Chefdirigent Jakub Hrůša verlängert bis 2029 bei den Bamberger Symphonikern

Kunstminister Markus Blume mit Chefdirigent Jakub Hrůša und Intendant Marcus Rudolf Axt (© Axel König/StMWK)

Wie der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, gemeinsam mit Intendant Marcus Rudolf Axt heute mitteilte, hat der Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, Jakub Hrůša, seinen Vertrag auf gemeinsamen Wunsch mit dem Orchester bis zum Ende der Saison 2028/2029 verlängert.

Jakub Hrůša, der dem Orchester seit September 2016 vorsteht, hat in den vergangenen Jahren mit dem Klangkörper vielfach internationale Anerkennung errungen. Die Bamberger Symphoniker, die im In- und Ausland als Orchester von Weltrang gelten, haben in Hrůša einen gleichermaßen weithin geachteten wie künstlerisch herausragenden Chefdirigenten, dessen persönliche Bekenntnis zu seinem Klangkörper als Auftakt für weitere exzellente Live- und Tonproduktionen gelten darf.

Markus Blume – „Das muss Liebe sein: Die Verbindung zwischen Jakub Hrůša und den Bamberger Symphonikern ist etwas ganz Besonderes. Jakub Hrůša verleiht den Bamberger Symphonikern Klang und Seele. Die Früchte dieser inspirierenden Partnerschaft zeigen sich in unzähligen herausragenden und bewegenden Musikmomenten, die das Publikum in Bayern und weit darüber hinaus begeistern! Ich freue mich sehr, dass diese Verbindung nun fortgesetzt wird!“, so Blume. Der Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst dankte zudem Intendant Marcus Rudolf Axt, der gemeinsam mit Jakub Hrůša den Klangkörper mit feinem Gespür und echter Leidenschaft leitet.

Jakub Hrůša – „Das wundervolle Miteinander der Bamberger Symphoniker, der Musiker, des Managements, der gesamten Institution und ihres Publikums ist für mich zu einem herzlichen und harmonischen Zuhause geworden; aber ebenso zu einem wahrlich mitreißenden Abenteuer, bei dem ich neue Wege in der Programmgestaltung, bei neuartigen Aufnahmeprojekten, bei der Repräsentation unserer Kultur im internationalen Umfeld und beim Aufbau einer Gemeinschaft suche und finde. Wir haben so viele großartige gemeinsame Pläne, dass mehrere Leben nicht ausreichen würden, um sie in die Tat umzusetzen. Aus diesem und noch vielen weiteren Gründen fühle ich mich glücklich, dass wir den Weg gewählt haben, weiterhin ein so wunderbares Team zu sein und dass ich meine Amtszeit in Bamberg um drei weitere Jahre verlängern werde. Ich kann es nicht erwarten, meine innige Beziehung zu meinem Orchester weiter zu vertiefen.

Marcus Rudolf Axt – „Nach mehr als sieben Jahren unserer kongenialen Zusammenarbeit mit Chefdirigent Jakub Hrůša fühlt es sich fast natürlich an, diese wunderbare Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Und doch ist es ein großes Privileg, dass sich zwischen ihm und unserem Orchester eine derart enge und tiefgründige künstlerische Verbindung entwickelt hat, die beide Partner, den Chefdirigenten und sein Orchester, zu immer neuen Erfolgen und Auszeichnungen führt. Viele internationale Preise für gemeinsame CD-Projekte zeigen dies ebenso wie die ausverkauften Konzerte in Bamberg und die zahlreichen Einladungen unseres „Weltorchesters“ in die führenden Konzertsäle und Festivals der Welt. Diese außergewöhnliche künstlerische Beziehung auch in den kommenden sechs Jahren weiterentwickeln zu können, ist ein Geschenk! Wir sind sehr glücklich, in Jakub Hrůša einen großen Künstler, einen kreativen Kopf und einen so warmherzigen Menschen als Chefdirigenten in der Mitte unseres Orchesters zu wissen.

Der in Tschechien geborene Jakub Hrůša ist der fünfte Chefdirigent in der Geschichte der Bamberger Symphoniker. Er ist ebenfalls stellvertretender Musikdirektor des Royal Opera House (Musikdirektor ab 2025), Erster Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie und Erster Gastdirigent des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Als Präsident der Jury steht er The Mahler Competition, dem mittlerweile bedeutendsten Dirigentenwettbewerb seiner Art, vor.

In den letzten Jahren wurde seine Arbeit als Chefdirigent vielfach gewürdigt. Erst am 16. November 2023 wurde ihm der Kulturpreis Bayern für seine Verdienste um die Bamberger Symphoniker verliehen. Jakub Hrůša überzeugt Publikum und Fachpresse seit Beginn seiner Zusammenarbeit mit dem Orchester auch durch herausragende Audioproduktionen. Anfang Oktober wurde Jakub Hrůša bei den OPUS KLASSIK Awards 2023 für die gemeinsame Aufnahme von Hans Rotts Sinfonie Nr. 1 (Deutsche Grammophon, 2022) zum Dirigenten des Jahres ernannt. Die Aufnahme sei “voller Energie und Tiefe und wirft ein vitales neues Licht auf ein wichtiges Werk eines bahnbrechenden Komponisten, der eine würdige Wiederentdeckung erlebt”, so die Jury. Für dieselbe Aufnahme sowie für Bruckners Sinfonie Nr. 4 erhielt er mit seinem Klangkörper sowohl 2022 als auch 2023 den ICMA-Preis für sinfonische Musik. Für die Einspielung von Mahlers Sinfonie Nr. 4 wurden Jakub Hrůša und sein Orchester mit dem Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2021 ausgezeichnet. 2020 hatte er den Antonín-Dvořák-Preis der Tschechischen Akademie für klassische Musik und gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern den Bayerischen Staatspreis für Musik verliehen bekommen.

Auf die Frage, was Jakub Hrůša am meisten an den Bamberger Kollegen und Kolleginnen gefiele, antwortet er: „Dass sie niemals routiniert spielen! Selbst wenn sie dasselbe Konzertprogramm mehrmals hintereinander spielen, klingt es nie gleich. Das ist die natürliche Qualität des Orchesters. Ich bin immer wieder beeindruckt, was für eine Flexibilität wir uns in der Zusammenarbeit geschaffen haben. Es braucht mittlerweile wenig Worte oder Diskussion, um zu einem Ergebnis zu kommen, das alle – Dirigent wie Musiker – zufriedenstellt.

Die Bamberger Symphoniker haben sich seit ihrer Gründung 1946 durch ihre Reisetätigkeit internationales Renommee als Tourneeorchester verdient, was sich in ihrem Leitspruch „Resonating worldwide“ widerspiegelt. Unter der Leitung von Jakub Hrůša wurde das Orchester bereits auf zahlreiche Festivals im In- und Ausland eingeladen und spielte weltweit Tourneen, darunter in China, Japan, Spanien, Polen oder Skandinavien. Zusammen waren sie Gast beim Lucerne Festival, beim Edinburgh International Festival, in der Royal Albert Hall für die BBC Proms, beim Prager Frühling, beim Rheingau Musik Festival und beim Beethovenfest Bonn und gaben Konzerte u. a. in der Hamburger Elbphilharmonie, im Wiener Musikverein, in der Philharmonie de Paris und im Concertgebouw in Amsterdam. In der aktuellen Saison gastieren sie in Frankreich, Island und in den USA (u. a. in der New Yorker Carnegie Hall).

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