Deutsche Erstaufführung von »Luzid« am Staatstheater Augsburg

Luzid ~ Staatstheater Augsburg ~ Katharina Rehn, Julius Kuhn, Roman Pertl, Ute Fiedler ~ © David Ortmann

Mit dem tragikomischen Kammerstück »Luzid« in der Regie von David Ortmann startet das Staatstheater Augsburg am Samstag, den 28. September 2019 in die neue Premieren-Saison des Schauspiels. Die Übersetzung des vom argentinischen Dramatiker Rafael Spregelburd geschriebenen Stücks stammt von Sonja und Patrick Wengenroth. Es handelt sich um die erste Inszenierung aus der Reihe »radikal heute« der Sparte Schauspiel des Staatstheater Augsburg, bei der in der Spielzeit 2019/20 insgesamt sechs Erst- und Uraufführungen zu sehen sein werden. Ebenfalls erstmals zu erleben ist das neue Ensemble-Mitglied Julius Kuhn, der vom Deutschen Nationaltheater Weimar zum Staatstheater Augsburg wechselte.

Inhalt des Stücks:
In einem exklusiven Restaurant feiert Lucas mit seiner Mutter Teté und seiner Schwester Lucrezia seinen 25. Geburtstag und alles scheint perfekt: das Essen, der Wein, das Ambiente, sogar der Kellner. Aber irgendetwas stimmt hier nicht. Irgendwie ist das alles zu makellos, fast klaustrophob. Wie in einem absurden Traum, der sich jederzeit in einen Albtraum verwandeln könnte. Plötzlich kollabiert die Illusion und man steht vor dem Scherbenhaufen einer Familie mit all ihren Geheimnissen, Lügen und jahrzehntealten Narben, die nie so ganz verheilt sind. Die Grenzen zwischen Traum, Realität und Metarealität erweisen sich als fließend und manipulierbar. Vielleicht ist das ganze Leben ja auch nur ein einziges Déjà-vu? Wer sich hier auf welcher Seinsebene befindet, ist erst im großen Finale zu erahnen.

In Hausregisseur David Ortmanns Inszenierung dieses zeitgenössischen Theatertexts sind Musik und Text, Humor und Melancholie, Komplexität und Banalität des Seins kunstvoll miteinander verwoben. Ein schnelles, tragikomisches Stück, das unter die Haut geht und voller überraschender Wendungen steckt.


Luzid
Theaterstück von: Rafael Spregelburd
Deutsch von:
Sonja und Patrick Wengenroth

Premiere am Staatstheater Augsburg: 28. September 19 (brechtbühne im Gaswerk)

Inszenierung:
David Ortmann
Bühne und Kostüme: Justus Saretz
Musik: Katharina Schmauder
Dramaturgie: Kathrin Mergel

Besetzung:

Tété: Ute Fiedler
Lucrezia: Katharina Rehn
Lucas: Julius Kuhn
Philipp: Roman Pertl
Tuba: Fabian Heichele

staatstheater-augsburg.de