»Die Fledermaus« ab 22. Februar an der Musikalischen Kömödie Leipzig

»Die Fledermaus« an der Musikalischen Kömödie Leipzig ~ Vorabbild ~ © Filipp Romanovski

»Die Fledermaus« gilt als die Operette überhaupt, voll von Walzer, Polka, Wer-mit-Wem, Champagner, von Verwechslung, Verkleidung und Verbrüderung. Wie erfrischend, dass Gabriel von Eisenstein, der sich vor einer Gefängnisstrafe noch schnell mit jungen Damen amüsieren will, von seiner Frau Rosalinde Gleiches mit Gleichem vergolten wird: mit ihrem alten Gesangslehrer Alfred. Nur ein Tenor kann so dreist sein! Adele, das Stubenmädchen, strebt nach Höherem, aber zunächst als Fräulein Olga im Kleid ihrer Gnädigsten zum Ball. Und so laufen alle liebenswerten Charaktere, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, beim Ball des Prinzen Orlofsky ein. Er ist jung, reich, gelangweilt – da kommt ihm eine Vergeltungsaktion des Dr. Falke gerade recht. Dieser hat mit Eisenstein noch eine Rechnung offen: »So rächt sich die Fledermaus!« Orlofskys Ball wird zur Bühne. Und am Schluss treffen sich alle im Gefängnis wieder. Herr von Eisenstein erfährt hier, wer sein Duzbruder, der Chevalier Chagrin, wirklich ist und was es mit dem Doppelgänger in seinem Schlafrock auf sich hat. Eisensteins Freispruch wird mit Champagner begossen, denn schließlich hat es der verschuldet, oder etwa nicht?

Tobias Engeli, Musikalischer Leiter der Neuinszenierung, liest Tiefe sowie gleichzeitig Wärme und Zerbrechlichkeit in der Komposition: »Johann Strauss bettet diese Erzählung der verlogenen Wiener Bourgeoisie in eine Musik, die die wahren Gesichter der Personen malt und tiefe Sehnsüchte aufzeigt.« Und der Regisseur Peter Lund freut sich darauf, den Operettenklassiker in all seiner gesellschaftlichen Schärfe auf die Bühne zu bringen: »Nie zuvor – und auch nie wieder danach – wurde die brilliant boshafte Mechanik der französischen Boulevardkomödie so kongenial vertont wie in diesem wirklich komischen Stück Musiktheater.«


Die Fledermaus

Operette in drei Akten
Von: Johann Strauss
Libretto von: Richard Genée, nach der Komödie »Le Réveillon« von Henri Meilhac und Ludovik Halévy

Premiere an der Musikalischen Kömödie Leipzig: 22. Februar 24

Musikalische Leitung: Tobias Engeli
Inszenierung: Peter Lund
Bühne: Ulrike Reinhard
Kostüme: Daria Kornysheva
Choreinstudierung: Mathias Drechsler
Chor der Musikalischen Komödie
Extrachor
Komparserie der Oper Leipzig
Orchester der Musikalischen Komödie


Besetzung:

Rosalinde: Friederike Meinke / Olena Tokar
Adele: Olivia Delauré / Mirjam Neururer
Ida: Halldóra Ósk Helgadóttir
Gabriel von Eisenstein: Jeffery Krueger
Alfred: Adam Sanchez
Prinz Orlofsky: Nora Steuerwald
Frank: Michael Raschle
Dr. Falke: Ivo Kovrigar
Dr. Blind: Andreas Rainer
Frosch: Thomas Pigor

Aufführungen in der Musikalischen Komödie Leipzig:

Kostprobe Di 06.02.2024 | 18:00
Premiere Sa 10.02.2024 | 19:00
So 11.02.2024 | 15:00
Mi 14.02.2024 | 19:30
Sa 17.02.2024 | 19:00
So 18.02.2024 | 15:00
Sa 02.03.2024 | 19:00
So 03.03.2024 | 15:00
Sa 30.03.2024 | 19:00
So 31.03.2024 | 15:00
Mi 17.04.2024 | 19:30
Do 18.04.2024 | 19:30
Do 09.05.2024 | 15:00
Fr 10.05.2024 | 19:30 | anschließend »Absacker« im Restaurant Lortzing

Alle Vorstellungen mit Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn

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