Das Georgische Kammerorchester Ingolstadt startet unter dem Motto „KlangWellen“ in die neue Saison

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Seit über dreißig Jahren ist das Georgische Kammerorchester Ingolstadt (GKO) nun schon ein wichtiger Teil der musikalischen Landschaft Ingolstadts und lädt Jahr für Jahr großartige Solistinnen und Solisten ein, um gemeinsam in unterschiedlichste Stile, Epochen und Kulturen einzutauchen, Menschen zusammenzubringen und Musik erklingen zu lassen.

In der Saison 2022/23 steht das Programm des GKO unter der Leitung von Chefdirigent Ariel Zuckermann ganz im Zeichen der „KlangWellen“ und zielt darauf ab mit der einenden Kraft der Musik Brücken zu schlagen.

Unter diesem Motto sind für die kommende Saison zehn sehr unterschiedliche Abonnementkonzerte geplant, die aber eines eint: Das zentrale Narrativ bildet der Kontext um Krieg und Frieden. Zu hören sind bekannte und neue Gesichter aller Generationen, die sich als Solist*innen die Bühne mit den Musikerinnen und Musikern des Georgischen Kammerorchesters teilen: darunter die renommierten Pianist*innen Alfredo Perl, Javier Perianes und Eriko Takezawa, die Violinist*innen Noa Wildschut, llya Gringolts und Alina Pogostkina, der Cellist Alban Gerhardt, die Sopranistin Hila Baggio, der Trompeter Reinhold Friedrich, der Bandoneonist Marcelo Nisinman und der Kontrabassist Edicson Ruiz. Geboten ist ein vielfältiges Programm von Ludwig van Beethoven, Benjamin Britten und Astor Piazzolla über Pëteris Vasks und Karl Amadeus Hartmann bis hin zu Henryk Mikolaj Górecki und Rodion Schtschedrin.

Eingeläutet wird die neue Saison am 22.09.2022 im ersten Abonnementkonzert mit einer deutschen Premiere. Das Georgische Kammerorchester Ingolstadt präsentiert mit Zoom in für Alt?öte, Horn und Streicher ein neues Stück des israelisch-georgischen Komponisten Josef Bardanashvili, der das GKO schon seit vielen Jahren begleitet. Geleitet wird das Konzert von Chefdirigent Ariel Zuckermann. Neben dem Chefdirigenten werden im Laufe der Saison auch Pawel Kapula, Anu Tali, Lukas: Borowicz und Mihhail Gerts am Pult des GKO stehen.

Neben den Abonnementkonzerten finden auch in der Saison 2022/23 wieder beliebte Open-Air-Veranstaltungen, wie die Sunset Orchestra Nights auf der Donaubühne Ingolstadt statt. Zu erleben ist dort am 10. und 11.06. 2023 mit der schwedischen Multiinstrumentalistin Gunhild Carling ein Jazz- und Swing-Programm für Streichorchester.

Zur großen Operngala lädt das Georgische Kammerorchester am 27.07.2023 beim Turm Baur Open Air ein. Ariel Zuckermann und das GKO wandeln dabei gemeinsam mit erstklassigen Gesangssolist*innen durch die Operngeschichte.

Neben den facettenreichen Konzertprogrammen des GKO sind auch die Bildungsangebote des Kammerorchesters mit den Baby-, Kinder- und Familienkonzerten nicht mehr wegzudenken. Durch die kreative Konzeption der Konzertformate werden Kinder und Jugendliche altersgerecht an klassische Musik herangeführt, mit dem Ziel ihre Begeisterung dafür zu wecken.

Durch die Konzerte führen beliebte Fernsehmoderatoren wie Ralph Caspers, Juri Tetzlaff oder Malte Arkona. Der Zuspruch und die rege Teilnahme an den Veranstaltungen sprechen für sich.

Weitere lnfomiationen zum Programm finden sich im digitalen Programm: gko-in.de


Weltpremiere: Das Georgische Kammerorchester Ingolstadt spielt Kl-Kompositionen mit selbstspielendem Flügel

Mensch trifft auf Maschine bei der Eröffnung des Ingolstädter Wissenschaftskongresses

In diesem Jahr feiert die Stadt Ingolstadt ein bedeutendes Jubiläum: 550 Jahre Wissenschaft in Ingolstadt. 1472 wurde die Hohe Schule zu Ingolstadt, die erste Bayerische Landesuniversität, aus der die heutige Ludwig-Maximilians-Universität München hervorgegangen ist, gegründet. Dieser besondere Anlass wird über das ganze Jahr hinweg mit einem vielfältigen Programm gefeiert.

Ein Höhepunkt der Feierlichkeit ist der Ingolstädter Wissenschaftskongress, der vom 30. Juni bis l. Juli zu den Themen Künstliche Intelligenz, Mobilität der Zukunft und ethische und gesellschaftliche Dimensionen der Digitalisierung stattfinden wird. Eröffnet wird der Kongress am 29. Juni in der Cariäma Halle mit einem feierlichen Festakt, bei dem das Georgische Kammerorchester Ingolstadt auftreten wird, und dies im Rahmen eines bislang weltweit einzigartigen Projekts, mit Kompositionen, die durch eine Künstliche Intelligenz komponiert wurden.

Geplant ist ein Programm, das die Verbindung zwischen Kunst, Technologie und Wissenschaft akustisch und visuell verdeutlichen soll. Dafür hat das österreichische Kultur-, Bildungs- und Wissenschaftsinstitut Ars Electronica Futurclab im Rahmen eines Forschungsprojekts mit Hilfe von KI verschiedene Kompositionen erschaffen, um den aktuellen Stand der KI im Bereich der Kreativität durch musikalische Kompositionen zu zeigen. Das zur Komposition verwendete KI-Systeın heißt Riccrcar und wurde über Jahre von Ali Nikrang und dem Ars Electronica Futurelab entwickelt und bereits in anderen künstlerischen Projekten eingesetzt. Ali Nikrang, der sowohl im Bereich Computer Science als auch in der klassischen Musik verankert ist, komponierte die vorgestellten Stücke mit diesem System und arrangierte sie für das GKO. Als musikalische Vorlage dafür diente der Künstlichen Intelligenz ein Stück von Petrus Tritonius, einem wissenschaftlich vielseitig interessierten Tiroler Schulmeister, Koınponisten und Musikpädagogen, der einer der ersten Schüler der Hohe Schule zu Ingolstadt war. Entstanden sind drei Kl-Kompositionen, die in unterschiedlichen Konstellationen – mit Mensch und Maschine – aufgeführt werden.

Das musikalische Rahmenprogramm zur Kongresseröffnung beginnt mit einem Stück, das für ein selbstspielendes Klavier komponiert wurde und ohne menschliche Begleitung auf einem Steinway Spirio gespielt wird. Es zeigt direkt die Komposition der KI. Für das zweite Stück, ebenfalls eine Komposition der Künstlichen Intelligenz, kommen drei Musikerinnen und Musiker des GKO zu dem selbstspielenden Klavier hinzu. Gemeinsam wird das Quartett ein merkbar nachdenklicheres Stück spielen, Für die dritte Kl-Komposition kommt das gesamte Georgische Kammerorchester mit dem selbstspielenden Klavier zusammen und spielt unter der Leitung von Dirigent Timo Handschuh ein Stück, das sich an das erste Stück des Abends anlehnt und doch vollkommen neue musikalische Facetten aufzeigt. Das Kompositionsergebnis der KI wird hierbei für das gesamte Orchester arrangiert. Die drei KI-Kompositionen des Abends zeigen im Verlauf der Performance eine immer stärkere Zusammenarbeit zwischen Menschen und Maschinen, sowohl bei der Komposition als auch bei der Aufführung.

Umrandet wird die das Konzert des GKO mit Visualisierungen des österreichischen Medienkünstlers Onrí O‘ Lan.

Der feierliche Festakt findet statt am 29. Juni, um 17.30 h in der Carissma Halle in Ingolstadt.