Ballettabend »Frühlingsrausch« hat am 24. September Premiere im Opernhaus Chemnitz

„Daphnis et Chloé“ (M. Ravel) von Eno Peçi ~ Ballett Chemnitz ~ Natalia Krekou (Chloé); Tänzer:innen des Balletts Chemnitz ~ Foto: Nasser Hashemi

Mit ihrer ersten Premiere der neuen Spielzeit kehren die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Chemnitz endlich auf die große Bühne des Opernhauses zurück. Und dies mit einem Ballettabend, der zwei Giganten der Ballettorchesterliteratur des beginnenden 20. Jahrhunderts aufeinandertreffen lässt: Maurice Ravel mit „Daphnis et Chloé“ und Igor Strawinsky mit „Le Sacre du Printemps“.

Zudem gibt es ein Wiedersehen mit zwei in Chemnitz bereits gut bekannten Choreografen, die zur jungen und international erfolgreichen Choreografenszene gehören. Eno Peçi, der zusammen mit Ballettdirektorin Sabrina Sadowska schon Tschaikowskys „Schwanensee“ auf die Bühne brachte, realisiert Ravels poetisches Bühnenwerk, und Robert Bondara, für die Choreografie seiner „Winterreise“ von Publikum und Presse gefeiert, setzt sich mit Strawinskys legendärem „Sacre“ auseinander. Als Bühnen- und Kostümbildner ist auch Hans Winkler wieder mit von der Partie.

„Daphnis et Chloé“ (M. Ravel) von Eno Peçi
Ballett Chemnitz
Natalia Krekou (Chloé – links); Tänzer:innen des Balletts Chemnitz
Foto: Nasser Hashemi

Maurice Ravel schrieb 1912 das zweiaktige Ballett „Daphnis et Chloé“ für Sergej Diaghilevs Ballets Russes. Für den Choreografen Michail Fokine, der für „Daphnis et Chloé“ ein Libretto nach dem Liebesroman des spätgriechischen Dichters Longos nutzte, stellte dieses Werk die Verwirklichung seiner Idee zur Reform des klassischen Balletts dar, der künstlerischen Einheit von Handlung, Musik, Tanzbewegung und Bühnengestaltung. Ravel komponierte eine raffinierte, schillernde Musik in tief empfundener Sinnlichkeit. So ließ er, wie er selbst formulierte, ein musikalisches „Fresko voll Hingabe an das Griechenland meiner Träume“ entstehen.

Igor Strawinsky schuf mit „Le Sacre du Printemps“ einen Frühlingsrausch ganz anderer Art. Am Vorabend des ersten Weltkriegs erblickte ein Werk das Licht der Welt, das nicht nur den Tanz revolutionieren sollte, sondern auch einen Meilenstein in der Kompositionsgeschichte der Klassischen Moderne setzte. Das Publikum der Pariser Uraufführung traf dieser Frühlingsrausch wie eine Bombe und der Skandal der Uraufführung wurde legendär. Das Protestieren, Schreien und Brüllen von Teilen des Publikums war zum Teil so laut, dass die Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne das Orchester nicht mehr hören konnten. Strawinsky komponierte einen entfesselten Soundtrack zu einem Frühlingsritus mit blutigem Ritualmord, und Uraufführungschoreograf Vaslav Nijinsky kreierte zu dieser musikalischen Wucht einen explosiven Tanzrausch.

Für die Premiere sind noch Restkarten unter Tel. 0371 4000-430 und theater-chemnitz.de erhältlich.


FRÜHLINGSRAUSCH

Zweiteiliger Ballettabend von Eno Peçi und Robert Bondara
Musik: „Daphnis et Chloé“ von Maurice Ravel und „Le Sacre du Printemps“ von Igor Strawinsky

Premiere im Opernhaus Chemnitz: 24. September 21

Choreografie und Inszenierung: Eno Peçi („Daphnis et Chloé“) / Robert Bondara („Le Sacre du Printemps“)
Bühne und Kostüme: Hans Winkler

Es tanzt das Ballett Chemnitz

theater-chemnitz.de