Barbara Mundel bleibt bis zum Ende der Spielzeit 2027/28 Intendantin der Münchner Kammerspiele

Barbara Mundel (© Sandra Singh)

Die Stadt München verlängert den Vertrag mit Barbara Mundel, der Intendantin der Münchner Kammerspiele, bis zum Ende der Spielzeit 2027/28. Dies hat der Münchner Stadtrat gestern beschlossen. Barbara Mundel und ihr künstlerisches Team werden ihre 2019 begonnene Arbeit weiter fortsetzen können.

Die Startbedingungen in die erste Spielzeit 2020/21 waren denkbar schwierig. Barbara Mundel hat während der Corona-Pandemie und der Theaterschließungen mit ihrem Team digitale Formate für die Live-Kultur entwickelt. Und eine unglaubliche Spielfreude entfaltet, als endlich wieder Publikum in die Münchner Kammerspiele kommen durfte. Ich wünsche ihr, ihrem Team und den Theaterfans mehr Verlässlichkeit in den künftigen Jahren. Denn es braucht bei aller Vielfalt und Offenheit im Programm doch auch Kontinuität, um einen Theaterbetrieb wie die Münchner Kammerspiele erfolgreich auf Kurs zu halten“.

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden

Die Vertragsverlängerung mit Barbara Mundel bis Mitte 2028 ist ein wichtiges Zeichen für das Theater, für das ich dankbar bin. Die Münchner Kammerspiele haben seit jeher eine besondere Stellung in der Münchner Theaterlandschaft, die sich auch in ihrer finanziellen Ausstattung widerspiegelt. Sie sind Avantgarde, Vorreiter bei Diversität und Inklusion, multiplizieren Impulse aus der freien Szene und haben großartige Schauspieler*innen unter Vertrag“.

Anton Biebl, Kulturreferent der Landeshauptstadt München

Ich danke für das Vertrauen in meine Arbeit, die ich als kollektiven Prozess verstehe. Mir ist es wichtig, gemeinsam mit vielen Theater für viele zu entwickeln. Die Münchner Kammerspiele sind für mich und mein Team ein offenes Haus, das gesellschaftlich relevant sein will. Das geht nur im Kontakt, im Dialog, im Miteinander. Lassen Sie sich von uns inspirieren, diskutieren Sie mit uns und entdecken Sie, was Theater sein kann – ein einzigartiges Erlebnis!

Barbara Mundel, Intendantin Münchner Kammerspiele

Barbara Mundels Stadttheater richtet sich an eine immer internationaler werdende Stadtgesellschaft. Die Münchner Kammerspiele verbinden Menschen in München, vernetzen Theater in Europa und initiieren weltweit Projekte. Dass in den Münchner Kammerspielen global gedacht und lokal gehandelt wird, zeigt beispielsweise die künstlerische Verbindung zu Münchens Partnerstadt Kiew.

Das Theater positioniert sich vielseitig und zugänglich, kritisch und mit seinen unvergleichlichen ästhetischen Möglichkeiten. Begriffe wie Feminismus, Inklusion, Globalisierung, Dekolonialisierung werden in den Münchner Kammerspielen anschaulich, beispielsweise in „Sufragetten“, „Horror und andere Sachen“ oder „Eure Paläste sind leer (all we ever wanted)“.

Die Arbeitspraxis der Münchner Kammerspiele ist Teil der Programmatik: kollektive Arbeitsformen, Inklusion als selbstverständlicher Auftrag, die Einbindung von Communities, Raum für Aktivismus, politisches Theater.

Festival- und Gastspiel-Einladungen zeichneten 2021/22 das innovative Programm der Münchner Kammerspiele und den mutigen Umgang mit zeitgenössischen Stoffen aus. So war „Eure Paläste sind leer (all we ever wanted)“ zu den Autor*innentagen in Berlin eingeladen, „Jeeps“ wurde bei den Mühlheimer Theatertagen gezeigt, „Who Cares“ war zu Gast beim Heidelberger Stückemarkt und „Like lovers do“ wurde beim Berliner Theatertreffen heiß diskutiert.


Zu Barbara Mundel:

Geboren 1959 in Hildesheim, Studium der Neueren Deutschen Literatur, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft. Seit den 1980er-Jahren als Dramaturgin am Theater Basel, an der Volksbühne Berlin, an den Münchner Kammerspielen und der Ruhrtriennale sowie als Regisseurin mit Schwerpunkt Musiktheater unter anderem an der Oper Frankfurt und bei den Salzburger Festspielen. Von 1999 bis 2004 Direktorin des Luzerner Theaters, von 2006 bis 2017 vielfach ausgezeichnete Intendantin am Theater Freiburg für ihr „Stadttheater der Zukunft“.


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