„Das Literarische Quartett spezial – U21“ am 23. April im ZDF

"Das Literarische Quartett spezial – U21" am 23. April im ZDF ~ von links: Lucas Stiller, Thea Dorn, Sara Akinsola, Conrad Henzler ~ © ZDF und Svea Pietschmann

Zum „Welttag des Buches 2022“ diskutiert Thea Dorn, erstmals in der Geschichte des ZDF-Literatur-Flaggschiffs, in einem „Literarischen Quartett spezial – U21“ mit drei jungen Literaturbegeisterten über deren Lieblingsbücher. Dieses ungewöhnliche „Literarische Quartett“ ist deshalb auf einem Sendeplatz im Kinder- und Jugendprogramm des ZDF, am Samstag, den 23. April, um 10.20 Uhr zu sehen.

Junge Menschen ab Jahrgang 2001 konnten sich in einem bundesweiten Casting-Aufruf mit einminütigen Videos für die Spezialausgabe bewerben und Bücher vorschlagen, die sich nach ihrer Meinung besonders eigenen in dieser Zeit gelesen zu werden. Themen wie Klimawandel, Lockdown, Angst, Einsamkeit, Freundschaft und Zuversicht waren die von der Redaktion vorgegebenen Stichwörter. Ob es sich bei den vorgeschlagenen Büchern um neu erschienene Romane oder einen Titel aus den vergangenen Jahren oder einen Klassiker der Literatur handelt, war freigestellt.

„Das Literarische Quartett spezial – U21“ am 23. April im ZDF
von links: Sara Akinsola, Thea Dorn, Conrad Henzler, Lucas Stiller
© ZDF und Svea Pietschmann

Die Redaktion hat in vier Auswahlrunden drei junge Literaturbegeisterte ausgewählt, die sich zutrauen vor der Kamera ihre Bücher vorzustellen und miteinander zu diskutieren. Es sind: Sarah Akinsol, 21 Jahre, Studentin, die das Buch von Kacen Callender „Felix Ever After“ mitbringt, der Schüler Conrad Henzler, 16 Jahre, der Sibylle Bergs Roman „GRM – Brainfuck“ vorstellt und der 17-jährige Schüler Luca Siller, der den Roman von Benedict Wells „Hard Land“ präsentiert. Auch Gastgeberin und Moderatorin Thea Dorn hat ihre Wahl getroffen und diskutiert mit ihren jungen Gästen über den Klassiker „Der Fremde“ von Albert Camus.

Zu den ausgewählten Büchern:

Der siebzehnjährige Felix Love war noch nie verliebt. Seine größte Angst ist, dass sich niemand in ihn verlieben wird, weil er scheinbar zu viele Ausschlusskriterien erfüllt. Braune Haut, queer und trans – die Vorstellung, dass er deshalb nicht liebenswert ist, lässt ihn fast verzweifeln. Doch als Felix transfeindliche Instagram-Nachrichten bekommt, wird es für ihn Zeit zu handeln. Kacen Callender erzählt in „Felix Ever After“ die Geschichte von Felix, auf der Suche nach Identität und wahrer Freundschaft.

Vier Jugendliche sind die Protagonisten in Sybille Bergs Roman „GRM – Brainfuck“, die als Straßenkinder im England der Nach-Brexit-Zeit erwachsen werden. Ihrem von Brutalität und Ausweglosigkeit gekennzeichneten Alltag versuchen die Vier nach London zu entfliehen, um dort in einer apokalyptisch anmutenden Welt, zu überleben.

Der Protagonist in Benedict Wells Roman „Hard Land“ ist der 16-jährige Sam, der 1985 in Missouri lebt. Es ist Sommer und er verliebt sich, findet Freunde und scheint zum ersten Mal nicht mehr allein, kein Außenseiter mehr zu sein. Doch dann zwingt ihn ein Schicksalsschlag zum Erwachsenwerden.

Albert Camus Geschichte „Der Fremde“ erzählt die Geschichte eines jungen Franzosen in Algerien in den 1930er Jahren, den ein Zufall zum Mörder macht. Der Roman gilt als ein Hauptwerk des Existentialismus.

Bücherliste:

  • Benedict Wells, Hard Land (Diogenes)
  • Kacen Callender, Felix Ever After (LYX)
  • Sibylle Berg, GRM – Brainfuck (KiWi)
  • Albert Camus, Der Fremde (Rowohlt)

Anlässlich des „Welttags des Buches“ feiert das ZDF am Samstag, 23. April 2022, mit einer besonderen Programmstrecke das Buch und andere Medien, die Heranwachsende helfen können, die Welt besser zu verstehen und ihren individuellen Platz darin zu finden. Unter anderen mit dem Jugend-Mystery-Drama „Geheime Schatten“, um 9.35 Uhr, das sich mit Depressionen bei Kindern auseinandersetzt und Betroffenen und Familienangehörigen Unterstützung bieten soll.

zdf.de