Die HfMDK-Künste spielen weiter

Das play_Programm der Kalenderwoche 21

Szene aus „Tanken in Frankfurt“, v. links: Andreas Gießer, Eva Bühnen, Laura Teiwes, David Camplíng © Tobias Lenel

Eine kleine, alte Vororttankstelle in Frankfurt Heddernheim. Autofahrer, die es ganz zufällig hierher verschlägt, weil der Tankanzeiger schon auf Reserve steht. Schnellbesucher und Stammgäste. die hier – neben Kaffee, Äppler und Schokoriegel – Informationen und Lebensweisheiten tanken. Die Tankstelle: Sie ist ein Ort flüchtiger Begegnungen, aber auch mit eingespielten Ritualen und plötzlichen poetischen Momenten. ln ihrem Film „Tanken in Frankfurt“ haben die Studierenden der HfMDK-Schauspielkasse Figuren entwickelt und Dialoge und Szenen geschrieben. Diese Geschichten haben sie anschließend vor Ort bei ‘laufendem Betrieb” gedreht. Das Ergebnis ist eine eigenwillige Mischung aus Fiktion und Dokumentation. Und immer wieder greift das richtige Leben in das erzählte ein.
Am Donnerstag, den 21. Mai erzählen die Schauspielstudierenden des dritten Jahrgangs, ihre Dozenten und der Regisseur im Livestream den Film und wie er entstanden ist.

Und das steht außerdem auf dem play_Programm: Beethoven. Vivaldi und Passion for Percussion…

Hessens Universität der performativen Künste präsentiert jeden Abend von Montag bis Freitag jeweils um 18.30 Uhr eine halbe Stunde lang Musik. Theater. Tanz – live oder produziert. Zugang über hfmdk-frankfurt.info

PROGRAMM:
MONTAG, 18. MAI BIS FREITAG. 22. MAI 2020

Montag, 18. Mai 2020, 18.30 Uhr (Video-Live-Stream aus dem Kleinen Saal der HfMDK)
MEILENSTEINE DER KLAVIERLITERATUR: Sonate Nr. 3 C-Dur. op. 2 von Ludwig van Beethoven

Allegro vivace: Largo appassionato; Scherzo. Allegretto; Rondo, Grazioso
Xi Zhai. Klavier

Nach dem Programmauftakt mit der ersten Sonate in der letzten Aprilwoche. widmet sich Xi Zhai am 18. Mai der Nummer drei: Die 32 Sonaten von Beethoven (1770-1827) qehören zu den Meilensteinen der Klavierliteratur. Der Klaviervirtuose Hans von Bülow bezeichnete Sie auch als das „Neue Testament“, Beethoven widmete sein gesamtes Leben seiner musikalischen Lieblingsgattung – der Sonate. Das breite Spektrum an Ideen und Bildern – von milden Pastoralen bis hin zur pathetischen Feierlichkeit. von der lyrischen Stimmung bis hin zur revolutionären Apotheose. von innigsten philosophischen Gedanken bis hin zu Volkstänzen. von der Tragödie bis hin zum spritzigen Humor – das alles macht die Sonaten dieses bedeutenden Komponisten zu wahren Schätzen der Musik.

Dienstag, 19. Mai 2020 (Aufnahme Duo Somnium. 14. Juni 2019. Kleiner Saal)
JACOB HERMAN KLEIN (1688-1748): Sonate Nr. 5 in a-moll, op. 4

Poco Allegro. Adagio. Allegro
Sylvia Demgenski. Barockcello: Hwa Jeong Lee. Cembalo

Die Cembalistín Hwa Jeong Lee und die Barockcellistin Sylvia Demgenski haben 2018 das Duo Somnium gegründet. Sie spielen eine der kürzlich wiederentdeckten Sonaten von Jacob Klein. Dieses Opus des niederländischen Komponisten. über dessen Leben recht wenig bekannt ist, wurde 1746 veröffentlicht. Die Sonaten sind voller Expressivität und virtuoser Energie, was sich im Zusammenspiel von Cello und Cembalo besonders schön herausarbeiten lasst.

(Aufnahme, aus Míttagskonzert der Oboenklasse. 5. Juni 2019, Kleiner Saal)
ANTONIO VIVALDI (1678-1741): Konzert für vier Violinen, Violoncello, Streicher und Basso continuo h-Moll, op. 3 Nr. 10 RV 580, eingerichtet für Oboenensemble und b.c.

Allegro; Largo larghetto; Allegro
Maja Delzeith, 1. Oboe; Marina Averbeck, 2. Oboe; Wan Ning Chen, 3. Oboe; Frederik Meffert, 4. Oboe (Klasse Prof. Fabian Menzel)
Petros Mavrommatis 1. Englischhorn; Natalia Mielnik, 2. Englischhorn; Alberto Guillen, 3. Englischhorn; Beliz Ermis, Fagott; Flóra Fabri, Cembalo

Das Konzept des Oboenunterrichts an der HfMDK umfasst neben dem persönlichen Studium und dem intensiven Einzelunterricht auch Gruppenunterricht und Kammermusik.
Das war der Grund, das Konzert von Antonio Vivaldi für vier Violinen, Violoncello. Streicher und Basso continuo h-Moll, op. 3 Nr. 10 RV 580 für Oboenensemble mit 4 Solisten einzurichten. Die Solostimmen sind äußerst anspruchsvoll. Sie werden hier übernommen von Studierenden im 2. bis 4. Semester des Bachelorstudiengangs „Künstlerische lnstrumentalausbildung Oboe“.

Mittwoch, 20. Mai 2020, 18.30 Uhr (Video-Live-Stream aus dem Kleinen Saal der HfMDK)
PASSION FOR PERCUSSION

Elliott Carter: Figment V for Solo Marimba (2009)
Franco Donatoni: Mari: 2 pieces for solo marimba (1992)
Mark Applebaum: Aphasia for solo performer With electronics (2010)
Philippe Manoury: Les Livres des Claviers IV: Solo de Vibraphone (1988)
Noah Rosen, Percussion

Noah Rosen präsentiert ein Programm von Elliott Carter bis Mark Applebaum, das vier wichtige Werke des zeitgenössischen Percussion†Repertoires für Solisten vereint. Sie alle Wurden nach 1988 komponiert. Erleben Sie den iungen Musiker am Vibraphon und an der Marimba.

Donnerstag, 21. Mai 2020, 18.30 Uhr (Video-Live-Stream aus dem Kleinen Saal der HfMDK)
TANKEN IN FRANKFURT
mit Eva Bühnen, David Campling, Andreas Gießer. Katharina Kurschat. Julian Melcher, Julia Staufer und Laura Teiwes sowie den Lehrenden Heidi Ecks. Katharina Linder. Marc Prütsch und Werner Wölbern.
Regie: Tobias Lenel

Die Tankstelle – ein Brennpunkt der unterschíedlichsten Begegnungen und Bewegungen.
“Tanken in Frankfurt” wurde im vergangenen Jahr von Schauspielstudierenden des dritten Jahrganges der HfMDK unter der Leitung des Regisseurs Tobias Lenel qeschrieben und an einer Tankstelle in Frankfurt-Heddernheim gedreht. lm Livestream erzählen sie den Film und seine Entstehung in einer komprimierten Fassung.

Freitag, 22. Mai 2020 (Aufnahme, Konzert Lehrende musizieren mit ihren Studierenden, 10. Juli 2019. Großer Saal)
LUDWIG VAN BEETHOVEN (1770-1827): Septett Es-Dur. op. 20 (1799) in einer Fassung für Harmoniemusik von G. Druschetzky für 2 Ob. 2 KI. 2 Hr, 2 Fg. 1 Kfg (Wien 1812)

Adagio-Allegro con brio; Adagio cantabile; Tempo di Minuetto-Trio; Thema con Variazione.Andcınte: Scherzo.Allegro molto e vivaoe-Trio; Andante con moto alla Marcia-Presto
Fabian Menzel, 1. Oboe; Marina Averbeck, Wan Ning Chen, Maja Delzeith, Frederik Meffert, 2, Oboe Laura Ruiz Ferreres. 1. Klarinette; Naama Caspo, 2. Klarinette Esa Tapani. 1. Horn; Yu Chu Yang, 2. Horn Henrik Rabien. 1. Fagott; Thomas Gkesios, 2. Fagott; Tommy Liu, Kontrafagott

Ludwig van Beethovens Septett, op 20 ist in einer Version für Blaserensemble zu hören. Das Werk war schon bald nach seiner Uraufführung 1799 sehr popular und wurde oftmals für unterschiedliche Besetzungen bearbeitet. Beethoven selbst hat es als Trio op. 38 für Klavier, Klarinette (Violine) und Cello gesetzt. Hier ist es in einer Fassung für Harmoniemusik (1812) zu hören – von Georg Druschetzky, einem Zeitgenossen Beethovens.
Es musiziert die Bläserakademie der HfMDK, ein Zusammenschluss von Bläserprofessorinnen und -professoren mit ihren Studierenden. Gegründet 2010, ist es mittlerweile zur Tradition geworden, dass die Lehrenden Stephanie Winker, Laura Ruiz Ferreres, Fabian Menzel, Esa Tapani und Henrik Rabien immer im Sommersemester eine konzentrierte Probenphase gemeinsam mit ihren Studierenden absolvieren. Das Ergebnis präsentieren sie in einem Konzert.
Durch die Arbeit mit ihren Dozenten und die professionelle Gestaltung der Proben, die individuelle Vorbereitung und präzise Probenarbeit von komplexen Werken in kurzer Zeit. erhalten die Studierenden einen Einblick in die Anforderungen und den Ablauf des professionellen beruflichen Alltags.


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