Das Schauspielhaus Zürich ist geschlossen offen!

Zürich, 14. Dezember 2020. Seit Samstag, 12. Dezember finden im Schauspielhaus Zürich aufgrund des Bundesrats-Entscheid keine Vorstellungen mit Publikum mehr statt.
Das Theater wird die Live-Streams fortsetzen, bei denen die Regisseurinnen und Regisseure die Bildregie selbst steuern.
Gleichzeitig wurde die Kampagne “geschlossen offen” lanciert: mit einem offenen Brief an die Stadt, der das Engagement des Theaters für Offenheit, Vielfalt und Experimentierfreudigkeit zum Ausdruck bringt.

“Wir bleiben offen. Selbst wenn wir geschlossen haben. Offen für diese Stadt, offen für unsere Mitbürger*innen, offen für die Vielfalt unserer Gesellschaft, offen für Neues, offen für Unbekanntes. Offen für Sie.” Mit diesen Worten beginnt der offene Brief des Schauspielhaus Zürich, der in den kommenden Wochen auf Plakaten, auf Social Media und in Inseraten in der Öffentlichkeit zu sehen sein wird.

Wie kommuniziert man als Theater in einer Zeit, in der man besonders flexibel sein muss? “Mit einer allgemeinen Anspruchs- und Wertehaltung”, antwortete Benjamin von Blomberg. “Wir wollen aufzeigen, wofür unser Theater steht – unabhängig davon, ob wir gerade offen oder geschlossen haben. Vor einem Jahr sind wir als neues Team angetreten mit dem Anspruch, divers zu sein, offen, integrativ und progressiv, mit Lust an Experimenten und dem Mut zum Scheitern. Diesem Vorhaben versuchen wir gerecht zu werden.”

Konzipiert wurde die Kampagne bereits vor dem Bundesrats-Entscheid, ist mit diesem aber aktueller denn je. Seit Samstag finden aufgrund der Corona-Situation und dem Bundesrats-Entscheid keine Vorstellungen mit Publikum mehr statt. “Wir wollen aber nicht einfach alle Fenster zumachen, sondern mit ausgewählten Livestreams für unser Publikum da sein”, sagt Benjamin von Blomberg.

Mit der Reihe “Streamy Thursday” bringt das Schauspielhaus bereits seit zwei Wochen das Theater nach Hause. Dies wird weitergeführt: Am Donnerstag, 17. Dezember folgt “Einfach das Ende der Welt” von Christopher Rüping und am 31. Dezember ein Silvester-Special mit “Versammlung für einen Frosch” von Nicolas Stemann. Über die Weihnachtsfeiertage vom 18. bis 27. Dezember 2020 bleibt das Theater geschlossen.

„Streamy Thursday“ wird ab Donnerstag, 7. Januar 2021 fortgesetzt. Zusätzlich sollen auch zwei Mal pro Monat die an den „Open Call“ beteiligten Künstler*innen mitwirken und den Erlös der Streaming-Tickets erhalten.

schauspielhaus.ch