Der Opern-Sommer auf ARTE und arte.tv

100 Jahre nach Giacomo Puccinis Tod zeigt das Opernfestival in Aix-en-Provence nach „Tosca“ (2019) nun „Madama Butterfly“ im Théâtre de l'Archevêché. © Vincent Beaume

ARTE feiert wieder den Opern-Sommer und bietet seinem Publikum fünf spannende Neuproduktionen aus Mailand, Aix-en-Provence und Salzburg.
Einem Komponisten kommt dabei besondere Aufmerksamkeit zu Gute: Unter dem Motto Viva Puccini! lässt ARTE den italienischen Komponisten Giacomo Puccini anlässlich seines 100. Todestages hochleben und entführt u.a. zu einer Gala in die malerische Kulisse des Markusplatzes in Venedig.

Den Auftakt der Puccini-Festlichkeiten auf ARTE macht am 4. Juli David Livermores Inszenierung der Turandot aus der Mailänder Scala mit Anna Netrebko in der Titelrolle. Am 20. Juli folgt Puccini zu Ehren die Tribute-Gala unter dem Dirigat von James Conlon von der Piazza San Marco in Venedig. Natürlich dürfen auch die Opernfestspiele von Aix-en-Provence auf dem sommerlichen ARTE-Spielplan nicht fehlen: drei Produktionen gibt es vom 11.-13. Juli zu sehen, darunter – im TV und online – Madama Butterfly, inszeniert von Andrea Breth und mit Ermonela Jaho in der Hauptrolle. Kein Opern-Sommer ohne die traditionsreichen Salzburger Festspiele, von wo aus ARTE am 16. August um 22 Uhr u.a. Hoffmanns Erzählungen mit Benjamin Bernheim in der Titelrolle, zeigen wird.


Viva Puccini!

Anlässlich des 100. Todestages

Live aus der Mailänder Scala: Turandot

Donnerstag, 4. Juli, 20 Uhr LIVE auf arte.tv (im Anschluss auf arte.tv)
Oper von Giacomo Puccini Musikalische Leitung: Michele Gamba Inszenierung: Davide Livermore Chor und Orchester der Mailänder Scala Mit: Anna Netrebko (Prinzessin Turandot), Yusif Eyvazov (Calàf) u. a.
Anlässlich des 100. Todestages von Puccini (1858-1924) nimmt die Scala die letzte Oper des Komponisten in ihr Programm auf: „Turandot“, die 1926 in Mailand in dieser Institution uraufgeführt wurde. Die neue Produktion, die von Davide Livermore inszeniert wird, der für seine innovativen Kreationen bekannt ist, wird von einer hochkarätigen Besetzung bedient, darunter Anna Netrebko in der Titelrolle unter der Leitung von Michele Gamba.
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Puccini-Gala von der Piazza San Marco in Venedig

Samstag, 20. Juli, auf arte.tv
Opern von Giacomo Puccini
Musikalische Leitung: James Conlon
Fenice Chor und Orchester
Mit: Selene Zanetti (Sopran), Francesco de Muro (Tenor) u. a.
James Conlon, Chefdirigent der Los Angeles Opera, leitet das Fenice Orchester und dirigiert dieses Puccini-Tributprogramm vor der prächtigen Kulisse des Markusplatzes in Venedig. Auf dem Programm stehen „Tosca“, „Madama Butterfly“, „La Bohème“ und „Turandot“, aber auch Auszüge aus Werken von Verdi, Wagner, Ravel und Gershwins „Rhapsody in Blue“, die vor genau 100 Jahren komponiert wurde und eine Verbeugung vor Puccini darstellt, dessen berühmtes „America Forever“ (Madame Butterfly) seine Verbundenheit mit den Vereinigten Staaten zum Ausdruck brachte.


Opernfestival Aix-en-Provence

Christoph Willibald Gluck: Iphigénie en Aulide / Iphigénie en Tauride

Donnerstag, 11. Juli, 18 Uhr LIVE (im Anschluss auf arte.tv)
Oper von Christoph Willibald Gluck Musikalische Leitung: Emmanuelle Haïm Inszenierung: Dmitri Tcherniakov Le Concert d’Astrée Mit: Corinne Winters (Iphigénie), Russell Braun (Agamemnon), Florian Sempey (Oreste) u. a. ARTE © Vincent Beaume Ermonela Jaho © Fadil Berisha Gluck stellte die Geschichte der Oper auf den Kopf, indem er sie auf eine Ebene unerhörter tragischer Intensität hob. Seine beiden „Iphigenien“ an einem Abend zu erleben, ist eine außergewöhnliche Erfahrung: Es ist eine Reise in das Herz des Fluches der Atriden, eine Reise durch ein exemplarisches Schicksal in einem endlosen Kreislauf der Gewalt. Die Dirigentin Emmanuelle Haïm bringt dieses fesselnde Werk auf den Höhepunkt seiner Ausdruckskraft.

Jean-Philippe Rameau: Samson

Freitag, 12. Juli, 21.30 Uhr LIVE (im Anschluss auf arte.tv)
Oper von Jean-Philippe Rameau
Musikalische Leitung: Raphaël Pichon
Inszenierung: Claus Guth
Pygmalion Chor und Orchester
Mit: Jarrett Ott (Samson), Jacquelyn Stucker (Dalia) u. a.
1733 schloss sich Voltaire, der brillanteste Geist seiner Zeit, mit dem größten Komponisten, Rameau, zusammen, um die biblische Oper „Samson“ zu schaffen. Das Libretto galt jedoch als anstößig und wurde zensiert, die Partitur hingegen ging verloren. Im Jahr 2024, beim Festival von Aix-en-Provence, erwecken Claus Guth und Raphaël Pichon dieses Werk zu neuem Leben!

Giacomo Puccini: Madama Butterfly

Samstag, 13. Juli, 22.25 Uhr Live zeitversetzt im TV und auf arte.tv
Oper von Giacomo Puccini
Musikalische Leitung: Daniele Rustioni
Inszenierung: Andrea Breth
Chor und Orchester der Opéra de Lyon
Mit: Ermonela Jaho (Cio-Cio-San), Adam Smith (F. B. Pinkerton) u. a.
Nagasaki, um 1900: Die Geisha Cio-Cio-San, „Madame Butterfly“, heiratet den dort stationierten US-Marineleutnant Pinkerton, doch er lässt sie schwanger zurück. Drei Jahre lang gibt sie die Hoffnung auf seine Rückkehr nicht auf. Doch Pinkerton hat wieder geheiratet und möchte nur den gemeinsamen Sohn zu sich holen. Andrea Breth inszeniert die Tragödie anlässlich des 100. Todestages von Giacomo Puccini auf dem Opernfestival in Aix-en-Provence.
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Salzburger Festspiele

Mozart-Matinee Gonzalez-Monjas

Sonntag, 11. August, 19.30 Uhr Live zeitversetzt

Jaques Offenbach: Hoffmanns Erzählungen

Freitag, 16. August, 22 Uhr Live zeitversetzt
Oper von Jacques Offenbach
Inszenierung: Mariame Clément
Musikalische Leitung: Marc Minkowski
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor und Wiener Philharmoniker
Mit: Benjamin Bernheim (Hoffmann), Kathryn Lewek
Mit dem wohl berühmtesten Fragment der Opernliteratur stellt sich die französische Regisseurin Mariame Clément diesen Sommer erstmals bei den Salzburger Festspielen vor. Nach unzähligen Operetten und komischen Opern soll Hoffmanns Erzählungen Jacques Offenbachs letzter Versuch bleiben, all jene eines Besseren zu belehren, die in ihm nicht mehr als einen Operettenkomponisten sahen.

Der berühmteste Dichter der Romantik, E. T. A. Hoffmann , der auf faszinierende Weise in all seinen Schriften den Schwellenbereich zwischen Realität und Fantastik auslotet, wird zum Titelhelden. Unglücklich verliebt begegnet er in einem raffinierten Vexierspiel seinen literarischen Figuren. Hin- und hergerissen zwischen Kunst und Leben, Liebe und Fantasie, Traum und Wirklichkeit scheitert er aber stets nicht nur an der Liebe, seinen dämonischen Gegenspielern, sondern zuletzt auch an sich selbst. Meisterhaft verbindet der Komponist die heitere Seligkeit der Operette mit der Sentimentalität der opéra comique und der Surrealität der romantischen Oper: ein Musiktheater, dessen Melodien bis heute nicht an Beliebtheit verloren haben.

Am Pult der Wiener Philharmoniker Marc Minkowski, der den Witz, die Tragik, Intensität und Empfindsamkeit der Komposition zum Erklingen bringt.


Auf arte und arte.tv

Strauss mit Asmik Grigorian und Gustavo Dudamel

Freitag, 30. August, AUF ARTE.TV

Ouverture spirituelle Luigi Nono

Sonntag, 25. August, 19.30 Uhr Live zeitversetzt

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 6

Samstag, 31. August, 20 Uhr LIVE


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