Arthur Millers »Hexenjagd« ab 7, Dezember 19 am Staatsthater Mainz

Hesenjagd ~ Staatstheater Mainz ~ Vorabbild ~ © Andreas Etter

Parris ist Pastor in Salem. Eines Nachts überrascht er die jungen Mädchen des Ortes, darunter seine Tochter, bei obszönen Tänzen im Wald. Für den Pastor steht fest, was der auswärtige Hexenspezialist Hale bestätigt: Es kann sich nur um Hexerei handeln. Dankbar für diese Ausrede, spielen die Mädchen mit, erklären sich für verhext und stoßen tödliche Beschimpfungen aus. Im wahnhaften Kampf gegen das Böse hat der Denunziant immer Recht: In Salem bricht eine Verfolgungshysterie aus, die ein Teil der Bevölkerung geschickt zum eigenen Vorteil zu nutzen weiß. Egoistische Interessen bestimmen die Anschuldigungen und Unschuldige finden sich im Gefängnis oder auf dem Scheiterhaufen wieder.
Vor dem Hintergrund der hysterischen Jagd auf Kommunisten in den 1950er Jahren in den USA schrieb Arthur Miller Hexenjagd. Wie steht es heute mit der Gültigkeit des Textes? Findet sich auch in unserer Gesellschaft ein entsprechender Nährboden für Verfolgungswahn und Massenhysterie, wenn wir glauben, gegen das Böse zu Felde zu ziehen?


Hexenjagd

Von: Arthur Miller
Deutsch von: Hannelene Limpach, Dietrich Hilsdorf

Premiere am Staatstheater Mainz: 7. Dezember 19 (Kleines Haus)

Inszenierung: Alexander Nerlich
Bühne: Wolfgang Menardi
Kostüme: Zana Bosnjak
Musik: Malte Preuss
Choreografie: Cecilia Wretemark
Dramaturgie: Jörg Vorhaben
Licht: Frederik Wollek

Besetzung:

Reverend Parris: Alexander Finkenwirth
Betty Parris: Charlotte Wollrad
Abigail Williams: Lisa Eder
Mrs. Ann Putnam: Leoni Schulz
Thomas Putnam: Klaus Köhler
Mercy Lewis: Larissa Fichtner
Mary Warren: Elena Berthold
John Proctor: Daniel Mutlu
Rebecca Nurse: Andrea Quirbach
Giles Corey: Armin Dillenberger
Reverend John Hale: Julian von Hansemann
Elizabeth Proctor: Kruna Savić
Ezekiel Cheever: Orlando Klaus
Danforth, Stellvertreterin des Gouverneurs: Anna Steffens

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