Das Programm des SPIELART Theaterfestivals 2021 ist online

SPIELART Theaterfestival 2021 ~ München + Online ~ 22.10. – 6.11.2021

Alice Ripoll | CRIA © Renato Mangolin

Ende Juli hat die Künstlerische Leiterin und Festivalleitung Sophie Becker gemeinsam mit ihren Ko-Kurator*innen Eva Neklyaeva und Julian Warner die vielfältigen Projekte und Positionen der diesjährigen Festivalausgabe präsentiert.

In einem hybriden Festivalformat werden über 40 internationale Performances, Theater- und Tanzstücke sowie Filme, Bildende Kunst und Social Media Events vom 22.10.–6.11. gezeigt – live in München, online oder als Theater für Zuhause.

Das SPIELART Theaterfestival 2021 wird vertraut und neu zugleich. Zwei Ko-Kurator*innen werden das Festival mit eigens entwickelten Projekten bereichern. Julian Warner verhandelt am zweiten Wochenende das Phänomen der GLOBAL ANGST – ein Unterfangen, das weit in die Stadtgesellschaft hineinreichen wird. Eva Neklyaeva erschafft im Kulturzentrum Köşk einen Raum, in dem über die Dauer des Festivals in unterschiedlichen Formaten Aspekte des Themas „Geruch“ zu erleben sind.

Gerade angesichts der durch die Pandemie noch deutlicher zutage tretenden Ungleichheit zwischen den Ländern des Globalen Südens und der westlichen Hemisphäre sind aus intensiven, gemeinsamen Überlegungen während des Lockdowns kuratorische Arbeiten von drei Künstler*innen entstanden. Mallika Taneja und ihre Mitstreiter*innen entwickeln in ihrem digitalen Projekt REST OF THE STRUGGLE Strategien, wie künstlerische Praxis als Teil des Alltags heilen und uns für die andauernden politischen Kämpfe stärken kann. Boyzie Cekwana und Ogutu Muraya haben Mentor*innenprojekte initiiert, im Rahmen derer sie Produktionen von insgesamt fünf von ihnen ausgewählten Künstler*innen von der ersten Idee bis zur Premiere begleiten.

Als weitere Aufgabe von SPIELART sehen wir es, aktuelle künstlerische Entwicklungen abzubilden. Freuen Sie sich mit uns auf vielfältige Formate wie u.a. die Uraufführung einer digitalen Performance des südafrikanischen Bubblegum Clubs sowie die bereits viel diskutierten Arbeiten von Kollektiv punktlive, Forced Entertainment und Raquel Meseguer Zafe.

Natürlich planen wir auch ein reichhaltiges Performance-Programm in altbekannten und neuen Spielstätten. Neben vertrauten Künstler*innen wie nora chipaumire, Eisa Jocson, Wen Hui, Nadia Beugré, Nástio Mosquito oder Sankar Venkateswaran gehören dazu auch Produktionen von Amanda Piña, Satoko Ichihara, Okwui Okpokwasili, Ülkü Süngün oder Alessandro Sciarroni. Gemeinsam mit dem HochX stellen wir die neue Arbeit von Taigué Ahmed vor und beschäftigen uns in dem Zusammenhang auch diskursiv mit dem Thema Klimagerechtigkeit. Nicht-anthropozentrische Erzählweisen entwickeln Manuela Infante und Franziska Angerer. Die Auflösung von Grenzen, ganz konkret nationalen, aber (auch) in Hinblick auf queeres Denken von Räumen und Identitäten, spielt eine Rolle

Das Publikum kann sich auf 16 spannende Festivaltage freuen. Mit zahlreichen Uraufführungen, Gastspielen, Positionen junger Künstler*innen, Ko-Kurationen und Konferenzen. Das SPIELART Theaterfestival bringt Menschen zusammen. Zum kollektiven Sehen, Hören und Riechen, Diskutieren und Feiern.

spielart.org