Bundesverband Jugend und Film (BJF) feiert 50-jähriges Jubiläum auf Festivals und Branchentreffs

© Bundesverband Jugend und Flm

Veranstaltungsreihe beginnt in Gera und Frankfurt – BJF-Clubfilmothek bietet 500 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme für nicht-gewerbliche Anbieter wie Schulen oder Filmclubs


Frankfurt am Main (21. September 2020) – Einen wichtigen Beitrag für Medienkompetenz leistet der Bundesverband Jugend und Film (BJF) seit 50 Jahren. Dieses runde Jubiläum feiert die zentrale Organisation der Kinder- und Jugendfilmarbeit in Deutschland nun mit einer Veranstaltungsreihe auf Festivals und Branchentreffs. Stationen sind der Goldene Spatz (Gera), das Lucas-Kinderfilmfestival (Frankfurt am Main), das Schlingel-Filmfestival (Chemnitz), die Nordischen Filmtage (Lübeck) und der Kongress Vision Kino (Erfurt). Zudem bringt der BJF mit „Youth Unstoppable – Der Aufstieg der globalen Jugend-Klimabewegung“ erstmals einen Film als Verleiher auch ins Kino. Die eindrucksvolle Dokumentation ist auch im Programm der bundesweiten SchulKinoWochen zu sehen und über die BJF-Clubfilmothek bestellbar.

„Filmkultur überall erleben: Der BJF steht für eine hochwertige und vielfältige Kinder- und Jugendfilmkultur – gemeinsam vor der Leinwand und auch dort, wo es kein Kino gibt. Beim BJF lieben wir Filme, die die Fantasie von Kindern und Jugendlichen anregen, die Fenster in fremde Welten öffnen, die in Gedanken nachwirken und zum Dialog einladen. Ein junges Publikum für solche Filme zu begeistern, ist eine Aufgabe, der wir uns auch in Zukunft gerne stellen,“ so Reinhold T. Schöffel, Geschäftsführer des Bundesverbandes Jugend und Film e.V.. Für nicht-gewerbliche Anbieter wie Schulen oder Filmclubs bietet die BJF-Clubfilmothek derzeit 500 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme.

„Der BJF ist in der Filmbranche und Kulturszene tief verankert. Deshalb möchten wir bei Festivals und mit unseren Partnern gemeinsam feiern. Wir blicken dabei nicht nur zurück, sondern machen vor allem besondere Programme und präsentieren sehenswerte Filme – die natürlich über die Festivals hinaus verfügbar sind. Für die Zukunft des BJF wünsche ich mir, dass wir gemeinsam mit vielen Ideen, Mut und Energie die Anforderungen, die auf uns zukommen, kreativ lösen und den Verband weiterentwickeln,“ unterstreicht Günther Kinstler, Vorsitzender des Bundesverbandes Jugend und Film e.V..

Gratulationen und Anregungen fasst das Special „1970 bis 2020 – 50 Jahre Bundesverband Jugend und Film“ auf der BJF-Webseite zusammen. Daran beteiligen sich unter anderem Filmschaffende, Wissenschaftler*innen, Medienpädagog*innen, Jugendschutzexpert*innen und Branchenvertreter*innen. bjf.info/50jahre/

BJF auf Filmfestivals im Jubiläumsjahr

Beim Deutschen Kinder Medien Festival Goldener Spatz in Gera zeigt der BJF am 22. September ein Kurzfilmprogramm. Der Kinderbuchautor Marcus Sauermann präsentiert die besten Verfilmungen seiner Kinderbücher bei LUCAS – Internationales Festival für junge Filmfans in Frankfurt am 26. September und beim Internationalen Filmfestival SCHLINGEL in Chemnitz am 16. Oktober. Der BJF-Jubiläumsempfang im Weltecho Chemnitz mit Prof. Wolfgang Schneider als Laudator findet ebenfalls im Rahmen von Schlingel statt. Eine Jubiläumsveranstaltung ist auch bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck (4. bis 8. November) geplant. Beim Kongress Vision Kino vom 25. bis 27. November ist der BJF ebenfalls vertreten. Das Programm ist online verrfügbar.

Über den BJF

Der Bundesverband Jugend und Film e.V. (BJF) ist die zentrale Organisation der Kinder- und Jugendfilmarbeit in Deutschland. Mit rund 800 Mitgliedern bietet der BJF nicht nur eine starke Lobby, sondern auch einen umfangreichen Service, um kulturelle Filmveranstaltungen zu organisieren. Zu den BJF-Mitgliedern zählen Kulturzentren, Schulen, Jugendfilmclubs, Jugendverbände und Volkshochschulen sowie Pädagog*innen und Film- und Medienfachleute. Der BJF wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Der heutige BJF wurde im Jahr 1970 unter dem Namen „Bundesarbeitsgemeinschaft für Jugendfilmarbeit und Medienerziehung e.V.” gegründet. Seine Wurzeln hat der Verband im Re-Education-Programm der Alliierten nach der Befreiung Deutschlands von der Naziherrschaft, aber auch in den eher bewahrpädagogisch geprägten Jugendfilmstunden der 1950er-Jahre und in der gleichzeitig aufkommenden Filmclub-Bewegung von Cineasten. In diesem Spektrum betrieb das Jugendreferat im Verband der deutschen Filmclubs in den 1950er- und 1960er-Jahren nicht gewerbliche Jugendfilmarbeit.

bjf.info