Deutschlandfunk Kultur überträgt Chemnitzer Einspielung der Zimmermann-Oper »Der Schuhu und die fliegende Prinzessin«

Ausstrahlung am 31. Juli, 19.05 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur

Der Schuhu und die fliegende Prinzessin / Oper von Udo Zimmermann ~ Einspielung in der Stadthalle Chemnitz ~ © Nasser Hashemi

Die Oper Chemnitz und die Robert-Schumann-Philharmonie haben im Mai 2021 in der Stadthalle Chemnitz die Oper „Der Schuhu und die fliegende Prinzessin“ von Udo Zimmermann eingespielt. Die Aufnahme entstand in Kooperation mit Rondeau Production und Deutschlandfunk Kultur und wird am 31. Juli, 19.05 Uhr auf DLF Kultur zu hören sein und darüber hinaus im Herbst 2021 als CD beim Label Rondeau Production erscheinen.

Unter der Leitung des Dirigenten Diego Martin-Etxebarria sind Andreas Beinhauer und Marie Hänsel in den Titelpartien zu erleben, unterstützt von den Solist:innen Tatiana Larina, Maraike Schröter, Katharina Baumgarten, Lena Kutzner, Antigone Papoulkas, Sophia Maeno, Philipp Kapeller, Florian Sievers, Reto Rosin, Magnus Piontek, Till von Orlowsky und André Eckert in vielen weiteren märchenhaften Rollen.

Die szenische Aufführung dieses außergewöhnliche Musiktheaterwerkes, in der Inszenierung von Lorenzo Fioroni ursprünglich für Juni 2021 im Opernhaus geplant, musste pandemiebedingt verschoben werden und wird nun in der Spielzeit 2024/2025 auf die Chemnitzer Bühne kommen.

Der Dresdner Komponist Udo Zimmermann (*1943) schrieb seine Oper „Der Schuhu und die fliegende Prinzessin“ nach dem gleichnamigen Kunstmärchen von Peter Hacks: Ein armes Schneiderehepaar erwartet ein Kind, das zehnte, doch statt eines Menschenkindes bringt die Schneidersfrau ein Ei zur Welt. Nach einem Jahr schlüpft aus dem Ei ein merkwürdiges Geschöpf, halb Mensch, halb Vogel – ein Schuhu. Er ist hochintelligent und verfügt über besondere Fähigkeiten, aber der Schneider hält dem Gerede der Nachbarn über seinen ungewöhnlichen Sohn nicht stand und jagt ihn aus dem Haus. Der Schuhu bietet seine Dienste dem Kaiser von Mesopotamien an und erhält eine Stelle als Nachtwächter im 17. Kaiserlichen Garten. Die Klänge seines Nachtwächterhorns locken die fliegende Prinzessin von Tripolis an, die den Schuhu wiederum mit ihrem Gesang bezaubert. Beide verlieben sich ineinander, aber noch ist ein glückliches Ende in weiter Ferne …

Uraufgeführt 1976 in Dresden, gilt „Der Schuhu und die fliegende Prinzessin“ als eines der erfolgreichsten Musiktheaterwerke des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Zimmermanns Kunst besteht darin, traditionelle Kompositions- und Theaterformen auf unterhaltsame Weise mit den Trends seiner Zeit zu verbinden. Dadurch ist eine ganz und gar szenische Musik entstanden, die, wie der Musikwissenschaftler Wulf Konold schreibt, „sich dem Text anschmiegt, ihn bisweilen parodierend oder collagierend kommentiert“. Beinahe spielerisch vermittelt Zimmermann seine Sicht auf eine Welt, die sich manchmal so schwertut mit dem gegenseitigen respektvollen Umgang, die vieles Neue suspekt und bekämpfenswert findet und die doch eine große Sehnsucht nach Glück und Liebe hat.

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