielstätten, ein Kontakttagebuch für alle anwesenden Künstler*innen und das KunstFestSpiele-Team, sowie eine räumliche Trennung verschiedener Fachbereiche des Teams während des gesamten Festivals.

Information zum Vorverkauf
Aus organisatorischen Gründen sind Tickets für die KunstFestSpiele 2020 nur über die Vorverkaufskasse im Künstlerhaus in Hannover (Sophienstraße 2, 30159 Hannover) erhältlich. Tickets können dort persönlich von Mo bis Fr – 12:00 bis 18:00, telefonisch unter der Rufnummer 0511 – 168 499 94 oder online (vvk-kuenstlerhaus.de/cgi-bin/showVera.pl) gekauft werden. Die KunstFestSpiele möchten Besucher*innen ausdrücklich ermuntern in Gruppen bis zu 10 Personen zu buchen, um bei den geltenden Abstandsregelungen mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, die Aufführungen zu sehen.

Bereits erworbene Tickets für die Maiausgabe der KunstFestSpiele sind nicht mehr gültig (Ausnahme: Fountain Scan, diese Tickets bleiben erhalten und sind an einem beliebigen Tag in der Festivallaufzeit einlösbar). Auf der Website der KunstFestSpiele finden Besucher*innen ausführliche Informationen zu neuen und zuvor erworbenen Tickets unter einem aktuellen FAQ (kunstfestspiele.de/#.//aktuelles/faq.html).

Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen: kunstfestspiele.de/