cresc… 2024 mit dem Festivalthema FADENSPIELE

© Public Domain Pictures Pixabay

Am Freitag, 16. Februar 2024, startet die „cresc… Biennale für aktuelle Musik Frankfurt Rhein Main“ mit dem Eröffnungskonzert im hr-Sendesaal. Mit dem Festivalthema FADENSPIELE knüpfen Ensemble Modern und hr-Sinfonieorchester Frankfurt mit ihren Partner*innen und Gästen bis Sonntag, 25. Februar, musikalische, räumliche, symbolische und haptische Netze. Die siebte Ausgabe des Musikfestivals wird an unterschiedlichen Locations in Frankfurt, Darmstadt, Kronberg und Wiesbaden stattfinden.

Die meisten Menschen werden Fadenspiele aus ihrer Kindheit kennen. Sie sind weltweit verbreitete Gesellschaftsspiele und tragen Namen wie „Schweinchen auf der Leiter“ oder „Coyotes Running Opposite Ways“. Fadenspiele zählen zu den ältesten Spielen der Menschheit, waren aber schon immer mehr als das: Die mit Fäden und Händen gestalteten mythischen, fantasievollen Muster dienten dazu, Himmelsfiguren und Sternenkonstellationen nachzubilden und sie dadurch greifbar zu machen. Sie waren kommunikative Hilfsmittel zwischen Völkern, fragile Kunstwerke und kosmologische Performances.

Fadenspiele sind die Netzwerke der Frühzeit. Heute sind sie Forschungsquellen, Anregungen und Ideengeber für Kunst, Musik, Wissenschaft und Philosophie. cresc… 2024 greift das Thema FADENSPIELE mit neuen Kompositionen und thematisch verwandten Musik- und Kunstformaten auf. Fadenspiele werden hier zur Inspirationsquelle für aktuelle musikalische Beiträge, dem gemeinsamen Spielen und dem kreativen Prozess des Erschaffens und des Erlebens.

„Mit dem Fadenspiel haben die Verantwortlichen des cresc…-Festivals ein feines Bild für die vielen Bezüge gefunden, aus denen die aktuelle Musik sich speist. Es steht aber auch für die vielen Verbindungslinien, mit denen sich das zeitgenössische Musikschaffen an den Schnittstellen ausweitet und seinerseits Einfluss nimmt auf andere Kunstsparten“, sagt Dr. Julia Cloot, Kuratorin und stellvertretende Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

„Auf der Suche nach unerwarteten Verbindungen“

„Als Festival für aktuelle Musik ist cresc… auf der Suche nach neuen und unerwarteten Verbindungen, auch im Hinblick auf andere Kunstformen und Formate“, erläutert Christian Fausch, Künstlerischer Manager und Geschäftsführer des Ensemble Modern. hr-Musikchef und Orchestermanager Michael Traub ergänzt: „cresc… wird so selbst zu einem großen Fadenspiel, das Künstler*innen, Orte, Institutionen und das Publikum im Rhein-Main-Gebiet miteinander verknüpft.“

Sieben Festivaltage, 16 Uraufführungen, Jazz, Tanz und Installationen

An sieben Festivaltagen erwarten die Besucher*innen Veranstaltungen mit großer Orchesterliteratur, kammermusikalische Werke, 16 Uraufführungen, Jazz, Tanz und Installationen.

Bereits im Vorfeld des Festivals ab Sonntag, 4. Februar, ist „cresc… 2024 on tour“ in den Sternwarten Wiesbaden und Frankfurt. Beruhend auf John Cages „Atlas eclipticalis“ macht die Konzertinstallation von Hermann Kretzschmar mit Mitgliedern des Ensemble Modern den Sternenhimmel hörbar. 

Während des gesamten Festivals kann die Licht- und Rauminstallation „Analemma“ von Yasuhiro Chida bei freiem Eintritt besucht werden. Mit feinen Fäden webt Chida ein riesiges dreidimensionales Netz in die KunstKulturKirche im Frankfurter Ostend.

Beteiligte sind neben den Festivalausrichtern Ensemble Modern und hr-Sinfonie-orchester Frankfurt sowie der hr-Bigband und der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) u. a. der Installationskünstler Yasuhiro Chida, die Dirigenten Sylvain Cambreling und Stefan Asbury, der Bratschist Lawrence Power, die Komponistin Rebecca Saunders, die Choreografin Rafaële Giovanola und die Tanzkompanie CocoonDance, der Klang- und Medienkünstler Ryōji Ikeda sowie junge internationale Musiker*innen, Dirigent*innen und Komponist*innen des IEMA-Ensemble 2023/24, des Ensembles NEKO3 und der International Composer & Conductor Seminars.

Konzertorte in Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden und Kronberg

Konzertorte sind der hr-Sendesaal, die Darmstädter Centralstation, das Casals Forum in Kronberg, das Künstler*innenhaus Mousonturm, das Frankfurt LAB und die KunstKulturKirche Allerheiligen in Frankfurt sowie die Sternwarten Frankfurt und Wiesbaden.

cresc… Biennale für aktuelle Musik Frankfurt Rhein Main ~ FADENSPIELE

16. Februar bis 25. Februar 2024

Interpret*innen

Stefan Asbury, Sylvain Cambreling, Yasuhiro Chida, Ensemble Modern, CocoonDance, Rafaële Giovanola, hr-Sinfonieorchester, hr-Bigband, IEMA-Ensemble 2023/24, Megumi Kasakawa, Hermann Kretzschmar, Yannick Mayaud, Jim McNeely, NEKO3, Norbert Ommer, Lawrence Power, Matthias Rieker, Luke Poeppel

Uraufführungen von

Alexander Schubert, Hendrika Entzian, John Hollenbeck, Michael Hope, Christian Jaksjø, Jaeduk Kim, Niels Klein, Polina Korobkova, Sunghyun Lee, Po-Chien Liu, Jim McNeely, Gil Monteagudo, Żaneta Rydzewska, Rebecca Saunders, Erica Seguine 

sowie Kompositionen von

George Benjamin, Morton Feldman, Sofia Gubaidulina, Gérard Grisey, Ryōji Ikeda, Tania León, Yann Robin.

Veranstaltungsorte

  • Casals Forum Kronberg
  • Centralstation Darmstadt
  • Frankfurt LAB
  • hr-Sendesaal
  • KunstKulturKirche Allerheiligen
  • Künstler*innenhaus Mousonturm
  • Sternwarte Frankfurt
  • Sternwarte Wiesbaden

Tickets zwischen 14 und 30 Euro (erm. 8 bis 16 Euro)
Ermäßigung gilt für Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Wehr- und Zivildienstleistende, Arbeitslose, Menschen mit Behinderung ab GdB 80 – nur mit gültigem Ausweis.

Vorverkauf: cresc-biennale.de, hr-ticketcenter.de sowie weiteren Vorverkaufsstellen.