Burgfestspiele Bad Vilbel zuversichtlich: »WIR TUN ALLES, UM ZU SPIELEN.«

Burgfestspiele Bad Vilbel ~ Die Wasserburg (© Eugen Sommer)

Am gestrigen Freitag veranstalteten die Burgfestspiele Bad Vilbel ein Pressegespräch im virtuellen Raum, um das überarbeitete Festspielkonzept für den Sommer 2021 vorzustellen. Niemand konnte vor Monaten vorhersagen, wie sich im Frühsommer das Virus verhalten würde, daher musste eine Anpassung vorgenommen werden.

Verbunden mit einem Hygienekonzept, das auf, hinter und vor der Bühne seinen Zweck erfüllen wird, sowie einem den jeweiligen Vorgaben angepassten Sitzplan, geht das Team der Burgfestspiele weiterhin zuversichtlich in die Vorbereitungen für den Theater-Sommer 2021.

Zusammengefasst kann das Ergebnis der Pressekonferenz, mit Claus-Günther Kunzmann, Intendant der Burgfestspiele Bad Vilbel und Thomas Stöhr, Bürgermeister von Bad Vilbel, nur lauten: WIR TUN ALLES, UM ZU SPIELEN.

Doch werden die Burgfestspiele, zumindest nach jetzigem Stand der Fallzahlen, bis zum 30. 6. keinen Spielbetrieb vor Publikum haben.


Zum Spielplan 2021

Wir spielen Sister Act“

Das Musical „Sister Act“ ersetzt „Hairspray“, letzteres sei nicht zu realisieren unter der Wahrung der erforderlichen Abstände. Sister Act wird ab Montag, dem 3.5.2021, geprobt werden. „Das Dschungelbuch“ ebenso wie „Die unendliche Geschichte“ werden bereits geprobt, am 1. Mai beginnt planungsgemäß die Probenzeit für „Der nackte Wahnsinn“ und „Die Comedian Harmonists“. Die Termine von „Hairspray“ werden komplett von der Inszenierung „Sister Act“ abgelöst.

Claus-Günther Kunzmann, Intendant der Burgfestspiele, erläuterte detailliert, in welcher Situation sich die Burgfestspiele derzeit befinden und auf welche Zielvorgaben hin geplant und geprobt werde. Seit Beginn des Jahres sind die Burgfestspiele in Vorbereitung auf die Spielzeit 2021, voller Vertrauen auf eine weitgehende Normalisierung des Kulturbetriebs im Freilichtbereich. Es bleiben sechs Inszenierungen am Start für 2021, denn es mussten einige Anpassungen vom Spielplan 2020 auf 2021 vorgenommen werden; so war frühzeitig klar, dass weder die Oper für die ganze Familie noch die drei geplanten Inszenierungen im Theaterkeller der Burg zur Aufführung kommen könnten. Doch die Jetzt-Situation ist nun einmal, wie sie ist.

Bürgermeister Thomas Stöhr sagte es mit einem Satz: „Ja, wir wollen spielen!“
Leider mit der Einschränkung, so fügte er hinzu, dass die Burgfestspiele Bad Vilbel die Vorstellungstermine im Mai und Juni 2021 infolge der geltenden Corona-Maßnahmen nicht vor Publikum spielen können. Auch wenn die Rahmenbedingungen für ein Hygienekonzept sehr gut und ambitioniert ausgearbeitet worden seien.

Vorbereitung auf den Spielbetrieb

Ab dem 1. Juli werden wir in unseren Spielplan, so wie er vorliegt, einsteigen, ergänzt Claus-Günther Kunzmann. Das sei aber nur möglich, weil Bürgermeister und er die Entscheidung getroffen haben, im Mai und Juni bis zur Aufführungsreife zu proben, die angesetzten Premieren auch zu spielen, aber ohne Publikum. Warum? Die Verzahnung der einzelnen Inszenierungen über das künstlerische Personal wie Schauspieler, Regie und nicht zuletzt die Probenorte lässt keine andere Wahl. Vor allem, betont Claus-Günther Kunzmann, sei es wichtig, jederzeit spielbereit zu sein, auch wenn man derzeit davon ausgehe, dass der 1. Juli das infolge des Bundesnotgesetzes gesetzte Datum sei, an dem, sofern die Inzidenz im Wetteraukreis es zulässt, ein Vorstellungsbetrieb genehmigt werden könne.

Wir alle hätten gehofft, so der Intendant weiter, dass mit einem Hygienekonzept, u.a. mit gebührendem Abstand auf der Tribüne, das die Gäste der Burgfestspiele sicher und komfortabel die Vorstellung genießen lässt, ein Spielbetrieb bereits ab Mai möglich gewesen sein könnte.

Doch hätten die Schulen und Kitas, für die die Vormittagsvorstellungen im Mai und Juni hauptsächlich gedacht sind, momentan ganz andere Schwerpunkte als Tagesausflüge nach Bad Vilbel, – verständlicherweise, so Claus-Günther Kunzmann.

Zum Platzangebot im Sommer, drinnen wie draußen

Sicherheit gehe vor für das Publikum in der Festspielzeit 2021, daher sei im Juli eine Bestuhlung mit einem Abstand von 1,5 m notwendig, damit könnten 270 BesucherInnen bequem und sicher Platz nehmen auf der bereits vorbereiteten großen Tribüne; im August könne im Schachbrettmuster gesetzt werden, dann käme man einer Platzauslastung von ca. 50 Prozent näher und frühestens im September könne es eine Vollbesetzung aller 731 möglichen Plätze geben.

Die Burg wird festspieltauglich gemacht!

Zum einen wird, auch mit Hilfe des Programms NEUSTART KULTUR aus den Mitteln des Bundes, die Spielstätte mit weiteren Flächen im Aufenthaltsbereich und für die Gastronomie ausgeweitet, Trennscheiben werden dort, wo nötig, eingebaut und viele kleinere Maßnahmen ergriffen, zur Sicherheit der Gäste und aller Mitwirkenden.

WIR TUN ALLES, UM ZU SPIELEN. Dieses Motto schweißt alle Mitwirkenden der diesjährigen Festspiele fest zusammen.

Der Probenbetrieb findet unter ausgeklügelten Maßnahmen wie Tests und Maskenpflicht beim Proben statt. Das Hygienekonzept wird quasi täglich überprüft und erfährt in enger Abstimmung mit dem Leiter des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin (AGAPLESION), Dr. med. Bernhard Jahn-Mühl, immer wieder detaillierte Anpassungen.

Kartenkauf

In diesem Sinne werden die Burgfestspiele Bad Vilbel ab dem 15. Mai den regulären Verkauf der Karten starten können. Bis dahin hat das Kartenbüro Bad Vilbel alle Hände voll zu tun, um die Umsetzungen infolge der anderen Bestuhlungspläne im Saal aufzuarbeiten.

In nächsten Wochen folgen weitere Informationen bezüglich der Lage der Burgfestspiele Bad Vilbel.

kultur-bad-vilbel.de