Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Opus Klassik 21 für Digitalprojekt

Auszeichnung für das neueste Projekt aus dem „Zukunftslabor“ ~ Opus Klassik 21 für das Digitalprojekt „Music Lab“

„Music Lab – join the Sound“, das Digitalprojekt aus dem Zukunftslabor (© Dt. Kammerphilharmonie Bremen)

Das Zukunftslabor der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen erhält für sein Digitalprojekt „Music Lab – join the Sound, ein partizipatives Online-Musikerlebnis für alle den „Sonderpreis für Publikums- und Partizipationsprojekte“ des Opus Klassik 21

Laut Jury, die den Sonderpreis für mediale bzw. hybride Formate erstmalig auslobt, hat das Music Lab eine besonders intensive kulturelle Teilhabe in Zeiten der Pandemie ermöglicht. Mit dem Sonderpreis werden innovative Projekte ausgezeichnet, die eine breite gesellschaftliche Partizipation an klassischer Musik ermöglichen, insbesondere indem sie neue Publikumskreise generieren, Interaktion zwischen Darbietenden und Hörenden schaffen oder klassische Musik in neuartiger kreativer Weise vermitteln. Dafür stehe das Music Lab, so die Jury.

Musikerinnen und Musiker und das Team des Zukunftslabors freuen sich sehr über diese Auszeichnung und die damit verbundene Wertschätzung: »Wir sind begeistert, dass unser jüngstes Projekt, und somit unsere Kreativität, unser Engagement sowie unsere Überzeugung, dass klassische Musik die Kraft hat, eine Gesellschaft zu verändern, mit einem so wichtigen Kulturpreis gewürdigt wird“, so Albert Schmitt, Managing Director der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. „Kreiert wurde das Music Lab, um den Wirkungsgrad des vielfach ausgezeichneten Zukunftslabors gerade in der Krise zu skalieren und damit dem pandemisch bedingten Stillstand aller nicht-schulischer Bildungs- und Gestaltungsräume entgegenzuwirken. Das ist uns dank der Unterstützung unseres Wertepartners dm gelungen“, so Schmitt weiter.

„Music Lab – join the Sound“, das Digitalprojekt aus dem Zukunftslabor

Die Plattform „Music Lab – join the Sound“, ein digitales Angebot zur kulturellen Teilhabe für alle, ist das aktuellste Projekt aus dem Zukunftslabor der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Kreiert wurde das Music Lab, um dem durch die Pandemie entstandenen Stillstand aller nicht-schulischer Bildungs- und Gestaltungsräume entgegenzuwirken. Das Online-Format ermöglicht Teilhabe an klassischer Musik in der Spitze und Breite – und somit auch für Menschen, die keine bzw. wenig Gelegenheit haben, mit klassischer Musik in Berührung zu kommen.

Das Zukunftslabor – eine Initiative der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, laut BBC einer der renommiertesten Klangkörper der Welt, hat seit April 2007 ihren Arbeitsmittelpunkt im Komplex der Gesamtschule Bremen-Ost und arbeitet eng mit Schülerinnen und Schülern, Klassenverbänden und dem Lehrkörper zusammen. Gemeinsame Projekte tragen dazu bei, die Bedingungen für den Stadtteil mit schwierigen sozialen Rahmenbedingungen spürbar zu verbessern. Das Zukunftslabor ist eine Initiative der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, um neue Gesellschafts-Perspektiven durch Musik zu eröffnen. Die Initiative hat sich zur Aufgabe gemacht, Platz für Begegnungen zu schaffen zwischen Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und verschiedensten Kulturen bzw. Religionen. Die Musik dient als Katalysator, verbindet Menschen und schafft gemeinsame Erlebnisse. Das sich zu einer Bewegung entwickelnde Langzeitprojekt bietet erstmalig die Chance nachhaltiger Wirkung, beispielsweise Grenzen zu überwinden, Beziehungen einzugehen und daraus Neues zu schöpfen. Ziel ist, Potenziale bei Individuen, Schulen oder Stadtteilen mit Hilfe von Musik zu entwickeln – und somit soziale Kompetenzen bis zu Qualifikationen des demokratischen Staatsbürgers.

Zu den regelmäßigen Projekten aus dem Zukunftslabor, das bereits mehrfach national wie international ausgezeichnet wurde, zählen u.a. Melodie des Lebens, Club 443Hz und die Stadtteil-Oper. 2009 erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann das Zukunftslabor zum bundesweiten Modellprojekt im Bereich Kulturelle Bildung. Von Bremen ausgehend hat dieses Prinzip bundesweit Schule gemacht und ist beispielsweise in Frankfurt/M, Potsdam und Freiburg etabliert. Tunis ist der erste Standort in einem nicht-westeuropäischen Land.


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