c r e s c e n d o – das Musikfestival der UdK Berlin startet am 21. Mai unter dem Motto „Beethörende Natur“

© UDK Berlin

Festivalstart an Berlins traditionsreichster Musikhochschule: Reinhard Goebel mit dem Hochschulorchester der UdK Berlin und Beethovens „Pastorale“ / Masterclass mit Lisa Batiashvili (Violine) / musikalisch-visuelle Perspektiven auf Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ / Beethovens Duo-Sonaten an vier Abenden

Am Freitag, 21. Mai um 19 Uhr startet „crescendo – das Musikfestival der UdK Berlin“ seine diesjährige Ausgabe unter dem Motto „Beethörende Natur“ mit dem Live-Videostream eines Konzertes des Hochschulorchesters der UdK Berlin unter der Leitung des Dirigenten und Beethoven-Spezialisten Reinhard Goebel. Auf dem Programm stehen Johann Christian Bachs Amadis de Gaule und Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie „Pastorale“. Im weiteren Verlauf des Eröffnungswochenendes gibt die Stargeigerin Lisa Batiashvili am Samstag, 22. Mai von 11 bis 15 Uhr Einblicke in ihre musikalische Welt, wenn sie ihre Erfahrungen an fünf Studierende der UdK Berlin in einer Masterclass weitergibt. Eine neue Sicht auf Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ bietet am selben Tag um 19 Uhr der Pianist Nicholas van de Velde in einer Visualisierung der Klänge durch die Spektralfarben im Sinne der Synästhesie. Am Sonntag, 23. Mai um 19 Uhr ist mit Jens Peter Maintz und Paolo Bonomini, Violoncello, und Markus Groh, Klavier, unter dem Titel „BEE2VEN I“ der erste von vier aufeinander folgenden Abenden zu erleben, an denen sämtliche Duo-Sonaten Ludwig van Beethovens erklingen.

Bis zum 5. Juni ist in 13 weiteren Konzerten die Vielfalt der künstlerischen Ausbildung an Berlins traditionsreichster Musikhochschule zu erleben. Unter dem Titel „Beethörende Natur“ beleuchtet das Festival unter der Leitung von Prof. Markus Groh (Klavier) und Prof. Konstantin Heidrich (Cello) die Wechselwirkung von Natur und Kunst, untersucht die Position des Menschen in diesem Spannungsfeld und schlägt den Bogen zur Musik Ludwig van Beethovens. Alle Konzerte finden im Konzertsaal der UdK Berlin pandemiebedingt ohne Publikum vor Ort statt und sind erstmals live im Videostream mitzuerleben.

Das vollständige Programm ist zu finden unter udk-berlin.de.

Seit Monaten befindet sich die Kultur ebenso wie die Lehre in einer Ausnahmesituation. An einer Musikhochschule, die beides miteinander verbindet, sind wir davon ganz besonders betroffen. Deshalb ist es für uns umso wichtiger, in dieser desolaten Situation zumindest ein deutliches Lebenszeichen senden zu können: ,Crescendo – das Musikfestival der UdK Berlin‘ findet statt! Allerdings leider ohne das für uns so wichtige Publikum im Saal. Die hochkarätig besetzten Konzerte sind erstmals alle im Livestream mitzuerleben. International führende Musiker*innen und herausragende Studierende gestalten ein Programm, das unter den aktuellen Entwicklungen neue Wege gehen muss: Es verbindet Exzellenz, Tradition und Innovation auf progressive, interdisziplinäre Weise. Auch wenn die direkte Interaktion zwischen Künstler*innen und Publikum in einem Konzert durch nichts zu ersetzen ist, laden wir unser treues Publikum herzlich ein, an jedem der 16 Festivaltage online live mit dabei zu sein. Lassen Sie uns gemeinsam eintauchen in die beethörende Welt von crescendo2021!

Festivalleiter Prof. Markus Groh (Klavier) und Prof. Konstantin Heidrich (Cello)

Zu den Highlights im weiteren Verlauf des Festivals gehören das Konzert „Willkommen, Prof. Gábor Tarkövi“, in dem der ehemalige Solo-Trompeter der Berliner Philharmoniker sich gemeinsam mit seiner Klasse vorstellt (28. Mai) und das Master-Abschlusskonzert des vision string quartet (2. Juni), Shooting-Star der neueren Klassikszene aus der Kammermusikklasse des Artemis Quartett. Beethovens „Pastorale“ ist in einer außergewöhnlichen Interpretation der fünf Sätze in fünf verschiedenen Besetzungen, vom Klavier solo bis hin zum Bläserensemble noch einmal zu hören (3. Juni). Meisterschüler*innen, Student*innen und Kolleg*innen erinnern in einem Gedenkkonzert an den im Februar verstorbenen Cellisten und langjährigen Professor der UdK Berlin Prof. Wolfgang Boettcher (4. Juni) – mit dabei sind die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker, Wen-Sinn Yang und David Geringas sowie Konstantin Heidrich und die weiteren Violoncello-Professoren der UdK Berlin. Im Abschlusskonzert von crescendo präsentiert das Kammerorchester der UdK Berlin unter der Leitung von Hartmut Rohde zwei Preisträgerinnen des Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerbs als Solistinnen: Akiko Suwanai, Violine (1. Preis), und Senja Rummukainen, Violoncello (5. Juni).

Alle Konzerte sind für das Publikum live online und kostenlos im Videostream zu verfolgen. Das vollständige Programm sowie die Links zu den einzelnen Konzerten unter: udk-berlin.de

Auch in diesem Jahr ist das Festival auf Spenden angewiesen. Da leider keine Konzerte mit Publikum stattfinden können, sammelt der Freundeskreis der UdK Berlin | Karl Hofer Gesellschaft e. V. Spenden über die Plattform Betterplace oder auf udk-berlin.de. Informationen zum Freundeskreis: karl-hofer-gesellschaft.de.


21. Mai bis 5. Juni 2021
crescendo – das Musikfestival der UdK Berlin: „Beethörende Natur“

Alle Konzerte im kostenlosen Videolivestream unter udk-berlin.de


Die Universität der Künste Berlin ist eine der wenigen künstlerischen Hochschulen Europas, die alle künstlerischen Disziplinen und die auf sie bezogenen Wissenschaften in sich vereint. An den vier Fakultäten Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst, den hochschulübergreifenden Zentren Tanz (HZT) und Jazz (JIB Berlin) und dem Zentralinstitut für Weiterbildung/ Berlin Career College wird in über 70 künstlerischen, künstlerisch-wissenschaftlichen und künstlerisch-pädagogischen Studiengängen gelehrt und geforscht. Eine enge Vernetzung mit den weiteren Universitäten der Stadt bietet Schnittstellen zu natur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen.

Die Geschichte der UdK Berlin reicht zurück bis zur Gründung der der brandenburgisch-preußischen Akademie der Künste im Jahr 1696. Ihre heutige Form erhielt sie 1975 durch den Zusammenschluss der Hochschule für bildende Künste und der Hochschule für Musik und darstellende Kunst zur Hochschule der Künste (HdK). Seit 2001 trägt die Universität der Künste Berlin ihren heutigen Namen. Von den rund 4.000 Studierenden hat etwa ein Drittel einen internationalen Hintergrund. Mit mehr als 700 Veranstaltungen im Jahr trägt die UdK Berlin maßgeblich zum kulturellen Leben der Stadt bei. Präsident der UdK Berlin ist seit April 2020 Prof. Dr. Norbert Palz.