c r e s c e n d o – das 17. Musikfestival der UdK Berlin: 10. bis 25. Mai 2019

c r e s c e n d o – das 17. Musikfestival der UdK Berlin (10. bis 25. Mai 2019) ~ Joseph Joachim mit Geigerwunderkind Franz von Fescey (ca. 1900; Copyright UdK-Archiv)

Wiederentdeckung des Virtuosen und Komponisten Joseph Joachim (1831-1907)

Mit crescendo feiert die Fakultät Musik ab dem 10. Mai ihren 150. Geburtstag, mit 28 Konzerten / Veranstaltungen in nur 16 Tagen. Wie jedes Jahr arbeiten Musikstudierende, Jungtalente, Profis und Stars des Klassikbetriebs eng zusammen.

Das Programm, gestaltet von den seit 2017 amtierenden Festivalleitern Prof. Markus Groh (Klavier) und Prof. Konstantin Heidrich (Cello), fokussiert dieses Jahr auf den Violinvirtuosen und Hochschulgründer Joseph Joachim, auf Freundinnen und Freunde aus seinem musikalischen Umfeld u. a. Johannes Brahms, Clara und Robert Schumann, auf die einzigartige Geschichte der Fakultät Musik zwischen Tradition und Innovation, auf ihre Vielfalt und Qualität in ihrer musikalischen Praxis, Lehre und Forschung und auf Vertreterinnen und Vertreter, die der Hochschule in der Vergangenheit und Gegenwart verbunden sind – wie Franz Schreker, Paul Hindemith, Dieter Schnebel, Bodo Wartke u. v. a.

Das Programm ist bereits online unter www.udk-berlin.de/crescendo. Der Vorverkauf startet am 1. April 2019.


Starke Theatertreffen-Konkurrenz – Auswahl:

Festivaleröffnung mit Werken von Joachim, Schreker, Brahms
Es spielt das Symphonieorchester der UdK Berlin, Leitung: Stefan Sanderling
(Fr., 10.5., 20 Uhr).

Hommage an Joseph Joachim sowie eine Debatte über Richard Wagners antisemitische Schrift – Werke von Clara und Robert Schumann, Joachim, Brahms und eine Gesprächrunde über Wagners Schrift „Das Judentum in der Musik“ von 1869, dem Gründungsjahr der Musikhochschule (Sa., 11.5., 19.30 Uhr).

Musikkabarettstar Bodo Wartke am Klavier – Mit einem exklusiv für crescendo kreierten Programm (Titel: Unvollendet) erinnert Bodo Wartke an sein UdK-Studium (Mo., 20.5., 19.30 Uhr).

Junge und erfahrene Musikensembles: Joachim Streichsextett Berlin (14.5., 19.30 Uhr), Ensemble baroque (15.5., 19.30 Uhr), Gastspiel aus Brüssel: Chapelle Musical Reine Elisabeth (16.5., 19.30 Uhr), Berlin Winds (17.5., 19.30 Uhr),
Staats- und Domchor Berlin (18.5., 11 Uhr), Neue Musik: ensemble ilinx (23.5., 19.30 Uhr), Jazz: JIB Big Band (24.5., 19:30 Uhr).

Klassik für alle: Für die meisten Konzerte ist der Eintritt frei
(außer: 10.5., 18.5./21 Uhr, 20.5., 25.5./19.30 Uhr)

„Joachim war ein großer Name im Zweiten deutschen Kaiserreich, eine oberste Instanz der Kulturnation, ein „Hohepriester der Musik“, wie man ihn wieder und wieder genannt hatte … 1931 gab es zum 100. Geburtstag des Hochschulgründers eine Ausstellung und einen Festakt. Doch vier Jahre später sollte dann wirklich nichts mehr übrig bleiben von diesem Menschen und seiner Leistung.“ (Jan Brachmann/Berliner Zeitung, 15.8.2007)

Das Zeitalter der Wiederentdeckungen: crescendo würdigt mit Joseph Joachim (1831-1907) einen Künstler, dessen Ruhm und Bekanntheit von den Nationalsozialisten beendet wurde. 1869, vor genau 150 Jahren, gründete der in Ungarn geborene Komponist, Violinvirtuose, Lehrer und Musikphilosoph Joseph Joachim im Auftrag der preußischen Regierung in Berlin die Königliche (später Staatliche) akademische Hochschule für Musik als erstes staatlich gefördertes Musikinstitut zur professionellen Ausbildung hochbegabter Musiker – inzwischen die älteste Musikhochschule in Berlin, die im Laufe der Zeit als Fakultät Musik in die heutigen Universität der Künste überging. Joachim, u.a. Schüler von Mendelssohn Bartoldy, gefördert von Franz Liszt, war lange eine wichtige und einflussreiche Persönlichkeit der europäischen Musikgeschichte. Als virtuoser Geiger nahm er entscheidenden Einfluss auf viele Komponisten und deren Werk, wie zum Beispiel das Violinkonzert und die Symphonien seines engen Freundes Johannes Brahms. Mit dem von ihm gegründeten Joachim Quartett brachte er sämtliche Beethoven-Quartette sowie zahlreiche Uraufführungen auf die Bühne und setzte damit ebenso Maßstäbe im Bereich der Kammermusik. Als Professor hat er die deutsche Geigentradition geprägt und an viele bedeutende Schüler weitergegeben. Aufgrund seiner jüdischen Wurzeln löschten ihn die Nazis aus der deutschen Musikgeschichte. Derzeit ist er überwiegend nur noch in Fachkreisen bekannt, das Musikfestival crescendo ermöglicht seine Wiederkehr ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit.

Gesamtprogramm und Online-Kartenreservierung: www.udk-berlin.de/crescendo

Bestellung Einlass-/Freikarten: Tel. 030-3185 2591
E-Mail-Bestellung Einlass-/Freikarten: crescendo@udk-berlin.de
Bestellung Kaufkarten: Tel. 030-3185 2374 (Di-Fr, 15-18 Uhr)
E-Mail-Bestellung Kaufkarten: udkkasse@udk-berlin.de
Kaufkarten: www.reservix.de
Eröffnungskonzert 10.5., Wartke-Konzert 20.5., Abschlusskonzert 25.5.2019
jeweils 15/10 Euro; cresc.CLUB 18.5. – 5 Euro.