Deutschlandpremiere von »TÁR« mit Cate Blanchett im März 2023

Nina Hoss und Konzertmeister Wolfgang Hentrich, die bei den Dreharbeiten zu »TÁR« entstanden sind (© Björn Kadenbach)

Dresdner Philharmonie spielt das Film-Orchester

(lifePR) Am 2. März 2023 kommt „TÁR“ in die deutschen Kinos. Cate Blanchett spielt darin die Chefdirigentin eines großen deutschen Orchesters. Große Teile der Orchester-Szenen entstanden mit der Dresdner Philharmonie im Kulturpalast Dresden. Eine einmalige Erfahrung für das Orchester und einzelne Musiker:innen, die auch Filmrollen übernahmen.

Im Frühjahr 2021 kam die Anfrage an die Dresdner Philharmonie, und bereits im September 2021 fanden im Konzertsaal der Dresdner Philharmonie umfangreiche Dreharbeiten statt. Neben Szenen, in denen Cate Blanchett alias Tár mit dem Orchester Mahlers Sinfonie Nr. 5 probt, entstanden im Saal und backstage auch Aufnahmen für weitere Teile der Filmhandlung. Außerdem wurden zwei Musiker:innen des Orchesters für Sprechrollen gecastet. Der Film wurde bereits mehrfach preisgekrönt, zuletzt erhielt Cate Blanchett einen Golden Globe als Beste Darstellerin.

Frauke Roth, Intendantin der Dresdner Philharmonie:

Als die Anfrage kam, waren wir natürlich völlig überrascht, die Mitwirkung bei einer Hollywood-Filmproduktion ist ja schließlich nicht unser Kerngeschäft. Aber uns war schnell klar: das wollen wir machen! Selbst unser Chefdirigent Marek Janowski meinte: once in a lifetime… Es gibt sicher nur ganz wenige Orchester, die jemals in Kinofilmen eine so prominente Rolle einnehmen können.
Das gesamte Projekt war für uns alle ein Abenteuer und ein enormer Kraftakt, aber auch eine unglaubliche Erfahrung: als Spitzenorchester haben wir musikalisch natürlich die höchsten Ansprüche. Diesen Anspruch einmal in der Filmbranche erleben zu können, war beeindruckend. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass das Team um Regisseur Todd Field 24/7 am Set war. Und natürlich hoffen wir, damit auch ein Publikum zu erreichen, das mit klassischer Musik sonst kaum in Berührung kommt. Der Film spricht viele Themen an, die brandaktuell sind.

Dorothea Plans Casal, Cellistin der Dresdner Philharmonie (im Film Solo-Cellistin des Orchesters):

Es war ein Mega-Projekt für uns, und das Sahnehäubchen für mich war natürlich, dass ich selbst eine kleine Rolle übernehmen durfte. Die Szene, in der ich bei der Probe mit der Dirigentin spreche, war aufregender als jedes Probespiel! Es war unglaublich interessant, diese enorme Professionalität am Set und vor allem die beeindruckende Persönlichkeit von Cate Blanchett so nah zu erleben. Dankbar war ich auch für die Unterstützung durch Nina Hoss, aber eigentlich waren alle, vom Regisseur bis zum Kameramann und den Fachleuten im Synchronstudio unglaublich nett und kollegial. Nun bin ich natürlich total gespannt, wie der Film hier ankommt!

Fabian Dirr, Solo-Klarinettist (im Film Orchestervorstand):

Als Musiker bin ich es gewöhnt, unter Stress maximale Leistung zu bringen. Aber das hier war ganz anders: ich bin ja völliger Schauspiel-Laie, aber natürlich wollte ich trotzdem so gut wie möglich sein. Gerade in den Orchesterszenen es sehr ungewohnt, so im Fokus zu stehen. In den Szenen mit Cate Blanchett allein war es dann fast entspannter – da hat mich vor allem beeindruckt, wie unprätentiös, angenehm und „natürlich“ sie selbst bei Dreharbeiten ist. Ich habe unheimlich viel gelernt darüber, wie ein hochkarätiger Hollywood-Film entsteht, auf was für einem unfassbar hohem Niveau die Schauspieler da arbeiten und wie viele Rädchen drumherum ineinandergreifen müssen, damit es so funktioniert. Das reicht bis zum Synchronisieren, wo jeder Atemzug sitzen muss.

Die Filmmusik, darunter auch Aufnahmen mit der Dresdner Philharmonie, ist im Oktober 2022 bei Deutsche Grammophon erschienen.

Informationen auf Wikipedia: wikipedia.org

Deutschland-Premiere: 2. März 2023, nur in Kinos