Deutsche Grammophon: Virtuelles Festival #WorldPianoDay mit einer bisherigen Reichweite von 4 Millionen in über 100 Ländern

© Deutsche Grammophon

Botschaft des Zusammenhalts von legendären Pianisten des Gelblabels – darunter Maria João Pires, Rudolf Buchbinder und Evgeny Kissin und auch die nächste Generation großer Pianisten

Zehn DG-Künstler setzten sich am Welt-Klavier-Tag, dem 28. März, zu Hause und andernorts an ihre Instrumente, um ganz persönliche Live-Aufführungen auf ihren Smartphones aufzunehmen. Ihre Videos wurden online auf DGs einzigartigem internationalen virtuellen Festival gestreamt. Wer den Live-Stream am Sonnabend verpasst hat, kann das ganze Programm bis morgen Nacht (31. März) auf Deutsche Grammophons YouTube-Kanal sehen.

Trotz starker Internetauslastung und zahlreicher Streaming-Angebote konnten am Wochenende vier Millionen Klassikfans über dreieinhalb Stunden Musik auf YouTube, Facebook und Medici.tv genießen, 800 000 Musikliebhaber verfolgten das Event live. Das ausdrucksvolle Programm wurde von Maria João Pires, Víkingur Ólafsson, Joep Beving, Rudolf Buchbinder, Seong-Jin Cho, Jan Lisiecki, Kit Armstrong, Simon Ghraichy, Daniil Trifonov und Evgeny Kissin dargeboten.

Maria João Pires eröffnete das Festival mit einem Plädoyer ans Mitgefühl: »Ich glaube, wir sollten diese schwere Krise, die wir derzeit durchleben, zum Nachdenken nutzen und uns fragen, was wir in Zukunft besser machen können – wie wir besser für uns selbst sorgen, für unseren Planeten und für einander.« Ihren Worten entsprach ihr bewegendes Spiel von Beethovens Klaviersonate Nr. 8 »Pathétique«.

Weitere Höhepunkte waren Víkingur Ólafssons Einführung zu Debussy und Rameau und sein nachfolgendes Recital, Evgeny Kissins eindrückliche Interpretation von Chopins Polonaise As-Dur, Rudolf Buchbinders Aufführung von neuen Kompositionen – unter anderem von Max Richter und Jörg Widmann –, die durch Beethovens Diabelli-Variationen angeregt sind, sowie abschließend Stücke aus Bachs Kunst der Fuge, die Daniil Trifonov auf einem alten Flügel in einer geschlossenen Schule in der Dominikanischen Republik aufnahm. Das virtuelle Festival bot darüber hinaus Miniaturen von Chopin, Brahms und Mendelssohn sowie die Welterstaufführung von Joep Bevings Solitude.

»Das Klavier war in der Musikgeschichte wohl schon immer das Instrument der Einkehr und Besinnung, auf dem Musiker ihre Gefühle und Gedanken zum Ausdruck brachten – und auch neue Musik komponierten«, sagt Dr. Clemens Trautmann, Präsident von Deutsche Grammophon. »Es war sehr berührend, wie sich am Welt-Klavier-Tag das Spiel von zehn überragenden Interpreten zu etwas Größerem verband, um eine Botschaft der Solidarität, der Hoffnung und des Trostes in die Welt zu senden. Ein wahrhaft globales Ereignis, das an zehn verschiedenen Orten entstand und Zuschauer in über 100 Ländern erreichte. Ich möchte allen Künstlern für ihr spontanes Engagement und ihre einfühlsamen Aufführungen danken. Trotz herausfordernder Umstände konnten wir durch sie ein denkwürdiges und einmaliges Festival auf die Bühne bringen.«

Deutsche Grammophon hat weitere Online-Initiativen gestartet. Das Label schafft so ein beständiges Forum für klassische Live-Musik und bringt seine Künstler und ein großes Publikum zusammen: Beispielsweise wurde für den Berliner Meistersaal die professionell produzierte Reihe »Moment Musical« entwickelt oder »Hope@Home«, tägliche Recitals aus dem Wohnzimmer des Geigers Daniel Hope – beides in Kooperation mit Arte Concert.

»Moment Musical« wird fortgesetzt am Freitag, dem 3. April (19 Uhr MEZ), und Sonntag, dem 5. April (16 Uhr MEZ), mit Aufführungen des Oboisten Albrecht Mayer bzw. des Mandolinisten Avi Avital. Weitere Recitals folgen jeweils am Freitag und Sonntag.

YouTube: youtube.com
Highlights: facebook.com
Medici TV: medici.tv
Das Festival auf YouTube: youtu.be