Bühnenverein fordert weitere Öffnungsperspektiven für die Kultur

Corona-Gipfel am Mittwoch: Lockerungen müssen Kulturveranstaltungen mit einschließen – Bühnenverein fordert von Bund-Länder-Konferenz weitere Öffnungsperspektiven für die Kultur

Der Deutsche Bühnenverein fordert, dass auf der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch auch Öffnungsperspektiven für Kulturveranstaltungen diskutiert werden. Lockerungen der Zugangsbeschränkungen in der Kultur seien angesichts der Pandemielage möglich und auch nötig, um die kulturelle Grundversorgung zu sichern.

Carsten Brosda, Präsident des Deutschen Bühnenvereins: „Die Theater und Orchester brauchen ein klares Szenario für die weitere Öffnung. Wer künstlerisches Produzieren und kulturelles Erleben ermöglichen will, muss jetzt verlässliche Regeln und Rahmenbedingungen schaffen. Das ist unserer Ansicht nach gut möglich. Alle haben Erfahrung mit sicheren Veranstaltungen, leistungsfähige Lüftungsanlagen und effektive Hygienekonzepte gewährleisten einen sehr hohen Sicherheitsstandard. Wenn jetzt über Lockerungen für Einzelhandel und Gastronomie geredet wird, darf die Kultur nicht fehlen. Das gilt auch für die weitere Verlängerung der Hilfsprogramme. Insbesondere müssen die Wirtschaftlichkeitshilfen verlängert werden, damit jetzt wieder verstärkt geplant und veranstaltet werden kann. Die Kultur gehört zu den am härtesten getroffenen Branchen. Sie braucht Perspektive.“

Der Bühnenverein warnt vor pauschalen Begrenzungen von Sitzplatzkapazitäten. Uneingeschränkter Zugang zu den Zuschauer:innenräumen muss aus Sicht des Verbands ein gemeinschaftliches Ziel von Politik und Kulturinstitutionen sein, um die künstlerische und gesellschaftliche Kraft von Theatern und Orchestern wieder zur vollen Entfaltung zu bringen. Dazu gehöre auch, dass die Sonderförderungen für die Kulturbranche so lange fortgesetzt werden, bis eine wirtschaftliche Stabilisierung des Kulturbereichs infolge der Beendigung der pandemiebedingten Einschränkungen nicht mehr erforderlich ist.

Claudia Schmitz, Geschäftsführende Direktorin des Deutschen Bühnenvereins: „Theater und Konzerthäuser sind unverzichtbare Kommunikations-und Emotionsorte. In der Pandemie haben diese Orte für den gesellschaftlichen Diskurs gefehlt. Der Bühnenverein setzt sich daher dafür ein, den Menschen den Zugang zu diesen Orten wieder ohne Einschränkungen zu gewähren und verlässliche Strukturen für alle Beteiligten zu schaffen.“

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